{"id":9798,"date":"2019-02-01T11:18:16","date_gmt":"2019-02-01T10:18:16","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=9798"},"modified":"2019-01-29T10:34:45","modified_gmt":"2019-01-29T09:34:45","slug":"waermedaemmung-was-stimmt-wirklich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=9798","title":{"rendered":"W\u00e4rmed\u00e4mmung: Was stimmt wirklich?"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4rmeged\u00e4mmte Geb\u00e4ude schonen den Geldbeutel, erh\u00f6hen den Wohnkomfort und beugen gesundheitssch\u00e4dlicher Schimmelbildung vor. Au\u00dferdem sind sie gut f\u00fcr das Klima. Den Vorteilen stehen in der Praxis allerdings hartn\u00e4ckige Vorbehalte gegen\u00fcber: So sollen D\u00e4mmmaterialien unter anderem die Wandatmung behindern, umweltsch\u00e4dlich sein und die Brandgefahr erh\u00f6hen. Diese Fehleinsch\u00e4tzungen sorgen mit daf\u00fcr, dass viele Geb\u00e4udeeigent\u00fcmer vor einer D\u00e4mmung zur\u00fcckschrecken. Ein neues Merkblatt von Zukunft Altbau leistet hier nun Aufkl\u00e4rung. Es beschreibt die g\u00e4ngigsten Vorbehalte zu D\u00e4mmstoffen und kl\u00e4rt auf mit stichhaltigen Argumenten. Das vierseitige Merkblatt richtet sich an Immobilieneigent\u00fcmer und Energieberater und dient sowohl als Informationsquelle als auch als Beratungsgrundlage. Zukunft Altbau wird vom Umweltministerium Baden-W\u00fcrttemberg gef\u00f6rdert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_9800\" aria-describedby=\"caption-attachment-9800\" style=\"width: 750px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/?attachment_id=9800\" rel=\"attachment wp-att-9800\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-9800\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Daemmung.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Daemmung.png 750w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Daemmung-300x180.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-9800\" class=\"wp-caption-text\">Mythen und Fakten: Mit stichhaltigen Fakten entkr\u00e4ftet das Merkblatt W\u00e4rmed\u00e4mmung von Zukunft Altbau die g\u00e4ngigsten Irrt\u00fcmer gegen\u00fcber Geb\u00e4uded\u00e4mmungen (Foto: Zukunft Altbau)<\/figcaption><\/figure>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Merkblatt W\u00e4rmed\u00e4mmung ist online auf <a href=\"http:\/\/www.zukunftaltbau.de\/daemmung\">www.zukunftaltbau.de\/daemmung<\/a> kostenfrei abrufbar. Neutrale Informationen gibt es auch \u00fcber das Beratungstelefon 08000 12 33 33.<\/p>\n<p>Gut ged\u00e4mmte Au\u00dfenw\u00e4nde geben f\u00fcnf bis f\u00fcnfzehn Mal weniger W\u00e4rme ab als unged\u00e4mmte. Der U-Wert, das Ma\u00df f\u00fcr den W\u00e4rmedurchgang dieser W\u00e4nde, liegt bei 0,1 bis 0,2 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Bis zu 80 Prozent ihres Heizenergiebedarfs k\u00f6nnen Geb\u00e4udeeigent\u00fcmer einsparen, wenn sie neben der Fassade auch den Keller und das Dach d\u00e4mmen sowie die Fenster erneuern. Zudem hilft eine D\u00e4mmung auch im Sommer: Sie sorgt daf\u00fcr, dass die Hitze erst zeitverz\u00f6gert im Geb\u00e4ude ankommt und die Wohnr\u00e4ume l\u00e4nger k\u00fchl bleiben \u2013 dieser Aspekt gewinnt an Bedeutung, da Meteorologen k\u00fcnftig mit mehr Hitze im Sommer rechnen.<\/p>\n<p>Ein guter W\u00e4rmeschutz verringert in der Regel die Entstehung von Schimmel. \u201eDie meisten Schimmelf\u00e4lle gibt es in schlecht ged\u00e4mmten Altbauten\u201c, sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau. Trotzdem stehen D\u00e4mmungen immer wieder unter dem Verdacht, Schimmelbildung zu beg\u00fcnstigen. Das neue Merkblatt kl\u00e4rt den Irrtum auf: Ged\u00e4mmte W\u00e4nde k\u00fchlen weniger schnell aus als unged\u00e4mmte und verringern dadurch die Bildung von Feuchtigkeit und Schimmel an der Innenseite der Au\u00dfenwand.<\/p>\n<div class=\"jetpack-video-wrapper\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/ppdHm227fRk?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<p><em>Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Institutsleiter des Forschungsinstituts f\u00fcr W\u00e4rmeschutz (FIW), erkl\u00e4rt, welche Vorteile eine W\u00e4rmed\u00e4mmung bietet<\/em><\/p>\n<p>Gegen Schimmel helfen auch \u201eatmende Wandaufbauten\u201c nicht, denn: Keine Wand \u2013 ob ged\u00e4mmt oder nicht \u2013 kann \u201eatmen\u201c. Maximal zwei Prozent der Feuchtigkeit in Innenr\u00e4umen k\u00f6nnen in Form von Wasserdampfmolek\u00fclen durch die W\u00e4nde nach au\u00dfen wandern. F\u00fcr frische und gesunde Luft in der Wohnung hilft allein gezieltes und bedarfsgerechtes L\u00fcften.<\/p>\n<p>Das Merkblatt von Zukunft Altbau thematisiert auch andere Vorbehalte gegen\u00fcber D\u00e4mmmaterialien. H\u00e4ufig werden diese als leicht entflammbar und gef\u00e4hrlich dargestellt. F\u00e4lschlicherweise, wie das Merkblatt erkl\u00e4rt: Kein zugelassener D\u00e4mmstoff f\u00fchrt zu erh\u00f6hter Brandgefahr. Viele werden sogar als \u201eschwer entflammbar\u201c oder \u201enicht brennbar\u201c eingestuft. Bei Unsicherheiten bez\u00fcglich der Entflammbarkeit und des richtigen Materials f\u00fcr eine D\u00e4mmung geben qualifizierte Geb\u00e4udeenergieberater Auskunft.<\/p>\n<p>Manche Hauseigent\u00fcmer vermuten auch, dass D\u00e4mmmaterialien der Umwelt und Gesundheit schaden. Zusatzstoffe, Fasern und St\u00e4ube stellen aber kein Gesundheitsrisiko f\u00fcr die Hausbewohner dar: Sie sind fest in die D\u00e4mmmaterialien eingebunden und mit Gipsplatten oder anderen Materialien von den Wohnr\u00e4umen getrennt, so dass sie nicht an die Raumluft abgegeben werden k\u00f6nnen. An der Fassade sind D\u00e4mmplatten zudem meist au\u00dfen angebracht. Alle D\u00e4mmstoffe lassen sich au\u00dferdem zur\u00fcckbauen und verwerten; kein D\u00e4mmstoff gilt als Sonderm\u00fcll. Negative Umweltauswirkungen m\u00fcssen daher nicht bef\u00fcrchtet werden. Der Energieaufwand zur Herstellung amortisiert sich durch die eingesparte Energie dar\u00fcber hinaus sp\u00e4testens nach zwei Jahren, meist sind es nur wenige Monate.<\/p>\n<p>Welche D\u00e4mmung die richtige ist, l\u00e4sst sich am besten mithilfe eines Geb\u00e4udeenergieberaters oder Fachunternehmers entscheiden. Auch hier gilt: Die Angst vor unwirtschaftlichen Investitionen ist bei einer professionell durchgef\u00fchrten W\u00e4rmed\u00e4mmung unbegr\u00fcndet. Wird alles gut gemacht, sparen Eigent\u00fcmer unterm Strich mehr ein, als sie an Mehrkosten f\u00fcr die energetische Sanierung aufwenden m\u00fcssen. Dies gilt vor allem, wenn eine D\u00e4mmung dann angebracht wird, wenn sowieso eine Sanierung ansteht. Zudem f\u00f6rdern Bund, L\u00e4nder und Kommunen Sanierungen finanziell.<\/p>\n<p>Im Merkblatt von Zukunft Altbau sind diese Argumente kompakt zusammengefasst. Es dient Sanierungswilligen als erste Informationsquelle und Energieberatern als Grundlage f\u00fcr Beratungsgespr\u00e4che mit Geb\u00e4udeeigent\u00fcmern.<\/p>\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.zukunftaltbau.de\">www.zukunftaltbau.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4rmeged\u00e4mmte Geb\u00e4ude schonen den Geldbeutel, erh\u00f6hen den Wohnkomfort und beugen gesundheitssch\u00e4dlicher Schimmelbildung vor. 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