{"id":7449,"date":"2017-06-23T10:29:08","date_gmt":"2017-06-23T08:29:08","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=7449"},"modified":"2017-06-21T11:31:26","modified_gmt":"2017-06-21T09:31:26","slug":"forschungsprojekt-grid4eu-verbessert-stromnetze-durch-intelligente-steuerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=7449","title":{"rendered":"Forschungsprojekt Grid4EU verbessert Stromnetze durch intelligente Steuerung"},"content":{"rendered":"<p>Die Ergebnisse des ab 2014 im m\u00fcnsterl\u00e4ndischen Reken umgesetzten Forschungsprojekts Grid4EU \u00fcber intelligente Stromnetze liegen nun vor. Ziel der Ma\u00dfnahme war zu analysieren, wie existierende Stromnetze technisch so optimiert werden k\u00f6nnen, dass sie dynamischer und flexibler auf die schwankende Einspeisung von Strom aus regenerativen Energien reagieren. Projektleiter Thomas Wiedemann von innogy fasst die Ergebnisse zusammen: \u201eDie intelligente Netzsteuerung sorgt daf\u00fcr, dass die Einspeisekapazit\u00e4t des \u00f6rtlichen Stromnetzes im Vergleich zu einem herk\u00f6mmlichen Netz um 17 Prozent erh\u00f6ht wird. Ein notwendiger Netzausbau k\u00f6nnte entsprechend verz\u00f6gert werden. Gleichzeitig kann die Steuerung die Verluste im Netz um 20 bis 30 Prozent verringern. Aber auch die Versorgungsqualit\u00e4t f\u00fcr die Stromkunden wird durch die intelligente Steuerung deutlich verbessert. Die Ausfallzeiten k\u00f6nnen um etwa 30 bis 40 Prozent gesenkt werden. Wenn es dennoch zu einer St\u00f6rung kommt, wird die Zeit bis zur Wiederversorgung um mehr als 20 Prozent gesenkt. Das Projekt zeigt daher ganz klar: Unsere Netze brauchen mehr Intelligenz statt nur mehr Kupfer.\u201c<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Schwankungen im Stromnetz entstehen durch die stetig steigende Anzahl von PV-Anlagen und Windr\u00e4dern, die ihre Energie immer dann ins Netz einspeisen, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht. Zus\u00e4tzlich \u00fcbersteigt bereits heute in vielen Regionen Deutschlands die produzierte Strommenge zeitweise den regionalen Bedarf. Reken wurde ausgew\u00e4hlt, weil es typisch ist f\u00fcr viele l\u00e4ndlich gepr\u00e4gte Regionen in Deutschland. Aktuell sind in der Gemeinde mehr als 800 dezentrale Erzeugungsanlagen in Betrieb und speisen mit einer Leistung von knapp 36.000 kW ins Verteilnetz ein.<\/p>\n<p>Eine M\u00f6glichkeit w\u00e4re es nun, das Stromnetz so auszubauen, dass die gesamte Stromproduktion zus\u00e4tzlich aufgenommen werden kann. Hierzu m\u00fcssten in erheblichem Umfang neue, leistungsstarke Erdkabel verlegt werden. Doch Netzausbau ist nicht nur teuer, sondern ben\u00f6tigt auch oft lange Genehmigungszeiten. Hier sollte das innogy-Projekt ansetzen und innovative L\u00f6sungen erproben.<\/p>\n<p>Im Ortsnetz von Reken hat innogy daf\u00fcr an mehreren sensiblen Stellen intelligente Schalt- und Messprogramme eingesetzt. In einem Teilbereich mit etwa 100 Ortsnetzstationen wurden 18 intelligente Stationen eingebaut. Zus\u00e4tzlich wurde eine Kontrolleinheit in der zugeh\u00f6rigen Umspannanlage errichtet.<\/p>\n<p>Diese kann den Netzbereich selbstst\u00e4ndig \u00fcberwachen, schalten und steuern. Projektleiter Thomas Wiedemann: \u201eDie Messprogramme liefern die erforderlichen Daten, um noch besser \u00fcberblicken zu k\u00f6nnen, wie sich der Stromfluss im Netz verh\u00e4lt. Die Schaltprogramme lenken den Stromfluss anschlie\u00dfend automatisch in m\u00f6glichst optimale Bahnen. Intelligente Mess- und Steuertechnik sorgt daf\u00fcr, dass der Strom aus regenerativen Energien aufgenommen und dorthin transportiert wird, wo er gebraucht wird. Die Balance zwischen Einspeisung und Verbrauch kann deutlich verbessert werden. So wird der Lastfluss durch die automatisch agierenden Schaltstellen optimiert, kritische Netzsituationen lassen sich vermeiden und Netzverluste reduzieren.\u201c<\/p>\n<p>Das Projekt in Reken wurde im Rahmen des von der Europ\u00e4ischen Union gef\u00f6rderten Forschungsprojekts GRID4EU umgesetzt. Insgesamt wurden europaweit an sechs verschiedenen Orten Konzepte und Technologien getestet und bewertet, wie die Netze kosteneffizient, flexibel und belastbarer gemacht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.innogy.com\">www.innogy.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ergebnisse des ab 2014 im m\u00fcnsterl\u00e4ndischen Reken umgesetzten Forschungsprojekts Grid4EU \u00fcber intelligente Stromnetze liegen nun vor. 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