Als der Badheizkörper in Form kam…

Anfang der 1980er Jahre waren die ersten Badheizkörper noch relativ einfach gestaltet und vorwiegend auf ihre Funktionalität reduziert. Trotz erster Gestaltungsversuche waren die Heizkörper auch im Bad doch eher auf ihren primären Zweck ausgerichtet – einer bestmöglichen Erwärmung des Raums. Die Optik spielte dabei eher eine nebensächliche Rolle. In den 1990er Jahre sollte der Heizkörpermarkt jedoch einen Badheizkörper kennenlernen, wie man ihn bis dato noch nie gesehen hatte. Dieser Heizkörper war der Form einer Yucca-Palme nachempfunden und trug beziehungsweise trägt bis heute den entsprechenden Namen: Zehnder Yucca. Diese geradezu revolutionäre neue Gestaltungsform war jedoch nicht nur ästhetisch, sondern zugleich auch funktional gedacht. Denn die Enden der Horizontalrohre des Heizkörpers lagen frei, wodurch die Handtücher deutlich bequemer aufgehängt und vorgewärmt werden können als bei herkömmlichen Badheizkörpern mit beidseitig in Sammelrohre eingefassten Horizontalrohren. Erstmals erhielt ein Badheizkörper damit eine komplett neue Form mit zugleich effizienter, praktischer Funktion. Dieser beeindruckende Design-Heizkörper für das Bad aus dem Hause Zehnder entwickelte sich im Laufe der Jahre zur Vorlage für viele andere Heizkörper-Hersteller, so dass sich heute mindestens ein ähnliches Modell bei den meisten Anbietern im Produktprogramm wiederfindet.

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