Erfolgreich Kosten mit der Sonne sparen

Autor/Redakteur: Stephan Wild/gg

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Wie tausende Hausbesitzer vor ihnen entschied sich auch Familie Karpf aus Kirchseeon in Oberbayern im Jahr 2012 dafür, eine Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Hausdach zu installieren. Der selbstständige IT- und Marketing-Experte Achim Karpf und seine Frau Gabriele verfolgten dabei unter anderem das Ziel, die Kosten für den eigenen Strombezug langfristig zu reduzieren. Mit zirka 30.000 kWh Stromverbrauch pro Jahr liegt die vierköpfige Familie deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Verantwortlich für diesen Wert ist insbesondere das im Keller installierte IT-Rechenzentrum, das aus leistungsstarken und daher recht stromintensiven IT-Servern und Speichern besteht. „Neben den haushaltsüblichen Stromverbrauchern ist das Rechenzentrum hauptverantwortlich für den relativ hohen Energiebedarf. Ich bin im Bereich IT und Marketing tätig, das Rechenzentrum benötige ich auch für Tests von IT-Systemen. Neben Server und Speicher ist auch die Klimaanlage sehr stromhungrig. Aber ich kann auf diese Systeme nicht verzichten“, erklärt Achim Karpf. „Bei den augenblicklichen Preisen für die Kilowattstunde Strom von etwa 20 bis 22 Eurocent für Privathaushalte fallen so um die 6.000 bis 6.500 Euro Kosten jährlich an.“ Um diese Ausgaben dauerhaft zu senken prüften die Karpfs im Frühjahr 2012 intensiv die Möglichkeiten, um eine eigene Photovoltaik-Anlage zu installieren.

Nach einer umfangreichen Recherche bei Herstellern und in der Fachpresse entschied sich die Familie Angebote von unterschiedlichen Komplettanbietern für Photovoltaik-Anlagen einzuholen und sich nochmal persönlich beraten zu lassen. Letztlich entschieden sich Achim und Gabriele Karpf für die Firma Zeo Solar GmbH aus Waldkraiburg; diese überzeugte nicht nur durch das schlüssige Anlagenkonzept und die qualitativ hochwertigen Komponenten, sondern zeigte auch an Hand einer Wirtschaftlichkeitsberechnung, wie sich die Investition unter den gegebenen Bedingungen des Erneuerbaren Energien Gesetzes rechnen würde.

Anlage rechnet sich schon vom ersten Tag an

Bei einem Blick auf die wirtschaftliche Seite zeigte sich: Die PV-Anlage rechnet sich vom ersten Tag. Den durch die Anlage produzierten Strom verbrauchen zum einen die Karpfs und der Unterhalt des Rechenzentrums, und zum anderen wird ein Teil ins Netz des regionalen Energieversorgungsunternehmens eingespeist. Schon während der Bedienung des Kapitaldienstes spart die Familie auf diese Weise einen mittleren vierstelligen Eurobetrag an Energiekosten. Diese Ersparnis und der Verdienst durch den Verkauf des übrigen Stroms fließen in die Finanzierung der Photovoltaik-Anlage. Das bedeutet, die Investition in das Sonnenkraftwerk wird sich bereits nach zehn bis elf Jahren amortisieren. Danach verbleibt der Erlös durch den Betrieb der Anlage nach Abzug der Betriebskosten bei den Karpfs.

„Wir sind davon überzeugt, dass die Photovoltaik hinsichtlich der Gestaltung unserer Energielandschaft von elementarer Bedeutung ist. Das liegt auch daran, dass sich diese vor allem für Privatanwender sowie Gewerbetreibende mit mittleren bis hohen Stromverbräuchen rechnet“, erläutert Oscar Zeck, Geschäftsführer von Zeo Solar. Damit eine Anlage jedoch das wirtschaftliche Optimum erreicht, müssen unter anderem die richtigen Bestandteile ausgewählt werden. „Wir agieren unabhängig von den Komponenten-Herstellern und planen die Anlagen individuell auf Grundlage der Bedingungen vor Ort“, erklärt Zeck. Die Ausrichtung der beiden belegten Dächer bei Familie Karpf ist Süd-Ost und Nord-West mit Neigungen von 30 beziehungsweise 45 Grad. Zeck prüfte die Dachseiten vor der Installation der PV-Module auf die Tragfähigkeit – eine richtige Entscheidung: Nach einigen Sanierungsarbeiten war die langfristige Montagesicherheit der Module gewährleistet.