{"id":8018,"date":"2017-10-31T12:18:50","date_gmt":"2017-10-31T11:18:50","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=8018"},"modified":"2017-10-26T12:07:01","modified_gmt":"2017-10-26T10:07:01","slug":"eeg-umlage-sinkt-2018-leicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=8018","title":{"rendered":"EEG-Umlage sinkt 2018 leicht"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_8016\" aria-describedby=\"caption-attachment-8016\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/?attachment_id=8016\" rel=\"attachment wp-att-8016\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-8016\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Hauser-300x200.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Hauser-300x200.png 300w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Hauser.png 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8016\" class=\"wp-caption-text\">Die EEG-Umlage wird 2018 leicht sinken (Foto: Gyula Gyukli-fotolia)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein wichtiger Bestandteil des Strompreises wird im Jahr 2018 geringer ausfallen. Die EEG-Umlage zur F\u00f6rderung von Strom aus erneuerbaren Energien sinkt leicht um 1,3 Prozent auf 6,79 Cent pro Kilowattstunde. Das haben am 16. Oktober 2017 die \u00dcbertragungsnetzbetreiber bekannt gegeben. Gr\u00fcnde f\u00fcr den R\u00fcckgang sind vor allem der gestiegene B\u00f6rsenstrompreis sowie der h\u00f6here EEG-Kontostand. Ob die Stromrechnung f\u00fcr den Endverbraucher im folgenden Jahr g\u00fcnstiger ausfallen wird, ist hingegen noch nicht absehbar. Das h\u00e4ngt davon ab, was die Stromversorger an die Kunden weitergeben und ob sich andere Strompreisbestandteile wie etwa die Netzentgelte \u00e4ndern. Eines jedoch ist so sicher wie in den vergangenen Jahren: Die Auseinandersetzung um die EEG-Umlage wird weitergehen. Vorschl\u00e4ge, wie die EEG-Umlage drastisch sinken kann, kommen unterdessen vom Solar Cluster Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Seit dem Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000 gab es 2015 erstmals einen R\u00fcckgang der EEG-Umlage. Er betrug damals rund ein Prozent. Nun ist die Verringerung \u00e4hnlich hoch. Besonders zwei Gr\u00fcnde haben die Umlage sinken lassen: Die Verbraucher gleichen mit ihr die Differenz zwischen dem B\u00f6rsenpreis, den der \u00d6kostrom erzielt, und der etwas h\u00f6heren Verg\u00fctung f\u00fcr die Solaranlagen und Windr\u00e4der aus. Steigt der B\u00f6rsenstrompreis wie derzeit leicht, wird die Differenz geringer und weniger Umlage f\u00e4llig. Auch das mit fast vier Milliarden Euro prall gef\u00fcllte EEG-Konto, eine Liquidit\u00e4tsreserve f\u00fcr Schwankungen in der \u00d6kostrom-Erzeugung, machte eine Umlage-Verringerung n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Mit den ersten Vorabmeldungen in der vergangenen Woche startete wieder der Kampf um die Deutungshoheit. Das Handelsblatt sprach davon, die Umlage \u201ewerde auf hohem Niveau verharren\u201c. Die EEG-Umlage d\u00fcrfte 2018 \u201enur\u201c leicht sinken, berichtete die dpa. Verbraucher k\u00f6nnten auch im n\u00e4chsten Jahr \u201enicht mit einer sp\u00fcrbaren Entlastung\u201c beim Strompreis rechnen, so die Nachrichtenagentur. Die Schweriner Volkszeitung bef\u00fcrchtete sogar eine \u201eHiobsbotschaft f\u00fcr Millionen\u201c und sprach von \u201em\u00f6glichen Mehrbelastungen f\u00fcr Stromkunden\u201c. Und Unternehmen sowie die Industrie- und Handelskammern warnten vor zu hohen Strompreisen.<\/p>\n<p>Zwei Vorschl\u00e4ge, wie die EEG-Umlage kr\u00e4ftig sinken oder m\u00f6glicherweise sogar ganz wegfallen kann, hat das Solar Cluster vor drei Jahren und in diesem Sommer vorgelegt. Bei einer Umsetzung w\u00fcrden sowohl Verbraucher als auch Unternehmen profitieren. \u201eWir k\u00f6nnten zum Beispiel bei der EEG-Umlage die Industrieprivilegien streichen und besonders energieintensive Unternehmen gegebenenfalls aus Haushaltsmitteln finanzieren\u201c, sagt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Carsten Tschamber. Ohne die vielfachen Industrieausnahmen s\u00e4nke die Umlage und folglich auch der Strompreis um rund 1,5 Cent pro Kilowattstunde.<\/p>\n<p>Ein weiterer Solarstromausbau w\u00fcrde die Kosten \u00fcbrigens nicht wieder steigen lassen. Vor allem die Photovoltaik ist inzwischen so g\u00fcnstig, dass ein kr\u00e4ftiger Ausbau keine Folgen mehr f\u00fcr die Umlage zeitigen w\u00fcrde. Jedes zus\u00e4tzliche Gigawatt Photovoltaik erh\u00f6ht sie nur noch um weniger 0,02 Cent pro Kilowattstunde, haben Berechnungen des Solar Clusters ergeben. Das ist knapp ein f\u00fcnfzigstel Cent.<\/p>\n<p>Eine zweite Stellschraube zur Reduzierung der EEG-Umlagekosten ist eine nationale CO2-Abgabe auf fossile Energietr\u00e4ger. Sie w\u00fcrde die Nutzung von Kohle, Erd\u00f6l und Gas verteuern. Mit einem h\u00f6heren CO2-Preis k\u00f6nnten im Grunde sogar alle F\u00f6rdertatbest\u00e4nde aus dem Energierecht, wie etwa die EEG-Einspeiseverg\u00fctung, durch den Markt ersetzt werden. Den Ausbau der erneuerbaren Energien zu regulieren, w\u00e4re dann nur noch mit Blick auf die Optimierung des Gesamtsystems n\u00f6tig. \u201eDie Umsetzung der Vorschl\u00e4ge w\u00fcrde einen Schub beim Ausbau erneuerbarer Energien bringen, den CO2-Aussto\u00df verringern und helfen, unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Zudem k\u00f6nnten wir unsere Unternehmen und Forschungsinstitute aus dem erneuerbaren Energiesektor auf dem nationalen und internationalen Parkett st\u00e4rken\u201c, so Tschamber. Das ist auch n\u00f6tig: Allein bis 2022 erwartet die Internationale Energie-Agentur (IEA) eine Zunahme der globalen Kapazit\u00e4t erneuerbarer Energien um weitere 920 Gigawatt, hat sie Anfang Oktober bekannt gegeben. Ein guter Teil davon und damit ein Milliardenmarkt werden auf die Photovoltaik entfallen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.solarcluster-bw.de\">www.solarcluster-bw.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein wichtiger Bestandteil des Strompreises wird im Jahr 2018 geringer ausfallen. 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