Im Test: Bosch Smart Home-Lösungen – Komfort und Sicherheit für Wohnung und Haus

Das Hinzufügen der anderen Testprodukte, also des Tür/Fensterkontakts und des Thermostats, lief dann nach dem gleichen Schema ab. App aufrufen, QR-Code scannen, Gerät starten und „anlernen“ sowie die Komponente an ihrem endgültigen Arbeitsplatz anbringen und in der App zu einem Raum hinzufügen. Das Einrichten der Smart Home-Umgebung gestaltet sich demzufolge recht einfach und kann auch von Anwendern ohne Fachkenntnisse durchgeführt werden.

Die Smart Home-Produkte lassen sich im Betrieb bestimmten Räumen zuweisen

Noch kurz ein Kommentar zu den QR-Codes. Bosch liefert diese Codes sowohl als Aufkleber, als auch als Aufdruck auf den jeweiligen Produkten mit. Im Handbuch des Smart Home-Controllers finden sich mehrere Seiten, auf denen sich die Aufkleber der verbauten Geräte anbringen lassen, damit man sie leicht wiederfindet. Wir empfehlen wärmstens, diese Möglichkeit zu nutzen, da das Scannen der Aufkleber deutlich komfortabler ist, als das Scannen der Aufdrucke auf den Geräten. Bei den Tür/Fensterkontakten und den Thermostaten befinden sich die Aufdrucke beispielsweise in den Batteriefächern, die QR-Codes sind verhältnismäßig klein und zudem, entsprechend der Form des Batteriefachs, gebogen, was das Scannen – gerade bei schlechten Lichtverhältnissen – zu einem Geduldsspiel werden lässt. Die Aufkleber stellen also immer die deutlich bessere Option dar.

Das Smart Home-System im Betrieb

Nachdem wir alle Komponenten mit unserem Smart Home-Controller verbunden und das System in Betrieb genommen hatten, gingen wir daran, die einzelnen Geräte zu konfigurieren. Der Tür/Fensterkontakt ist beispielsweise dazu in der Lage, die Sirene des Rauchmelders zu nutzen, um im Einbruchsfall einen Alarm auszulösen. Dazu müssen die Anwender lediglich die Smart Home-App aufrufen und unter „Dienste / Alarmsystem“ das Alarmsystem aktivieren. Danach können sie unter „Auslöser und Aktionen“ angeben, dass bestimmte Fensterkontakte Alarme auslösen dürfen und dabei akustische Alarme (über die eingebundenen Rauchmelder), visuelle Alarme (über Philips Hue Leuchten) und Nachrichten auf das Smartphone als Aktionen aktivieren. Im Test ergaben sich mit den akustischen Alarmen über den Rauchmelder und den Nachrichten auf das Smartphone keine Probleme, das System funktionierte auf Anhieb. Die App ermöglicht es übrigens auch, Verzögerungszeiten für die Aktivierung des Alarmsystems und die Ausführung der definierten Aktionen festzulegen.

Die Zeitschaltuhr für den Heizkörperthermostaten

Der Tür/Fensterkontakt lässt sich außerdem nutzen, um über Thermostaten die Heizkörper im Raum herunter zu regeln, wenn er offene Fenster und Türen erkennt. Um diese Funktion zu aktivieren, müssen die Anwender lediglich nach „Dienste / Lüftungserkennung“ wechseln und dort die Reaktionszeit festlegen, nach der der Kontakt die Heizung runterregeln soll. Im Test funktionierte das problemlos. Es ist durchaus möglich, dass in Zukunft noch weitere Funktionen hinzukommen, da der Kontakt update-fähig ausgelegt wurde und stets über das Smart Home-System aktualisiert wird.

Erkennt ein Fenster- oder Türsensor ein unbefugtes Eindringen, so kann das Alarmsystem die Benutzer auf mehrere unterschiedliche Arten warnen

Kommen wir nun zum Thermostaten. Nachdem wir ihn an einem unserer Heizkörper montiert hatten, konnten wir nicht nur die Raumtemperatur über die App steuern, sondern auch Zeitpläne vergeben, die definierten, zu welchen Zeiten der Raum warm sein sollte und zu welchen nicht. Dabei haben die Anwender auch die Möglichkeit, die gewünschten Warm- und Kalttemperaturen festzulegen, beispielsweise 21 Grad, wenn der Raum benutzt wird und 17 Grad außerhalb der Nutzungszeiten. Unter vier Grad Raumtemperatur aktiviert der Thermostat automatisch das Frostschutzprogramm. Darüber hinaus öffnet das Gerät das Heizungsventil regelmäßig zum Schutz vor Verkalkung. Außerdem können die Nutzer den Thermostaten auch mit einer Kindersicherung versehen, damit Kinder nicht versehentlich die Temperatur verstellen.

Die Smart Home-App

Abgesehen von den eben genannten Funktionen, lassen sich über die Smart Home-App auch noch viele andere Aktionen durchführen. Dazu gehören zum Beispiel die so genannten Szenarien. Mit Szenarien steuern die Benutzer mehrere Geräte gleichzeitig, was das automatische Erledigen typischer Alltagsaufgaben ermöglicht. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, ein Szenario „Haus verlassen“ zu erzeugen, das die Heizung herunterregelt, die Lichter ausschaltet und den Einbruchsalarm aktiviert. Genauso existiert auch die Option, über ein Szenario wie „Guten Morgen“, automatisiert die Rollläden zu öffnen, das Badezimmer vorzuwärmen, Musik einzuschalten oder auch eine bestimmte Beleuchtung zu aktivieren.

Stehen die Fenster offen, so dreht die Lüftungserkennung auf Wunsch automatisch die Heizungen herunter

Die „Dienste“ bieten den Anwendern im Gegensatz dazu die Möglichkeit, das bereits erwähnte Alarmsystem in Betrieb zu nehmen, über Bewegungsmelder Lampen zu aktivieren und ähnliches. Zu den Diensten gehört auch eine Anwesenheitssimulation, die das Licht im Haus automatisch ein- und ausschaltet und die Rollläden steuern kann. Das Smart Home-System ist somit sehr leistungsfähig, lässt sich unserer Erfahrung nach aber trotzdem recht einfach bedienen.

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