Bosch Building Technologies: Vernetzte Brandfrüherkennung für die Feuerwehr Buchen
Die Freiwillige Feuerwehr Buchen im Neckar-Odenwald-Kreis setzt auf eine vernetzte Lösung von Bosch Building Technologies zur frühzeitigen Branddetektion. In der Feuerwache kombiniert die Stadt eine Brandwarnanlage mit videobasierter Brandfrüherkennung, während mobile Rauchmelder die 13 Einsatzfahrzeuge überwachen. Ein Alarmserver bündelt die Informationen der verschiedenen Systeme und leitet im Ereignisfall automatisch Meldungen weiter. Ergänzend sind 30 Sensoren zur Waldbrandfrüherkennung in einem nahe gelegenen Waldgebiet in das System eingebunden. Die Lösung soll Brände möglichst früh erkennen und dadurch Zeit für Gegenmaßnahmen gewinnen.

Brandfrüherkennung in der Feuerwache
Da die Wachen freiwilliger Feuerwehren nicht durchgehend besetzt sind, hat sich die Stadt Buchen für eine Brandwarnanlage entschieden, die Alarme unmittelbar an die Bosch Notruf- und Serviceleitstelle weiterleitet. In der Fahrzeughalle wird das System durch die videobasierte Brandfrüherkennung Aviotec ergänzt. Die Lösung ist nach Angaben von Bosch für den Einsatz in Bereichen mit hohen Decken und halboffenen Strukturen geeignet und soll Entstehungsbrände innerhalb weniger Sekunden erkennen können. Zusätzlich stellt das System ein Live-Bild des überwachten Bereichs bereit.
Eine besondere Herausforderung stellen die Einsatzfahrzeuge dar, die mit umfangreicher Elektronik und Akkutechnik ausgestattet sind. In den 13 Fahrzeugen wurden deshalb mobile Rauchmelder mit integrierter Mobilfunkverbindung installiert. Bei einer Rauchentwicklung senden sie eine Push-Nachricht mit dem Standort des betroffenen Fahrzeugs an die Smartphones der zuständigen Personen.
Alarmkette verbindet mehrere Systeme
Die Informationen der Brandwarnanlage, der Videokameras und der mobilen Rauchmelder laufen über einen gemeinsamen Alarmserver zusammen. Im Alarmfall kann dadurch eine automatisierte End-to-End-Alarmkette ausgelöst werden. Ziel ist es, die Verantwortlichen möglichst schnell über einen Brand zu informieren und damit die Zeit bis zum Eingreifen zu verkürzen.
Für die Feuerwehr Buchen spielt dabei auch der Schutz der Einsatzfahrzeuge eine Rolle. Die Fahrzeuge stellen einen erheblichen materiellen Wert dar und sind zugleich für die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr erforderlich. Feuerwehrkommandant Andreas Hollerbach verweist insbesondere auf das Risiko von Bränden an Lithium-Ionen-Akkus und die möglichen Folgen für Fahrzeuge und Ausrüstung.
Sensoren erkennen mögliche Waldbrände
Neben der Feuerwache und den Einsatzfahrzeugen nutzt Buchen die vernetzte Infrastruktur auch für ein Pilotprojekt zur Waldbrandfrüherkennung. Dafür wurden 30 Wildfire-Detektoren in einem Waldgebiet installiert. Die Sensoren befinden sich in rund drei Metern Höhe an Bäumen und erfassen Gase, die bei Vegetationsbränden frühzeitig freigesetzt werden.
Bosch bezeichnet die Sensoren als eine Art „elektronische Nase“. Sie sollen Schwelbrände erkennen können, bevor sich diese zu größeren Vegetationsbränden entwickeln. Über den Alarmserver lassen sich auch diese Meldungen in die bestehende Alarmstruktur integrieren. Nach Angaben der Stadt Buchen soll damit ein möglichst frühes Eingreifen bei einer Brandentwicklung ermöglicht werden.
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