Fünf Fragen, die beim Planen einer Wohnraumlüftung wichtig sind

Viele halten den Gedanken für verlockend, nicht mehr regelmäßig lüften zu müssen und gleichzeitig Kosten und Energie zu sparen. Das ist beim Einsatz einer kontrollierten Wohnraumlüftung möglich. In diesem Beitrag beantwortet Kermi die zentralen Fragen, die im Zusammenhang mit dem Einbau und der Funktion einer solchen Lüftung von Bedeutung sind.

Eine kontrollierte Wohnraumlüftung bietet viel Komfort und spart Energie. Dezentrale Lüftungsgeräte werden direkt in der Außenwand der jeweiligen Räume installiert. (Bild: Kermi)

Warum ist das Lüften eigentlich heute so wichtig wie nie?

Je besser die Gebäude gedämmt sind, desto weniger kann feuchte oder verbrauchte Luft entweichen. Neubauten haben heute beispielsweise eine rundum dichte, luftundurchlässige Gebäudehülle. Altbauten wiederum werden im Rahmen von energieeffizienten Sanierungen nachgedämmt. Das bedeutet auch: Feuchtigkeit, wie sie beim Duschen und Kochen entsteht, bleibt in den Räumen und kann sich an kühleren Bauteilen niederschlagen. Deshalb heißt es für Gesundheit und Bautenschutz: Richtig lüften, damit sich kein Schimmel in den Wohnräumen bildet. 

Wie kann eine Wohnraumlüftung helfen und wie funktioniert sie?

Der Hauptzweck einer dichten Gebäudehülle ist es, die Heizenergie im Haus zu halten. Zum Lüften geöffnete Fenster passen nicht in dieses Konzept, weil man durch sie sprichwörtlich „zum Fenster hinaus heizt“. Ein Thema, das sich durch den Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung wie x-well von Kermi erübrigt. Diese sorgt automatisch und rund um die Uhr dafür, dass die verbrauchte Luft ebenso wie die Feuchtigkeit mit Hilfe von Ventilatoren über Luftkanäle nach draußen abtransportiert wird. Im Gegenzug fließt Frischluft, die bereits angenehm temperiert wird, von außen nach. Dank der eingebauten Filter bleiben zudem Pollen, Feinstaub und Schadstoffe draußen – und sie schützen auch vor Viren und Bakterien.

Schimmel ade: Ein zentrales Lüftungsgerät im Keller oder Hauswirtschaftsraum sorgt für einen kontrollierten Luftaustausch im gesamten Haus (Bild: Kermi)

Was hat eine Wohnraumlüftung mit Energiesparen zu tun?

Der Luftaustausch mit der kontrollierten Wohnraumlüftung erfolgt ohne Wärmeverluste oder unangenehme Zuglufterscheinungen. Der Grund: In den Lüftungsgeräten befindet sich ein Wärmetauscher, der die Frischluft vor ihrem Eintritt in die Räume auf Temperatur bringt – und zwar mit genau der Wärme, die der Abluft entzogen wird, bevor sie das Haus verlässt. Dieses hocheffiziente Prinzip heißt Wärmerückgewinnung. Die x-well Wohnraumlüftungen übertragen auf diese Weise bis zu 90 Prozent der Wärme aus der Abluft auf die Zuluft. So geht die wertvolle Heizungswärme nicht verloren, die Räume kühlen nicht aus. Übrigens:  Für den KfW-Effizienzstandard 40 Plus sind Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sogar vorgeschrieben.

Wie wird eine Wohnraumlüftung eingebaut?

Der Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung ist viel einfacher, als manche befürchten. Das Angebot an zentralen wie auch dezentralen Geräten eröffnet viele Optionen. Die notwendigen Lüftungsrohre für ein zentrales System werden beim Neubau schon in den Bauplänen berücksichtigt und im Zuge des Rohbaus in den Estrich oder den Beton verlegt. Das zentrale Lüftungsgerät, mit dem die Rohre verbunden sind, findet im Keller oder auf dem Dachboden Platz. Bei der dezentralen Variante benötigt man keine Verrohrung, denn die Lüftungsgeräte werden raumweise mit speziellen Montagesteinen direkt in der Außenwand installiert. Welches System für die individuellen Anforderungen und baulichen Bedingungen am besten geeignet ist, sollte immer ein Fachmann vor Ort beurteilen. 

Im Neubau oder im Bestand: Das kompakte, leise Lüftungsgerät x-well F130 kann platzsparend installiert werden – bei der Renovierung beispielsweise untergebracht in einer abgehängten Decke (Bild: Kermi)

Lässt sich eine Wohnraumlüftung auch in Bestandsgebäuden einbauen? 

In aller Regel ist die Nachrüstung kein Problem. Bei der dezentralen Variante werden die Geräte mittels Kernbohrung in den Wänden der jeweiligen Räume platziert. Aber auch eine zentrale Wohnraumlüftung kann in Bestandsgebäuden eingebaut werden. Die Lüftungsrohre lassen sich beispielsweise in einer abgehängten Decke unterbringen. Dort kann auch das Lüftungsgerät versteckt werden, wenn im Keller oder Hauswirtschaftsraum kein Platz dafür ist. Speziell für solche beengten Platzverhältnisse gibt es besonders kompakte Lüftungsgeräte wie x-well F130. Diese passen zum Beispiel auch in eine Vorwandinstallation oder einen Küchenschrank.

Extra-Tipp: Mit Beschluss vom 26. März 2020 ist eine Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung im Rahmen des Klimaschutzpakets gemäß BAFA förderfähig. Voraussetzung ist der kombinierte Betrieb mit einer Wärmepumpe. Dies macht Kermi für seine x-well Wohnraumüftung durch intelligente Regelungstechnik, wie beispielsweise den x40 Regler der x-change dynamic Wärmepumpen, möglich. Für Heizung und Lüftung können somit aktuell sehr attraktive Zuschüsse beantragt werden – bis zu 45 Prozent der Investition werden akutell vom Staat übernommen.

Das Wichtigste zur Wohnraumlüftung ist hier im Video zusammengefasst: