Initiative pik: Warum Parkett besser vom Fachbetrieb verlegt wird
Bei anspruchsvollen Bauarbeiten kann Eigenleistung zu Fehlern und zusätzlichen Kosten führen. Die Initiative pik (Parkett im Klebeverbund) und weitere Organisationen der Parkettbranche wollen mit ihrer Kampagne „Gut gemeint und gut gemacht“ auf die Vorteile professioneller Handwerksarbeit aufmerksam machen. Dazu zählen eine fachgerechte Ausführung, eine längere Nutzungsdauer und die gesetzliche Gewährleistung. Gerade bei der Parkettverlegung spielen die Beschaffenheit des Untergrunds, die Auswahl der Materialien und die Verarbeitung eine wichtige Rolle. Fachbetriebe können diese Faktoren beurteilen und die Arbeiten an die jeweiligen baulichen Bedingungen anpassen.

Fachberatung beginnt bei der Auswahl des Parketts
Die Entscheidung für einen Parkettboden hängt von mehreren Faktoren ab. Neben Holzart und Farbwirkung sind die Härte des Holzes, die Oberflächenbehandlung und die spätere Beanspruchung zu berücksichtigen. Geölte Oberflächen betonen den natürlichen Charakter des Holzes, während matt lackierte Varianten andere Eigenschaften bei Reinigung und Pflege bieten. Auch das Parkettformat, eine vorhandene Fußbodenheizung, das Raumklima und die Nutzungsgewohnheiten beeinflussen die Auswahl.
Vor der Verlegung prüft der Fachbetrieb den Untergrund auf ausreichende Trockenheit, Ebenheit und Tragfähigkeit. Bei Renovierungen können beispielsweise alte Klebstoffreste entfernt oder Risse fachgerecht verharzt werden. Für Parkett- und Bodenbelagsarbeiten gelten unter anderem die DIN 18356 und DIN 18365. Sie enthalten Anforderungen an die Ausführung und die erforderlichen Vorbereitungen.
Klebeverbund und Materialauswahl beeinflussen die Qualität
Die Initiative pik empfiehlt, Parkett vollflächig mit dem Untergrund zu verkleben. Nach Auffassung der Brancheninitiative kann diese Verlegeart dazu beitragen, die Gebrauchseigenschaften des Bodens zu sichern. Voraussetzung ist, dass Untergrund, Parkett und Klebstoffsystem aufeinander abgestimmt sind. Die Auswahl des geeigneten Klebstoffs richtet sich unter anderem nach Holzart, Parkettformat, Untergrund und geplanter Nutzung. Emissionsarme Produkte, beispielsweise mit dem EMICODE-Zeichen, können bei der Materialauswahl berücksichtigt werden.
Auch bei der eigentlichen Verlegung kommt es auf Erfahrung und präzise Ausführung an. Dazu gehören die Planung der Verlegerichtung, ein möglichst günstiger Zuschnitt und die fachgerechte Ausbildung der Fugen. Bei Massivparkett beeinflussen zudem die abschließende Oberflächenbehandlung durch Ölen oder Lackieren das Erscheinungsbild und die Pflegeeigenschaften.
Pflegehinweise sichern die langfristige Nutzung
Mit der Verlegung endet die Arbeit des Fachbetriebs nicht. Zur Übergabe gehört auch eine Pflegeanweisung mit Hinweisen zur Reinigung und Pflege sowie zum geeigneten Raumklima. Werden diese Empfehlungen beachtet, kann dies dazu beitragen, die Gebrauchstauglichkeit und Lebensdauer des Parkettbodens zu erhalten.
Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, und Parkett kann bei sachgerechter Nutzung über viele Jahre bestehen bleiben. Die Initiative pik sieht deshalb in der fachgerechten Verlegung und Pflege einen Beitrag zur langfristigen Nutzung des Materials.
Die Initiative pik ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden aus der Parkett- und bauchemischen Industrie sowie dem Fachhandwerk und Fachjournalismus. Zu den Mitgliedern gehören Bona, der Bundesverband Parkett und Fußbodentechnik, GEV, Jaso, Mapei, Murexin, ParkettMagazin, Schönox, Thomsit und Uzin Utz.
Weitere Informationen: Bona, Bundesverband Parkett und Fußbodentechnik, EMICODE, Jaso, Mapei, Murexin, ParkettMagazin, Schönox, Thomsit und Uzin Utz.
