{"id":7696,"date":"2017-08-29T15:57:41","date_gmt":"2017-08-29T13:57:41","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=7696"},"modified":"2017-08-28T13:00:50","modified_gmt":"2017-08-28T11:00:50","slug":"regionale-karte-fuer-waermehotspots-geht-online","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=7696","title":{"rendered":"Regionale Karte f\u00fcr W\u00e4rmehotspots geht online"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_7694\" aria-describedby=\"caption-attachment-7694\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/?attachment_id=7694\" rel=\"attachment wp-att-7694\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-7694\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Bild-1-002-1-300x204.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"204\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Bild-1-002-1-300x204.jpg 300w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Bild-1-002-1.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-7694\" class=\"wp-caption-text\">Sie arbeiten an der W\u00e4rmebedarfskarte (von links): Dr. Elmar Br\u00fcgging, Prof. Dr. Christof Wetter, Hinnerk Willenbrink und Jigeeshu Joshi. (Foto: FH M\u00fcnster\/Pressestelle)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Erneuerbare Energien sind auf dem Vormarsch \u2013 was unseren Strom angeht, denn 2016 waren in Deutschland 29 Prozent erneuerbar. Im Bereich der W\u00e4rmeversorgung sieht das anders aus: Aktuell sind lediglich neun Prozent der Energie f\u00fcr W\u00e4rme erneuerbar. Stattdessen w\u00e4rmt importiertes Erdgas viele Haushalte \u2013 vor allem im M\u00fcnsterland. Das Forschungsteam um Prof. Dr. Christof Wetter am Fachbereich Energie \u2013 Geb\u00e4ude \u2013 Umwelt der FH M\u00fcnster macht einen Aufschlag f\u00fcr die gesamte Region: Auf einer interaktiven Karte k\u00f6nnen Kommunen einsehen, wo Gebiete liegen, in denen W\u00e4rmenetze Sinn ergeben, in die sich wiederum erneuerbare Energien im gro\u00dfen Ma\u00dfstab einspeisen lassen. \u201eW\u00e4rme in der Euregio fokussieren und modernisieren\u201c (WIEfm) hei\u00dft das INTERREG-gef\u00f6rderte, deutsch-niederl\u00e4ndischen Projekt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u201eUm die Klimaschutzziele zu erreichen, m\u00fcssen wir weg vom Gas und \u00d6l\u201c, beschreibt Projektingenieur Hinnerk Willenbrink die Situation. \u201eEin W\u00e4rmenetz w\u00e4re eine echte Alternative \u2013 ein unterirdisches Netz, \u00e4hnlich wie unsere Wasserleitungen.\u201c Kommunen m\u00fcssen aber wissen, wo es sich lohnt, dieses zu installieren. Daf\u00fcr hat das Projektteam fast 200 Hotspots im M\u00fcnsterland auf der interaktiven Karte gekennzeichnet, die jetzt online ging. \u201eDie Hotspots zeigen, wo der W\u00e4rmebedarf besonders hoch ist.\u201c<\/p>\n<p>Ausgangspunkt ist eine fl\u00e4chendeckende Bedarfsberechnung aller Geb\u00e4ude im M\u00fcnsterland, die erm\u00f6glicht wurde, weil das Land NRW seine Geodaten seit Jahresbeginn frei zug\u00e4nglich gemacht hat. Darauf aufbauend entwickelten die Forscher eine Methodik, um Bauten mit besonders hohem W\u00e4rmebedarf \u2013 vor allem \u00f6ffentliche Einrichtungen wie Schulen, Krankenh\u00e4user, Schwimmb\u00e4der und Verwaltungsgeb\u00e4ude \u2013 und relevante inner\u00f6rtliche Fl\u00e4chennutzungen miteinander zu verschneiden. \u201eDabei m\u00fcssen wir nicht an klassische W\u00e4rmenetze denken\u201c, sagt Dr. Elmar Br\u00fcgging, Koordinator des Forschungsteams. \u201eW\u00e4rmenetze k\u00f6nnen so vielf\u00e4ltig sein wie die erneuerbaren Energien selbst. Die Techniken daf\u00fcr sind alle vorhanden \u2013 was fehlt, ist die passende Infrastruktur.\u201c<\/p>\n<p>Hier kommen die Kommunen und Unternehmen ins Spiel, die ihren Klimaschutzverpflichtungen nachkommen und sich von Energieimporten unabh\u00e4ngiger machen wollen. Denn die aktuelle Diskussion in den Niederlanden, die auch das M\u00fcnsterland mit Gas beliefern und die das in Zukunft wegen Eigenbedarfs und schwindenden Ressourcen nicht mehr tun werden, zeigt, dass der Gasmarkt in Bewegung ger\u00e4t und dass die Abh\u00e4ngigkeiten vom russischen und amerikanischem Gas und die damit verkn\u00fcpften politischen Konsequenzen immer mehr zunehmen. \u201eUnsere Karte gibt konkrete Vorschl\u00e4ge, wo es Sinn ergibt umzusatteln auf erneuerbare Energien, das ist eine gro\u00dfe Chance\u201c, sagt Willenbrink. \u201eGerade als Unterst\u00fctzung f\u00fcr langfristige Stadtentwicklungskonzepte.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMit unserer Karte k\u00f6nnen B\u00fcrgermeister und Klimaschutzmanager der Landkreise sofort loslegen\u201c, sagt Prof. Wetter. Und das w\u00fcrde sich lohnen, hat das Team hochgerechnet: In den ermittelten Hotspots wird ein Drittel des kompletten Heizw\u00e4rme- und Warmwasserbedarfs des M\u00fcnsterlandes gebraucht \u2013 auf gerade mal 1,5 Prozent seiner Gesamtfl\u00e4che. \u201eGas ist zwar bequem \u2013 aber keine nachhaltige und umweltfreundliche L\u00f6sung, die dem Verst\u00e4ndnis der Energiewende entspricht\u201c, betont Willenbrink. \u201eEine zus\u00e4tzliche neue M\u00f6glichkeit der W\u00e4rmeversorgung ist m\u00f6glich.\u201c<\/p>\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.wiefm.eu\/startseite\/best-practice\">www.wiefm.eu\/startseite\/best-practice<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.fh-muenster.de\/fb4\/index.php\">https:\/\/www.fh-muenster.de\/fb4\/index.php<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erneuerbare Energien sind auf dem Vormarsch \u2013 was unseren Strom angeht, denn 2016 waren in Deutschland 29 Prozent erneuerbar. 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