Mit Silikon gegen Schimmel

Von Zeit zu Zeit ist es erforderlich, die Fugen an Fenstern, in Bädern und in Küchen neu abzudichten, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein, beispielsweise Schimmelbefall oder auch einfache Abnutzung. Als Dichtungsstoff beim Neuabdichten der Fugen kommt häufig Silikon zum Einsatz. Hier müssen die Anwender aber auf die Auswahl der richtigen Produkte achten, um zuhause sowohl die Umwelt, als auch die Gesundheit zu schützen. Dabei helfen diverse Ökolabel, wie etwa das “EMICODE-EC-1”-Siegel.

m das Eindringen von Wasser in Übergänge, Ecken und Ränder im Bad zu verhindern, werden vorhandene Fugen mit Silikon gefüllt. Mit einer Kartuschenpistole aufgetragen, schützt der glänzende Dichtstoff dank pilzhemmender Stoffe vor Schimmelbefall im feucht-warmen Klima in Badezimmern und Küchen. Um die Belastung durch das Silikon möglichst gering und für die Gesundheit unbedenklich zu halten, empfiehlt es sich, Produkte mit dem EMICODE-Siegel anzuwenden. (Foto: ©Anton Mikhmel/123rf.com/GEV)

Silikonfugen dichten gerade im Bad Materialübergange sowie Ecken und Ränder ab, finden sich aber auch im Küchenbereich oder an den Fenstern. Eben dort, wo das Eindringen von Wasser und Kälte zu verhindern ist. Dort erhält es den Vorzug gegenüber Acrylfugen, die zwar ebenfalls Übergänge verdichten und überstreichbar sind, aber weniger elastisch und nicht wasserfest wie das glänzende Silikon. Jene Eigenschaften machen Silikon zur ersten Wahl, wenn es um das Verschließen von Dehnungs-, Rand-, Eck- und Anschlussfugen in Badezimmern und Küchen geht.

Dort spielt auch Schimmel aufgrund des feucht-warmen Klimas immer eine Rolle. Sanitärsilikon verfügt daher über Stoffe gegen einen entsprechenden Befall von Schimmelsporen, so genannte pilzhemmende Fungizide. Diese bieten eine Zeit lang Schutz vor dem Schimmel, verlieren nach und nach jedoch ihre Wirkung. Auch muss ihr Anteil gering sein, um die Gesundheit der Bewohner nicht zu beeinträchtigen und seine Wirkung auf die Silikon-Fuge zu beschränken. Auf der sicheren Seite ist, wer auf emissionsarmes Silikon setzt, erkennbar an verschiedenen Öko-Auszeichnungen wie dem EMICODE-Siegel. Das prüft und zertifiziert seit 20 Jahren weltweit Produkte auf ihre Emissionen. Besonders strenge Auflagen stellen sicher, dass nur emissionsärmste Silikon-Produkte, die dem Qualitätsstandard gerecht werden, das EC1-Siegel tragen dürfen und unbedenklich sind. Wer solche Baustoffe nutzt, hält die Belastung für die Gesundheit und die Umwelt gering.

Zum Verdichten der Fugen greifen Heimwerker am besten auf eine Kartuschenpistole zurück, die das Silikon in die Materialübergänge presst. Wer alte und poröse Silikonfugen ersetzt, sollte sicherstellen, alle Rückstände zu entfernen, ehe das neue Silikon aufgetragen wird. Nach dem Einspritzen wird das Material dann glatt gezogen und alles, was überschüssig ist, entfernt. Wer entsprechendes Glättmaterial als Trennmittel benutzt, vermeidet, dass Silikon am Werkzeug oder Finger kleben bleibt und der Fugenverschluss unschön ausfällt. Da schlechte Fugenarbeiten schnell von Schimmel befallen sind, sollte notfalls ein Handwerker hinzugezogen werden, statt in Eigenregie die Arbeiten durchzuführen. Dann haben Bewohner länger etwas von ihren Fugen.

Um die Entstehung von Schimmel danach zu vermeiden, wird geraten, nach dem Bad oder der Dusche stets die Fugen mit klarem Wasser zu waschen und zu trocknen. Auch sollte regelmäßig gelüftet werden, um durch die Luftfeuchtigkeit dem Pilzbefall keinen Nährboden zu bieten.

Weitere Informationen: www.emicode.com