Produkt des Monats: Das Homematic-IP-Starter-Set “Rauchwarnmelder” – Einstiegspaket in den Brandschutz

Dr. Götz Güttich

Das “Homematic IP Starter Set Raumklima” von eQ-3 umfasst neben drei smarten Rauchmeldern mit integrierten Sirenen auch einen Access Point vom Typ “HAMIP-HAP”. Dieser bindet die Rauchmelder ans Internet an und macht sie so für die Steuerung via App oder digitalen Assistenten verfügbar. Da der Access Point mit allen Homematic-IP-kompatiblen Komponenten kommunizieren kann, lässt sich das Rauchwarnmelder-Set jederzeit zu einem umfassenden Smart-Home-System erweitern. Wir haben die Lösung im Testlabor unter die Lupe genommen.

Bild: eQ-3

Vor einigen Monaten war bei uns bereits das “Homematic IP Starter Set Raumklima” im Einsatz. Wir fanden es recht durchdacht und nützlich. Grund genug, sich nun einmal näher mit der Rauchwarnmelder-Variante der eQ-3-Starter-Sets zu befassen. Wurden die Warnmelder, die nach dem optischen Streulichtprinzip arbeiten, mit dem Access Point verbunden, so lösen sie alle gleichzeitig einen Alarm aus, wenn einer von ihnen Rauch erkennt. Auf diese Weise werden die Anwender auch dann informiert, wenn sie sich nicht in der Nähe des Feuers befinden. Ein weiterer Alarm wird zusätzlich via Internet in der Homematic-IP-App generiert. Maximal können 40 Rauchmelder auf diese Weise kommunizieren. Diese Vernetzung der Geräte untereinander bleibt auch dann aktiv, wenn die Verbindung zum Access Point oder zum Internet ausfallen sollte.

Die Rauchwarnmelder arbeiten mit einer fest integrierten Batterie, die nach Herstellerangaben zehn Jahre hält und sind somit wartungsfrei. Nach zehn Jahren müssen die Geräte gegen neue Warnmelder ausgetauscht werden. Das liegt übrigens nicht nur an der Batterie, sondern auch daran, dass Staubablagerungen in der Detektionskammer diese nach zehn Jahren so stark beeinträchtigen, dass Rauch nicht mehr zuverlässig erkannt wird. Deswegen enthält die DIN 14676 die Vorschrift, Rauchmelder nach zehn Jahren zu ersetzen.

Das Anlernen der Warnmelder mit der Gerätenummer (Screenshot: DeinEnergieportal)

Damit die Anwohner auch bei Stromausfall nicht die Orientierung verlieren, aktivieren die Rauchmelder im Alarmfall eine integrierte LED-Notbeleuchtung. Darüber hinaus wurden die Geräte nach dem “Q-Label”-Testsiegel des KRIWAN-Testzentrums zertifiziert. Das bedeutet, sie wurden fehlalarmsicher konstruiert, sind sehr stabil und resistent gegen Schäden aufgrund von Korrosion, elektromagnetische Strahlung, Temperaturschwankungen und feuchtes Raumklima. Außerdem erfolgt ihre Produktion nach hohen Fertigungsstandards.

Damit es zu keinen Überscheidungen mit anderen Funkdiensten im 868-MHz-Band kommt, verwendet das System individuelle Funkadressen. Das soll Fehlalarme verhindern, die durch andere Sender im gleichen Frequenzbereich ausgelöst werden könnten.

Der Warnmelder verbindet sich selbstständig mit dem Access Point (Screenshot: DeinEnergieportal)

Die Warnmelder sind dazu gedacht, Räume mit bis zu 60 Quadratmetern zu überwachen. Die maximale Raumhöhe darf sechs Meter betragen.

Die Inbetriebnahme des Access Points

Wenn man den Access Point mittels eines RJ-45-Kabels mit dem lokalen Netz verbindet und hochfährt, kann man ihn anschließend mit Hilfe der Homematic-IP-App, die für Android und iOS zur Verfügung steht, in Betrieb nehmen. Dazu genügt es, den QR-Code des Access Points zu scannen. Danach muss der Anwender abwarten, bis das Licht des Access Points blau leuchtet. Wenn das der Fall ist, hat sich der Access Point bereits bei dem Homematic-IP-Server im Internet angemeldet.

Im nächsten Schritt müssen die Nutzer den Knopf auf dem Access Point drücken, um zu bestätigen, dass sie das Produkt in Betrieb nehmen wollen. Danach kann der Access Point bereits verwendet werden. Positiv fällt hier auf, dass man bei der Nutzung von Homematic IP – anders als bei vielen Konkurrenzprodukten – kein Benutzerkonto beim Hersteller braucht.