Dekarbonisierung, Elektrifizierung und Argumente für moderne elektrische Prozesserhitzer

Autor/Redakteur: Volker Metzger, Applied Thermal Expert for Europe bei Watlow/gg

Unternehmen in der Öl- und Gasindustrie unternehmen umfangreiche Schritte, um ihre CO2-Bilanz zu reduzieren. Die Gesamtstrategie zur Bekämpfung von CO2-Emissionen beruht nicht nur auf verbesserter Effizienz und Investitionen in alternative Formen der Energiegewinnung, sondern auch auf der Umwandlung zentraler industrieller Prozesse in elektrische Prozesse. Dieser Artikel nimmt die Rolle von Elektroheiztechnologien in der Dekarbonisierungsindustrie unter die Lupe.

Bild: Watlow

Der Trend zur Elektrifizierung

Diverse Unternehmen und Regierungen treffen heute Maßnahmen, um gesetzte Klimaschutzziele zu erreichen, besonders im Hinblick auf die Dekarbonisierung. Laut der “We Mean Business Coalition” sind über 700 Unternehmen weitreichende Klimaschutzverpflichtungen eingegangen, darunter viele große Akteure in der Öl- und Gasindustrie.

Auffallend an der Klimaschutzbewegung ist, dass sie nicht von einem bestimmten Teil der Bevölkerung ausgeht oder auf einem bestimmten internationalen Abkommen beruht. Sollte also ein wichtiger Antrieb für Veränderungen wie zum Beispiel das Pariser Abkommen je aufgelöst werden, würde auch weiterhin ein erheblicher Druck zur Dekarbonisierung bestehen, so dass größere Investitionen in Elektrifizierung und Dekarbonisierung nach wie vor vollkommen gerechtfertigt sind.

Das Pariser Abkommen

Die Veranstaltung, die viele Energieunternehmen dazu veranlasste, Dekarbonisierungsstrategien ernst zu nehmen, war die Pariser Klimakonferenz 2015, die von der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) organisiert wurde. Die Konferenz führte zu einem breiten Konsens in Bezug auf den Klimawandel und dessen Bekämpfung. Die UNFCCC-Parteien einigten sich darauf, dass der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf weniger als zwei Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau gehalten werden muss, um die katastrophalsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden. Die Konferenz mündete im „Pariser Abkommen“, das von allen UNFCCC-Parteien angenommen wurde und das damit das erste rechtlich bindende globale Klimaabkommen dieser Art bildete.

Die Rolle von elektrischen Wärmetauschern

Die Elektrifizierung von industriellen Prozessen ist eine der wichtigsten strategischen Säulen für die Bewältigung von Problemen im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Viele Branchen verwenden Gasheizgeräte, aber man kann eine allmähliche Umstellung auf große elektrische Wärmetauscher feststellen. Eine der Herausforderungen bei dieser Veränderung liegt darin, dass elektrische Heizgeräte einerseits in der Lage sein müssen, die hohen Anforderungen dieser Prozesse in Bezug auf Leistung und Stromstärke zu erfüllen, während sie andererseits kontrollierbar bleiben.

Die genaue Steuerung eines Heizgeräts ist erforderlich, um zu gewährleisten, dass Prozesse sicher durchgeführt werden können. Bei elektrischen Wärmetauschern und elektrischen Prozessheizungen wurden in den letzten zehn Jahren zahlreiche Innovationen und Verbesserungen entwickelt, wie zum Beispiel eine verbesserte Strömungsdynamik, die Continuous Helical Flow Technology und höhere Wattdichten, die zu Heizgeräten mit geringerer Stellfläche, weniger Verschmutzung und verbesserter Sicherheit beitragen.