RWE Zukunftshaus gelingt die Energiewende

Projektleiter Andreas Klapdor und Beate Kewitsch vor dem RWE Zukunftshaus
Projektleiter Andreas Klapdor und Beate Kewitsch vor dem RWE Zukunftshaus

RWE Effizienz erreicht ein selbst gestecktes Ziel: Aus einem 60er Jahre Altbau ist ein Plus-Energiehaus geworden. Im Kern ging es darum, den Verbrauch eines bewohnten Einfamilienhauses drastisch zu senken und gleichzeitig mit lokaler Eigenerzeugung einen Energieüberschuss zu erreichen. Zusammen mit rund 30 Partnern aus der Industrie ist der Praxistest gelungen: In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres stand nach Auswertungen der Hochschule Ruhr-West nun ein Plus unter der Energiebilanz des Gebäudes.

Bereits in der ersten Jahreshälfte 2014 war der Energiebezug des RWE Zukunftshauses um 99 Prozent gesenkt worden. Das grundsanierte, neu gedämmte Haus benötigte nur noch 900 kWh anstelle von zuvor 72.000 kWh pro Jahr.

In der zweiten Jahreshälfte konnte dann bereits ein leichter Überschuss von etwa 190 kWh erzeugt werden. Dafür kommen im Zukunftshaus regenerative Energien zum Einsatz: Photovoltaik mit Batteriespeicher für Solarstrom, Solarthermie für die Warmwasserbereitung sowie Erdwärme für Heizung und Kühlung.

„Damit zeigen wir, dass auch im Bestand ein energetischer Standard erreicht werden kann, wie ihn die Energiewende zukünftig von Wohngebäuden fordert“, sagt Dr. Norbert Verweyen, Geschäftsführer bei RWE Effizienz. „Dank der wissenschaftlichen Begleitung und der engen Zusammenarbeit mit den beteiligten Unternehmen ist es gelungen, die neueste Technik zu einem funktionierenden Gesamtsystem zu verknüpfen und das über 50 Jahre alte Haus energetisch zu optimieren.“

Entscheidend für die „Energiewende von unten“ ist, dass Privathaushalten grüne Energie genau dann zur Verfügung steht, wenn sie tatsächlich gebraucht wird. Das Zusammenspiel von Erzeugung, Verteilung, Speicherung und Verbrauch regelt im Zukunftshaus die Haussteuerung RWE SmartHome. Dadurch wird erreicht, dass zum Beispiel der größte Teil des gewonnenen Solarstroms auch direkt im Haus verbraucht wird. Strombezug und Stromrechnung sinken entsprechend.

„Dezentrales Energiemanagement durch vernetzte Haustechnik ist ein wichtiger Baustein für die Energiewende“, sagt Prof. Viktor Grinewitschus vom Institut Energiesysteme und Energiewirtschaft an der Hochschule Ruhr West in Mülheim an der Ruhr. „Denn intelligente Assistenzsysteme ermöglichen die bedarfsgerechte Versorgung, steigern die Effizienz, senken die Energiekosten und erhöhen dabei Wohnkomfort und Sicherheit.“ Der nächste Schritt ist die sinnvolle Einbindung in die öffentliche Infrastruktur: Smart Homes sind die Basis für Smart Cities, in denen erneuerbare Energien effizient genutzt werden. Das bedeutet, dass Wohnhäuser, Bürogebäude und auch Elektroautos ins Energiesystem voll integriert sind.

Weitere Informationen: www.rwe-effizienz.com, www.rwe-mobility.com, www.rwe.de/smarthome und www.energiewelt.de

Schreibe einen Kommentar