Endgültig vorbei: die Zeit der Fossilen

In neuen Gebäuden sind Wärmepumpen schon seit 2018 das meistinstallierte Heizsystem. Jetzt setzen sie sich auch in der Sanierung durch. Der Hersteller alpha innotec stattet inzwischen sogar mit großem Erfolg Gebäude aus den 1960er-Jahren sowie denkmalgeschützte Häuser mit Wärmepumpen aus. Neben der effizienteren Heizung hilft auch eine leistungsfähige Dämmung dabei, ältere Gebäude energetisch auf den aktuellen Stand zu bringen.

Bild: alpha innotec

Mehr als zwei Drittel ihrer gesamten Energie verbrauchen Privathaushalte in Deutschland, um ihre Räume zu heizen und Warmwasser zu bereiten. So die offizielle Zahl des Umweltbundesamtes.

Damit ist klar: Nirgends können Privatverbraucher mehr Energie und Geld sparen als mit der richtigen Heizung. Dies umso mehr, als der Staat den Einbau moderner Heizsysteme großzügig bezuschusst. Schließlich sind sie der größte Hebel, um die Umwelt zu schonen und unser Klima nachhaltig vor weiterem Schaden zu bewahren.

Energie sparen – Geld sparen – Umwelt schonen

Dass das am besten mit einer Wärmepumpe gelingt, liegt an ihrem Funktionsprinzip. Das entspricht dem eines Kühlschranks – nur umgekehrt: Der Kühlschrank entzieht seinem Innenraum Wärme, die er an die Umgebung abgibt. Die Wärmepumpe macht im Prinzip das Gleiche: Sie entzieht der Umwelt Wärme und gibt sie, um ein Vielfaches verstärkt, an die zu beheizenden Räume ab.

Auf diese Weise macht sie aus einer Kilowattstunde Strom vier bis fünf Kilowattstunden Heizungswärme. Den größten Teil ihrer Energie holt sie dafür, je nach Gerätetyp, entweder aus der Luft, aus dem Grundwasser oder aus dem Erdreich. Kostenfrei und ohne jeglichen CO2-Ausstoß. Das kann kein anderes Heizsystem.

Hinzu kommt: Schon heute wird der in Deutschland verbrauchte Strom zu mehr als 50 Prozent aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Tendenz steigend. Damit wird eine Wärmepumpe sozusagen automatisch immer umweltfreundlicher.

Die Lösung: Dämmen und effizienter heizen

Wer ein älteres Gebäude energetisch ertüchtigen will, wie es im Fachjargon heißt, hat im Wesentlichen drei Stellschrauben, um seinen Energieverbrauch zu senken:

  • Außenwände und Dach durch stärkere Dämmung besser gegen Wärmeverlust schützen.
  • Neue, besser gedämmte Fenster einsetzen.
  • Die bestehende Heizung durch eine ersetzen, die mit weniger Energie mehr Wärme produziert.

Eine stärkere Dämmung der Außenwände des Gebäudes erfordert in aller Regel einen vergleichsweise hohen finanziellen und handwerklichen Aufwand. In der Sanierungspraxis setzt sich daher häufig durch, dass lediglich die Fenster erneuert, das Dach besser gedämmt und eine Wärmepumpe eingebaut wird. Das genügt oft, um die angestrebte Energieeffizienz zu erreichen. Und: Das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen ist meist günstiger als bei einer Volldämmung der Außenwände.

Umweltfreundlicher geht nicht

Warum Wärmepumpe? Ganz einfach: Nach den Erkenntnissen der Experten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg ist die Wärmepumpe allen anderen Heiztechnologien weit überlegen, wenn es um Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit geht. Eine Einschätzung, die von der gesamten Fachwelt geteilt wird.

Deshalb ist es mit einer modernen Wärmepumpe ein Leichtes,

  • den strengen Vorschriften für die energetischen Eigenschaften eines Gebäudes gerecht zu werden,
  • staatliche Fördermittel zu bekommen,
  • sparsam und umweltfreundlich zu heizen.

Geht auch mit klassischen Heizkörpern

Die meist gestellte Frage beim Einsatz einer Wärmepumpe in älteren Gebäuden ist: Kann ich damit auch meine bestehenden Heizkörper bedienen oder brauche ich eine Fußbodenheizung?

Bild: alpha innotec

Die Antwort: Moderne Wärmepumpen lassen sich auch mit herkömmlichen Heizkörpern, sogenannten Radiatoren, kombinieren. Der Einbau einer Fußbodenheizung ist nicht erforderlich.

Dass diese Frage immer wieder gestellt wird, liegt an der sogenannten Vorlauftemperatur. Das ist die Temperatur, mit der das Wasser aus der Heizanlage kommt und in die Heizung fließt.

In ihren Anfangsjahren waren die meisten Wärmepumpen noch nicht in der Lage, Vorlauftemperaturen deutlich über 40 Grad Celsius zu liefern, wie sie für Wandheizkörper benötigt werden. Für Fußbodenheizungen aber reichen Vorlauftemperaturen zwischen 30 und 40 Grad Celsius aus. Deshalb wurde die Wärmepumpe früher fast ausschließlich mit Fußbodenheizungen kombiniert.

Der Fortschritt: Vorlauftemperatur bis zu 70 Grad

Durch den technischen Fortschritt allerdings hat sich das längst geändert: Heute sind nahezu alle Wärmepumpen wie die von alpha innotec darauf ausgelegt, Vorlauftemperaturen bis zu 65 Grad Celsius zu liefern. Damit lassen sich praktisch alle Heizkörper mit ausreichender Vorlauftemperatur bedienen.

Für besonders hohen Wärmebedarf hat alpha innotec mit der alira LWD(V) ein Modell im Programm, das sogar bis zu 70 Grad Celsius liefern kann.

Generell gilt: Je größer die Fläche eines Heizkörpers, desto besser seine Wärmewirkung. Wer zum Beispiel sehr alte und wenig leistungsfähige Heizkörper hat, kann sie durch moderne Radiatoren ersetzen, gegebenenfalls sogar mit Gebläse-Unterstützung. Letztere sind in der Lage, einen Raum selbst bei niedrigen Vorlauftemperaturen bis 40 Grad Celsius gut zu beheizen.