{"id":8303,"date":"2018-01-24T11:08:08","date_gmt":"2018-01-24T10:08:08","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=8303"},"modified":"2018-01-22T10:12:02","modified_gmt":"2018-01-22T09:12:02","slug":"preise-sinken-einspeiseverguetung-bleibt-stabil-solar-cluster-raet-hauseigentuemern-die-anlage-nicht-zu-klein-zu-dimensionieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=8303","title":{"rendered":"Preise sinken, Einspeiseverg\u00fctung bleibt stabil: Solar Cluster r\u00e4t Hauseigent\u00fcmern, die Anlage nicht zu klein zu dimensionieren"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_8301\" aria-describedby=\"caption-attachment-8301\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/?attachment_id=8301\" rel=\"attachment wp-att-8301\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-8301\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Solarcluster-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Solarcluster-300x200.jpg 300w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Solarcluster.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8301\" class=\"wp-caption-text\">Installation einer gro\u00dfen Photovoltaik-Hausdachanlage (Foto: Fotolia \/ Marina Lohrbach)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Investieren Hauseigent\u00fcmer in diesem Jahr in eine Photovoltaikanlage, rechnet sich das noch mehr als zuvor. Sie profitieren zum einen von gesunkenen Preisen: Um drei bis f\u00fcnf Prozent sind handels\u00fcbliche Solaranlagen im Jahr 2017 g\u00fcnstiger geworden. Zum anderen ist die Verg\u00fctung f\u00fcr den in das Stromnetz eingespeisten Solarstrom im Januar mit 12,20 Cent pro Kilowattstunde stabil geblieben \u2013 daran wird sich wohl bald auch nicht viel \u00e4ndern. Und wer seinen Strom selbst verbraucht, der hat aufgrund der gesunkenen Investitionskosten und der teilweise gestiegenen Strompreise noch mehr Gewinn als im vorigen Jahr. Darauf weist die Branchenvereinigung Solar Cluster Baden-W\u00fcrttemberg hin. Bis zu sechs Prozent Rendite pro Jahr sind inzwischen m\u00f6glich, mehr als viele andere Kapitalanlagen bieten. Dr. Jann Binder vom Solar Cluster r\u00e4t Hauseigent\u00fcmern, ihre Dachanlage m\u00f6glichst gro\u00df zu dimensionieren. Die Rendite ist im Vergleich zu kleinen Anlagen genauso hoch, mit der Gr\u00f6\u00dfe der Anlage steigt jedoch der j\u00e4hrliche \u00dcberschuss in Euro und die Absicherung gegen steigende Strompreise. Konkrete Berechnungen und Angebote f\u00fcr den Einzelfall bieten geeignete Handwerker aus der Region.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Seit einigen Jahren sind viele Verbraucher der Meinung, dass sich Photovoltaik \u00fcberhaupt nicht mehr rechnet. Zwar ist die Einspeiseverg\u00fctung seit 2009 drastisch gesunken: Von rund 43 Cent pro eingespeister Kilowattstunde auf nunmehr gut zw\u00f6lf Cent. Das ist eine Reduktion um rund 70 Prozent. Im Gegenzug sind jedoch auch die Anlagen billiger geworden. Von 2009 bis Ende 2016 sanken die Kosten im Schnitt um 62 Prozent, im vergangenen Jahr kamen noch einmal mehrere Prozentpunkte dazu. Hinzu kommt: Die gefallenen Kosten haben seit 2012 dazu gef\u00fchrt, dass der Eigenverbrauch des Solarstroms g\u00fcnstiger ist als der Strom vom Anbieter. Das erh\u00f6ht die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage. Fazit: Solarstrom lohnt sich nach wie vor und sichert heute zus\u00e4tzlich gegen steigende Strompreise ab.<\/p>\n<p>Die grundlegende Einnahmequelle bei Photovoltaikanlagen ist die auf zwanzig Jahre staatlich garantierte Einspeiseverg\u00fctung f\u00fcr den nicht selbst genutzten Strom. Sie ist seit nunmehr knapp zwei Jahren nur minimal gesunken \u2013 um 0,1 Cent pro Kilowattstunde. Bei voller Einspeisung des Solarstroms in das \u00f6ffentliche Stromnetz wird, au\u00dfer bei ganz kleinen Anlagen, bereits eine kleine, aber ansehnliche Rendite erzielt: Fachleute gehen von zwei bis vier Prozent pro Jahr aus. Tendenz steigend mit der Anlagengr\u00f6\u00dfe \u2013 wobei auch individuelle Bedingungen, etwa die Dachausrichtung und Verschattung, eine Rolle spielen. Steigern kann man den finanziellen Ertrag mit Eigenverbrauch, dann sind, je nach Lastprofil, Renditen von j\u00e4hrlich bis zu sechs Prozent m\u00f6glich. Der Grund: Bei derzeit rund neun bis elf Cent Stromgestehungskosten pro Kilowattstunde f\u00fcr Anlagen zwischen zwei und zehn Kilowatt installierter Leistung (kWp) l\u00e4sst sich bereits mit der Einspeisung in das Netz ein Gewinn von rund einem bis drei Cent pro Kilowattstunde erzielen. Wer eigenen Strom selbst verbraucht und daf\u00fcr keinen Netzstrom kaufen muss, steigert den Gewinn f\u00fcr diesen Stromanteil sogar auf rund 14 Cent pro Kilowattstunde.<\/p>\n<p>\u201eDie Zahlen zeigen: Um Gewinn zu machen, brauchen Hauseigent\u00fcmer den Strom in den meisten F\u00e4llen nicht selbst zu verbrauchen\u201c, sagt Binder. \u201eWer es jedoch tut, der erh\u00f6ht die Rendite.\u201c Wer den Anteil des selbst verbrauchten Solarstroms steigern will, muss seinen Stromverbrauch in die Sonnenstunden verlagern. Also etwa mittags die Waschmaschine anmachen, wenn der Himmel wolkenlos ist. Viele Wechselrichter und deren Auswerteplattformen zeigen an, wann Strom\u00fcberschuss aus der Photovoltaikanlage zu erwarten ist und daher gr\u00f6\u00dfere Stromverbraucher im Haus sinnvollerweise angeschaltet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Da bei neuen Photovoltaikanlagen der Eigenverbrauch wirtschaftlich lukrativer ist als die Einspeisung, haben in den vergangenen zwei bis drei Jahren einige Hauseigent\u00fcmer versucht, den Eigenverbrauch dadurch zu steigern, indem sie ihre Anlage bewusst klein dimensioniert haben. So k\u00f6nnen sie m\u00f6glichst viel des selbst erzeugten Stroms ohne gro\u00dfen Aufwand selbst verbrauchen. Dass diese Vorgehensweise sinnvoll ist, ziehen Experten wie Binder in Zweifel. \u201eZwar steigt mit kleineren Anlagen die Eigenverbrauchsquote am erzeugten Strom. Durch den h\u00f6heren Systempreis pro installiertem Kilowatt Leistung ist die Rendite jedoch ungef\u00e4hr gleich hoch wie bei gr\u00f6\u00dferen\u201c, erkl\u00e4rt der Photovoltaik-Spezialist. Denn gro\u00dfe Anlagen sind pro kWp g\u00fcnstiger, da viele Kostenanteile f\u00fcr die Installation und den sp\u00e4teren Betrieb unabh\u00e4ngig von der Anlagengr\u00f6\u00dfe sind. \u201eKleine Anlagen sind daher aus wirtschaftlicher Hinsicht nicht besser\u201c, so Binder.<\/p>\n<p>Ein Beispiel zeigt es: Derzeit kosten schl\u00fcsselfertige Aufdachanlagen bis zehn kWp im Durchschnitt noch um die 1.300 Euro pro kWp. Kleine Zwei-Kilowatt-Anlagen sind teurer und liegen bei rund 1.550 Euro. Wer dagegen eine f\u00fcnf Mal gr\u00f6\u00dfere Anlage baut, verringert zwar den prozentualen Anteil des selbst verbrauchten Stroms, erh\u00e4lt aber durch die gesunkenen Anlagenkosten mehr Rendite aus der Einspeisung. Das Fazit: Die Gesamtrendite mit Eigenverbrauch ist in diesem Segment weitgehend unabh\u00e4ngig von der installierten Leistung.<\/p>\n<p>Hauseigent\u00fcmer sollten besser auf etwas anderes achten. \u201eDer absolute Gewinn steigt mit der Anlagengr\u00f6\u00dfe. Wer ein geeignetes Dach hat, f\u00fcr den lohnt sich daher eine gr\u00f6\u00dfere Anlage\u201c, r\u00e4t Binder. Das erh\u00f6ht den j\u00e4hrlichen \u00dcberschuss um mehrere hundert Euro, tr\u00e4gt mehr zum Klimaschutz bei \u2013 und macht au\u00dferdem unabh\u00e4ngiger vom Strom aus dem Netz.<\/p>\n<p>Die Unabh\u00e4ngigkeit ist ein weiterer Vorteil von gr\u00f6\u00dferen Photovoltaikanlagen: Je gr\u00f6\u00dfer die Anlage wird, desto h\u00f6her ist der Anteil am gesamten Stromverbrauch, der durch den eigenen Solarstrom gedeckt wird und daher nicht vom Stromlieferanten eingekauft werden muss. Bei einer kleinen Anlage von zwei kWp k\u00f6nnen Anlageneigent\u00fcmer zwar bis zu 50 Prozent des Solarstroms selbst verbrauchen. Jedoch ist das dann auch nur ein kleiner Anteil am Haushaltstromverbrauch \u2013 n\u00e4mlich rund 20 Prozent. Je gr\u00f6\u00dfer die Solaranlage wird, desto weniger Strom muss vom Netz bezogen werden. Daher sind gro\u00dfe Photovoltaikanlagen eine bessere finanzielle Absicherung gegen steigende Strompreise.<\/p>\n<p>Auch von der Zehn-kWp-Grenze, ab der man 40 Prozent der EEG-Umlage, also derzeit 2,7 Cent pro Kilowattstunde, auf den eigenverbrauchten Strom bezahlen muss, sollten sich Eigent\u00fcmer nicht abschrecken lassen. Bei den weiter sinkenden Anlagenkosten bedeutet jede Kilowattstunde selbst verbrauchter Strom immer noch rund 13 Cent Ersparnis. Eher gr\u00f6\u00dfer dimensionieren, sollte daher die empfohlene Devise sein: \u201eM\u00f6glichst so viel installieren, wie auf das Dach passt\u201c, meint Binder. \u201eDas lohnt sich f\u00fcr den Geldbeutel und ist gut f\u00fcr die Umwelt.\u201c<\/p>\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.solarcluster-bw.de\">www.solarcluster-bw.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Investieren Hauseigent\u00fcmer in diesem Jahr in eine Photovoltaikanlage, rechnet sich das noch mehr als zuvor. 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