REISSER: Natürliche Farben und organische Formen prägen die Badgestaltung
Warme Naturtöne, helle Hölzer und weich gerundete Formen prägen aktuelle Trends in der Badgestaltung. Statt strenger Geometrien und glänzend weißer Oberflächen stehen zunehmend matte Farben, natürliche Materialien und harmonische Übergänge im Mittelpunkt. Organisch geformte Waschtische, freistehende Badewannen und zurückhaltend gestaltete Armaturen sollen dem Raum eine wohnliche Atmosphäre verleihen. Auch Badmöbel werden stärker als Einrichtungselemente verstanden und mit Farben und Oberflächen des übrigen Raumes abgestimmt. Bei REISSER beobachtet Andrea Hertzer, Leiterin der 2.400 Quadratmeter großen Designbadausstellung in Böblingen, diese Entwicklung und berät KundInnen bei der Auswahl passender Materialien und Ausstattungen.

Natürliche Farben und Oberflächen
Die Farbpalette reicht von Sand, Beige und Creme über Taupe und Terrakotta bis zu Salbeigrün und Mint. Auch der Farbton Morning Green findet zunehmend Beachtung. Helle Stein- und Marmoroptiken sowie Holzoberflächen ergänzen die zurückhaltenden Farben und schaffen ein ruhiges Gesamtbild.
„Natürlichkeit ist gefragter denn je“, sagt Andrea Hertzer. Dabei gehe es nicht allein um dekorative Elemente, sondern um das Zusammenspiel von Architektur, Sanitärausstattung und Materialien. Waschtisch, Wanne, Möbel und Armaturen sollten sich gestalterisch ergänzen.
Runde Formen statt harter Kanten
Der Trend zeigt sich besonders bei der Sanitärkeramik. Ovale Becken, gerundete Waschtische und freistehende Badewannen lösen zunehmend geradlinige Formen ab. Die weichen Konturen lassen die Ausstattung weniger technisch wirken und unterstützen den wohnlichen Charakter des Raumes.
Neben klassischer Keramik kommen Materialien wie Mineralguss und Corian zum Einsatz. Auch matte Oberflächen gewinnen an Bedeutung. Sie lassen sich mit gebürsteten Metalloberflächen und Armaturen in Bronze-, Messing-, Kupfer- oder Rotgoldoptik kombinieren. Dunklere Varianten wie Gun Metal können gezielte Akzente setzen, ohne die ruhige Wirkung heller Badkonzepte grundsätzlich zu verändern.
Badmöbel als wohnliche Einrichtungselemente
Helle Holzdekore, matte Fronten und abgerundete Kanten lassen Badmöbel stärker wie Wohnmöbel wirken. Waschtischunterschränke verbinden Gestaltung und Stauraum. Besonders harmonisch erscheinen Kombinationen mit Sand-, Beige- und Cremetönen sowie hellen Steinoberflächen.
Auch Echtholz bleibt gefragt. Hertzer beobachtet, dass entsprechende Möbel in Verbindung mit Aufsatzwaschschalen zunehmend auch in Gästebädern eingesetzt werden. Entscheidend sei, die einzelnen Elemente aufeinander abzustimmen und nicht isoliert auszuwählen.
Beratung und Raumplanung werden wichtiger
Mit den gestalterischen Möglichkeiten wächst die Bedeutung einer umfassenden Beratung durch das SHK-Fachhandwerk. Neben technischen Fragen rücken die Abstimmung von Keramik, Möbeln und Armaturen sowie die Wirkung verschiedener Materialien in den Vordergrund. Bodengleiche Duschen, freistehende Wannen und ruhige Wandflächen können zusätzlich dazu beitragen, das Bad großzügiger erscheinen zu lassen.
REISSER unterstützt KundInnen in seiner Designbadausstellung in Böblingen und an weiteren Standorten bei der Planung und Produktauswahl. Hertzer orientiert sich in Beratungsgesprächen auch am Stil der übrigen Wohnung: Bilder von Möbeln, Böden und Wohnaccessoires können Hinweise darauf geben, welche Materialien und Farben zum persönlichen Geschmack passen. Ziel sei eine individuelle Lösung, die nicht nur optisch überzeugt, sondern auch langfristig zu den BewohnerInnen passt.
Natürlichkeit im Bad bedeutet damit mehr als Holzoptik und Beige. Entscheidend sind fließende Linien, ausgewogene Proportionen und eine Ausstattung, deren Formen und Oberflächen miteinander harmonieren. So kann aus einem funktionalen Badezimmer ein persönlicher Rückzugsort mit wohnlichem Charakter werden.
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