Anlaufstelle zur Beratung bei der Wärmeplanung für Kommunen

Momentan ist es geplant, alle Gebäude in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2050 klimaneutral mit Wärme zu versorgen. Die KEA-BW hat deswegen ein neues Kompetenzzentrum namens “Wärmewende” ins Leben gerufen. Dieses unterstützt Kommunen bei der Planung und Realisierung ihrer Wärmeprojekte. Das Kompetenzzentrum vereinigt die Expertise der bereits vorher bestehenden Kompetenzzentren “Kraft-Wärme-Kopplung” und “Wärmenetze”. Darüber hinaus fügt es Beratungsleistungen zur Wärmeplanung auf kommunaler Ebene hinzu. Mit dieser neuen Aufstellung unterstützt die Landesenergieagentur KEA-BW alle Akteure in den Kommunen, Berater, Bürgerinnen und Bürger, Ministerien, Planer, öffentlichen Träger, Verbände und Verwaltungen beim Umsetzen der Wärmewende.

Bis zum Jahr 2050 will Baden-Württemberg seinen Gebäudebestand klimaneutral mit Wärme versorgen. Einen Beitrag dazu wird die Nutzung der Abwärme aus Industrieanlagen leisten. (Foto: Adobe Stock)

„Mit dem neuen Kompetenzzentrum Wärmewende verstärken wir unser Angebot. So können wir neben der Beratung zur Kommunalen Wärmeplanung die stetig steigenden Anfragen von Kommunen und Stadtwerken zur Verknüpfung von Wärme und Strom und zu Wärmenetzen umfassend bedienen“, beschreibt Dr. Max Peters beispielhaft das Beratungsangebot der KEA-BW. Er betont: „Wir wollen ‘die’ Anlaufstelle für die zur Wärmeplanung verpflichteten Kommunen in Baden-Württemberg sein – und darüber hinaus natürlich für alle Kommunen, die Wärmeplanung freiwillig betreiben wollen.“

Der bisherige Leiter des Kompetenzzentrums Kraft-Wärme-Kopplung, Florian Anders, wird Peters‘ Stellvertreter. Helmut Böhnisch, der zwölf Jahre lang als Leiter des Kompetenzzentrums Wärmenetze agierte, tritt in den Ruhestand.

Bis zum Herbst 2020 planen Peters und sein Team, einen Leitfaden für die Kommunale Wärmeplanung zu erstellen. Im Oktober wird voraussichtlich die Novellierung des baden-württembergischen Klimaschutzgesetzes verabschiedet. Die verpflichtende Kommunale Wärmeplanung ist einer von acht Eckpunkten darin. Mit der Novelle des Klimaschutzgesetzes werden die 103 größten Kommunen im Land zur Wärmeleitplanung verpflichtet. Alle anderen der insgesamt 1.100 Städte und Gemeinden sollen Fördermittel für eine Kommunale Wärmeleitplanung beantragen können.

Weitere Informationen: www.kea-bw.de/waermewende