Herbstbeginn – mit diesen Tipps heizen Sie richtig und sparen dabei bares Geld

Richtig heizen

Die abnehmenden Außentemperaturen läuten den Beginn der herbstlichen Heizperiode ein. Viele Verbraucher drehen zurzeit fröstelnd ihre Heizungen auf, oftmals auf höchster Stufe und in jedem Raum, um eine konstante und gleichbleibende Wärme in der gesamten Wohnung zu haben. Dies ist jedoch keinesfalls ratsam. Zum einen benötigen einzelne Räume je nach Nutzung unterschiedliche Temperaturen für das körperliche Wohlbefinden, zum anderen macht die Heizenergie über 70 Prozent des privaten Energiebedarfs aus. Hier lohnt es sich also zu sparen. Das Berliner Vergleichsportal TopTarif klärt auf, wie Verbraucher richtig heizen und wie sich damit noch Geld sparen lässt.

Nicht jeder Raum muss gleich stark beheizt werden. Die ideale Raumtemperatur beträgt 20 Grad, wobei sich die Temperatur nach der jeweiligen Nutzung des Raumes richtet. Tagsüber, wenn sich niemand in der Wohnung aufhält, kann die Heiztemperatur auch auf 16 Grad reduziert werden. Schlafzimmer und Flur benötigen eine durchschnittliche Temperatur zwischen 16 und 18 Grad. Zum einen werden beide Räume nur zeitlich begrenzt genutzt, zum anderen ist der Schlaf bei höheren Temperaturen nicht gesundheitsfördernd. Küche und Wohnzimmer sollten auf eine Temperatur zwischen 18 und 20 Grad beheizt werden, wohingegen Badezimmer und Kinderzimmer eine höhere Temperatur benötigen. Im Badezimmer sollte man darauf achten, dass die Temperatur zwischen 22 und 24 Grad liegt, im Kinderzimmer sollte sie zwischen 20 und 22 Grad betragen (Grafik).

Statt die gesamte Wohnung also auf Maximaltemperatur zu heizen, lohnt es sich, die richtige Raumtemperatur einzuhalten. Jedes Grad weniger senkt die Heizkosten nämlich um bis zu sechs Prozent. Wer beispielsweise von 23 auf 18 Grad runter dreht, spart demnach rund 30 Prozent. Wichtig jedoch ist es, dass trotz Einsparpotential die Wohnung in den kälteren Monaten immer ausreichend beheizt wird. Unter 16 Grad Raumtemperatur kommt es ansonsten zur Kondensation von Feuchtigkeit, Schimmel ist die Folge.

Zur Vermeidung von Feuchtigskeitsentwicklung und Schimmelbildung in der Wohnung ist neben der Heiztemperatur auch die richtige Belüftung notwendig. Verbraucher sollten in den Wintermonaten mindestens zweimal täglich fünf Minuten stoßlüften, wobei alle Fenster und Zimmertüren weit geöffnet werden sollten, so dass die vorhandene Feuchtigkeit entweichen kann. Generell gilt: Je niedriger die Zimmertemperatur, desto häufiger muss gelüftet werden, denn kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen.

Zudem sollten Verbraucher in den Wintermonaten vermeiden, das Fenster über mehrere Stunden auf Kipp stehen zu lassen. Durch den nicht vorhandenen Zug findet kein Luftaustausch statt, was wiederum die Schimmelbildung fördern kann. Zudem kühlen Wände und Möbel durch Dauerkipp stark aus, was die Heizkosten zusätzlich in die Höhe treibt.

Verbraucher, die programmierbare Thermostate oder Smart Home Systeme nutzen, müssen sich nicht um die richtige Einstellung kümmern, da diese automatisch die richtige Temperatur einstellen. Zudem wird während der Abwesenheit Energie gespart, da in dieser Zeit nicht beziehungsweise nur wenig geheizt wird. Ist man zu Hause, erfolgt über die automatische Regulierung die Einstellung der richtigen Temperatur und man hat es mollig warm.

Für alle anderen gängigen Thermostatventile gilt: Der Raum wird nicht schneller warm, wenn der Regler auf Stufe fünf gedreht wird. Man erreicht hierbei nur, dass sich der Raum auf eine höhere Temperatur aufheizt, was wiederum höhere Heizkosten zur Folge hat. Für eine gleichmäßige und angenehme Raumtemperatur, die die Heizkosten nicht in die Höhe treiben, reicht Stufe drei bei den gängigen Ventilen. Dies entspricht einer Raumtemperatur von 21 Grad.

Das größte Einsparpotenzial haben Verbraucher bei einem Anbieterwechsel. Der Wechsel vom Grundversorger in den günstigsten verfügbaren Tarif (ohne Vorauskasse) spart durchschnittlich 460 Euro. Zum Vergleich: Der jährliche Gaspreis bei einem örtlichen Grundversorger beträgt im Schnitt 1.503 Euro, bei einem günstigen Anbieter zahlt man hingegen lediglich 1.043 Euro. Pro PLZ-Gebiet können Verbraucher im Schnitt zwischen 91 Anbietern wählen. Bei der Wahl des Anbieters sollte man auf kurze Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen, keine Vorauskasse sowie möglichst lange Preisgarantien achten.

Weitere Informationen: www.toptarif.de

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