{"id":8530,"date":"2018-03-24T11:40:52","date_gmt":"2018-03-24T10:40:52","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=8530"},"modified":"2018-03-21T10:43:46","modified_gmt":"2018-03-21T09:43:46","slug":"seit-15-jahren-gluecklich-im-sonnenhaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=8530","title":{"rendered":"Seit 15 Jahren gl\u00fccklich im Sonnenhaus"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_8531\" aria-describedby=\"caption-attachment-8531\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/?attachment_id=8531\" rel=\"attachment wp-att-8531\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-8531\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/SH-Lorenz-A-Nacht-Ansicht-SO-2-002-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/SH-Lorenz-A-Nacht-Ansicht-SO-2-002-300x200.jpg 300w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/SH-Lorenz-A-Nacht-Ansicht-SO-2-002.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8531\" class=\"wp-caption-text\">Das Sonnenhaus Lorenz in der Abendd\u00e4mmerung. In dem Swimming Pool wird \u00fcbersch\u00fcssige W\u00e4rme aus der Solarthermieanlage genutzt. (Foto: Sonnenhaus-Institut)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Seit 15 Jahren leben Monika und Christian Lorenz in ihrem Sonnenhaus in Kumhausen bei Landshut. Damals wurde ihr Neubau mit der gro\u00dfen Solarkollektorfl\u00e4che und dem auffallenden Wintergarten kritisch be\u00e4ugt. Mittlerweile zweifelt niemand mehr an, dass das Sonnenhaus-Konzept funktioniert. Durchschnittlich 88 Prozent des Heizenergiebedarfs f\u00fcr die Raumheizung und das warme Wasser erzeugen die 68 Quadratmeter Solarkollektoren. F\u00fcr die Nachheizung im Winter ben\u00f6tigen sie nur ein bis eineinhalb Raummeter St\u00fcckholz im Jahr. \u201eDas sind etwa 100 bis 130 Euro Brennstoffkosten. Wenn wir 150 Euro pro Jahr zahlen, dann ist das viel\u201c, sagt Christian Lorenz. Dazu genie\u00dfen sie das angenehme Raumklima, die Strahlungsw\u00e4rme vom Kachelofen und die helle und sonnige Atmosph\u00e4re im Haus.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Kurz bevor Familie Lorenz \u2013 damals noch mit ihrem Sohn, der inzwischen erwachsen ist \u2013 im M\u00e4rz 2003 in ihr Sonnenhaus eingezogen ist, lud sie zusammen mit dem BUND Naturschutz zu einem Tag der offenen T\u00fcr ein. An die vielen skeptischen Stimmen erinnern sie sich noch gut. \u201eDie Mehrheit der Besucher war nicht f\u00fcr unser Hauskonzept. Viele haben sich gefragt, ob das wohl funktionieren k\u00f6nne, was wir wohl noch nachr\u00fcsten werden und wie lange die Technik wohl h\u00e4lt\u201c, erz\u00e4hlt Christian Lorenz mit einem Schmunzeln. Solarkollektoren kannten die meisten nur von kleinen Warmwasseranlagen. Dass diese erprobte Technik auch einen Gro\u00dfteil des Heizw\u00e4rmebedarfs in einem Haus solar erzeugen kann, war f\u00fcr viele neu. Aller kritischen Stimmen zum Trotz, der Tag hat einen Nachahmeffekt ausgel\u00f6st. \u201eEs hat die Bauart in unserer Siedlung ver\u00e4ndert\u201c, erz\u00e4hlt Lorenz. \u201eAuf einmal wurden viel mehr Solarw\u00e4rmeanlagen installiert und viele wollten die Pl\u00e4ne zu unserem Haus haben.\u201c Noch Monate sp\u00e4ter blieben Passanten an ihrem Zaun stehen und diskutierten \u00fcber ihr Haus. Nicht wenige davon haben sie zum Gespr\u00e4ch ins Sonnenhaus eingeladen und das Bau- und Energiekonzept erl\u00e4utert.<\/p>\n<p>Bei ihrem Einfamilienhaus handelt es sich um ein klassisches Sonnenhaus (Sonnenhaus Standard) mit einer gro\u00dfen Solarw\u00e4rmeanlage und einer Holzheizung f\u00fcr die Nachheizung. Um einen solaren Deckungsgrad von mindestens 50 Prozent in der W\u00e4rmeversorgung zu erreichen, wurde das Haus mit 170 Quadratmeter Wohnfl\u00e4che zun\u00e4chst einmal f\u00fcr die aktive und passive Nutzung der Sonnenenergie optimiert. Der mit Zellulose ged\u00e4mmte Holzbau ist nach S\u00fcdwesten ausgerichtet. Durch diese Ausrichtung kann die Solarw\u00e4rmeanlage viel W\u00e4rme produzieren.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem l\u00e4sst der gro\u00dfe Wintergarten auf dieser Seite viel Sonnenw\u00e4rme ins Haus. So wird der Heizenergiebedarf reduziert, und Sonne und Licht kommen ins Haus.<\/p>\n<p>Auf dem 45 Grad steilen Dach sind 68 Quadratmeter Solarkollektoren installiert. Gro\u00dffl\u00e4chig und symmetrisch montiert, f\u00fcgen sie sich optisch ansprechend in die Dachfl\u00e4che ein. W\u00e4rme, die gerade nicht f\u00fcr die Raumheizung oder das Dusch- oder Trinkwasser ben\u00f6tigt wird, kann in einem Solarw\u00e4rmespeicher zwischengespeichert werden. Der elf Kubikmeter gro\u00dfe Kombispeicher ist 6,2 Meter hoch und gut sichtbar im Haus platziert. Um ihn herum schl\u00e4ngelt sich die Treppe vom Erdgeschoss in das Obergeschoss. Jemand, der das Heizkonzept nicht kennt, k\u00e4me aber kaum auf die Idee, dass sich darin W\u00e4rme verbirgt.<\/p>\n<p>Vorab hatte Sonnenhaus-Planer Wolfgang Hilz einen solaren Deckungsgrad von 77 Prozent f\u00fcr das Sonnenhaus errechnet. In dem Forschungsprojekt HeizSolar wurde zwischenzeitlich jedoch ermittelt, dass durchschnittlich 88 Prozent des Heizenergiebedarfs im Jahr solar gedeckt werden k\u00f6nnen. F\u00fcr die Planung und Bauleitung war Georg Dasch, Sonnenhaus-Architekt aus Straubing und Erster Vorsitzender des Sonnenhaus-Instituts, zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Reicht die Solarw\u00e4rme im Winter nicht aus, heizt die Familie mit einem St\u00fcckholzofen, der sich in einem Kachelofen verbirgt, nach. Dadurch k\u00f6nnen sie behagliche Strahlungsw\u00e4rme genie\u00dfen. \u201eManchmal heizen wir auch einfach, weil wir Spa\u00df daran haben, zum Beispiel zum Fr\u00fchst\u00fcck am Wochenende\u201c, erz\u00e4hlt Monika Lorenz.<\/p>\n<p>Ihre Anlage kennen sie mittlerweile genau. Sie leben mit der Sonne und den Jahreszeiten. Wenn an einem eisigen Wintertag der Himmel wolkenfrei ist und die Sonne scheint, produzieren die Solarkollektoren auf Hochtouren W\u00e4rme. \u201eDas reicht dann f\u00fcr zwei bis drei Tage\u201c, sagt Christian Lorenz, dessen Firma Lorenz Beh\u00e4lter- und Apparatebau auch seinen eigenen Solarw\u00e4rmespeicher gebaut hat. \u201eWenn es mehrere Tage tr\u00fcb ist, heizen wir kontinuierlich nach\u201c, f\u00e4hrt er fort. \u201eAber wir m\u00f6gen das, weil es so gem\u00fctlich ist. Und wenn wir 85 sind, k\u00f6nnen wir das bisschen St\u00fcckholz immer noch scheiteweise ins Haus tragen\u201c, sagt er und lacht.<\/p>\n<p>Und haben sich die skeptischen Stimmen aus der Anfangszeit bewahrheitet? Haben sie doch noch eine Gastherme eingebaut oder waren Reparaturen n\u00f6tig? \u201eDie Grundtechnik ist so geblieben, wie sie war\u201c, sagt Christian Lorenz. \u201eEs mussten mal Pumpen und ein Mischventil gewechselt werden, aber das ist normaler Verschlei\u00df. Beim Kachelofen war mal ein Ziegel gebrochen, aber auch das ist \u00fcblicher Verschlei\u00df.\u201c Nach zehn Jahren sei der Kachelofenbauer zur Routine-Wartung bei ihnen gewesen. \u201eEs gab nichts zu tun, deshalb kommt er nun erst nach 15 Jahren wieder.\u201c<\/p>\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.sonnenhaus-institut.de\/solararchitektur\/solarhaeuser\/sonnenhaus-lorenz\">www.sonnenhaus-institut.de\/solararchitektur\/solarhaeuser\/sonnenhaus-lorenz<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 15 Jahren leben Monika und Christian Lorenz in ihrem Sonnenhaus in Kumhausen bei Landshut. 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