Was hat gute Raumluftqualität mit Gesundheit zu tun?

Autor/Redakteur: Bernhard Schöner, Leiter Corporate Communication bei der Daikin Airconditioning Germany GmbH/gg

Die Qualität der Innenraumluft trägt maßgeblich zur Gesundheit der Menschen bei. Durch die Corona-Pandemie gewinnt dieser Zusammenhang zunehmend an Bedeutung. Doch noch immer werden Vor- und Nachteile sowie Nutzen und Relevanz von Klima- und Lüftungsanlagen oder Luftreinigern kontrovers und wenig zielführend diskutiert. Die Branche ist mit Technologien und Know-how bestens aufgestellt. Was kann ihr Beitrag im Diskurs sein?

Bild: Daikin

Du bist, was du atmest: Raumluftqualität bedeutet mehr als virenfreie Luft

Die moderne Klima-, Kälte-, Lüftungs- und Heiztechnik bietet Lösungen für ein bestmögliches Raumluftklima. In manchen Fällen ist diese unverzichtbar: in kulturellen Stätten wie Theatern oder Museen oder in medizinischen Einrichtungen. Und auch der Großteil aller neuen Bürogebäude wird mit raumlufttechnischen Anlagen ausgestattet.

Denn: Eine saubere, wohltemperierte und befeuchtete Luft ist für Menschen jeden Alters gesundheitsfördernd. Wir atmen pro Tag circa 22.000 Mal, den Großteil davon in geschlossenen Räumen. Je nach Aktivität braucht jeder Mensch ca. 30 m³ frische Luft pro Stunde. Im Gegenzug werden verbrauchter Sauerstoff und CO2, Feuchtigkeit und Gerüche an die Innenluft abgegeben. Dazu kommen Emissionen aus Möbeln, Teppichen, Haushaltschemikalien oder Hausstaub. Wird keine Frischluft zugeführt, wird die Raumluft nach einer gewissen Zeit als „miefig“ wahrgenommen. Ursache dafür sind der Anstieg der Feuchtigkeit und des CO2-Gehalts im Innenraum. Beides hat Auswirkungen auf die Gesundheit: Ein zu hoher CO2-Gehalt in der Raumluft führt beispielsweise zu Kopfschmerzen, Leistungsabfall oder Konzentrationsschwäche. Mit einem hohen CO2-Gehalt steigt auch die Anzahl an Aerosolen und Keimen. Das ist der Grund, warum zur Senkung des SARS-CoV-2 Übertragungsrisikos zusätzlich zur aktiven Fensterlüftung der Einsatz eines CO2-Messgeräts empfohlen wird. Je trockener und damit staubbelasteter die Atemluft, desto mehr stellt sie den menschlichen Organismus vor Herausforderungen: Die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten steigt und Schleimhäute können geschädigt werden.

Moderne Klima- und Lüftungstechnik ist in der Lage, diese Werte auf einem optimalen Niveau zu halten und für eine gute Raumluftqualität zu sorgen. Dennoch herrscht teilweise noch Verwirrung und Verunsicherung vor.

Es beginnt leider schon damit, dass Fachtermini teilweise falsch genutzt wurden. Beispielweise wurde oft von Filtern gesprochen oder geschrieben – das sind jedoch lediglich Bestandteile von Luftreinigern und Lüftungsanlagen und eben keine eigenständigen Geräte. Wurden zunächst lediglich nur raumlufttechnische Anlagen gefördert, kam erst im Juli 2021 eine Förderung von mobilen Luftreinigern ins Spiel – wobei letztere kurzfristig und kostengünstig aufgestellt werden können, also besser als Zwischenlösung funktionieren. Hinzu kommt, dass die Fördersummen nicht in Relation zu theoretisch notwendigen Investitionssummen stehen, sondern zu gering ausfallen.