{"id":7330,"date":"2017-05-19T15:59:10","date_gmt":"2017-05-19T13:59:10","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=7330"},"modified":"2017-05-18T11:36:39","modified_gmt":"2017-05-18T09:36:39","slug":"photovoltaik-kuenftig-noch-lukrativer-solarstromspeicher-werden-wirtschaftlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=7330","title":{"rendered":"Photovoltaik k\u00fcnftig noch lukrativer: Solarstromspeicher werden wirtschaftlich"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_7333\" aria-describedby=\"caption-attachment-7333\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/?attachment_id=7333\" rel=\"attachment wp-att-7333\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-7333\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Solarcluster-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Solarcluster-300x200.jpg 300w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Solarcluster.jpg 660w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-7333\" class=\"wp-caption-text\">Mit Solarstromspeichern lohnt sich Photovoltaik k\u00fcnftig noch mehr (Foto: Simon Kraus \/ Fotolia)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Photovoltaikanlagen lohnen sich f\u00fcr Hauseigent\u00fcmer finanziell. Mit Solarstromspeichern wird sich der Gewinn k\u00fcnftig noch erh\u00f6hen. Denn die Speicher stehen unmittelbar vor der Wirtschaftlichkeit. Zu diesem Ergebnis kommen Berechnungen des Solar Clusters Baden-W\u00fcrttemberg. In den vergangenen zw\u00f6lf Monaten sind die Kosten f\u00fcr Speicherbatterien von Photovoltaikanlagen durchschnittlich um \u00fcber zehn Prozent gefallen. \u201eIm ersten Quartal 2017 lagen sie teilweise bei nur noch rund 1.150 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazit\u00e4t\u201c, sagt Carsten Tschamber vom Solar Cluster. Die Grenze, unter der die Kleinspeicher mehr einbringen, als sie kosten, liegt bei 1.000 Euro. Zieht man noch die halbj\u00e4hrlich sinkende KfW-F\u00f6rderung ab, erreichen erste Speicherprodukte bei guter Planung bereits die Wirtschaftlichkeit. Bis zum Ende der F\u00f6rderung 2018 k\u00f6nnten die Batterien noch einmal um bis zu 20 Prozent g\u00fcnstiger werden \u2013 ein Kauf w\u00fcrde sich dann auch ohne staatliche F\u00f6rderung f\u00fcr den Verbraucher lohnen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Kosten von Solarstrom aus neuen Wohnhaus-Photovoltaikanlagen sind auf bis zu acht Cent pro Kilowattstunde gefallen \u2013 weniger als ein Drittel dessen, was Hauseigent\u00fcmer f\u00fcr den Haushaltstrom vom Energieversorger zahlen m\u00fcssen. Daher lohnt es sich f\u00fcr sie, m\u00f6glichst viel davon selbst zu verbrauchen. Solarbatterien helfen dabei, den lukrativen Eigenverbrauch von 30 bis 35 auf bis zu 70 Prozent zu verdoppeln. \u201eSolarstrom, der mittags anf\u00e4llt und aufgrund des geringen Energiebedarfs zu dieser Tageszeit nur teilweise sofort genutzt werden kann, wird gespeichert und abends, wenn die Familie wieder komplett zuhause ist, verbraucht\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Jann Binder vom Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W\u00fcrttemberg (ZSW). \u201eMit dem klimafreundlichen Strom vom Dach kann man die Beleuchtung betreiben, das Smartphone aufladen oder die Sp\u00fclmaschine anstellen.\u201c Vielen Speichernutzern mache es einfach Spa\u00df, mehr von der Solarstromernte im eigenen Haus zu nutzen, so Binder weiter.<\/p>\n<p>Bislang war die Anschaffung eines Solarstromspeichers jedoch nicht wirtschaftlich. Vielen Nutzern war das zweitrangig. Sie legten sich trotzdem einen zu. Eine erh\u00f6hte Energieunabh\u00e4ngigkeit und technische Faszination z\u00e4hlten zu den Gr\u00fcnden. Von 2013 bis Ende 2016 kauften die Deutschen rund 52.000 Solarstromspeichersysteme. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) geht davon aus, dass aktuell bereits 60.000 Speicher installiert sind und prognostiziert bis Ende 2018 einen Anstieg auf 100.000 Speicher. Das Potenzial f\u00fcr weiteres Wachstum ist hoch: Es gibt bundesweit rund 1,6 Millionen Solarstromanlagen, j\u00e4hrlich kommen zudem zehntausende Neuanlagen hinzu.<\/p>\n<p>2021 endet zudem f\u00fcr die ersten Solaranlagen die auf 20 Jahre festgelegte EEG-F\u00f6rderung. Sie hatten den PV-Strom noch komplett in das Stromnetz eingespeist. Weil es dann jedoch keine Einspeiseverg\u00fctung f\u00fcr diese Anlagen mehr gibt, muss m\u00f6glichst viel eigener Strom verbraucht werden. Da die Anlagen bereits abgeschrieben sind und sich die Kosten f\u00fcr den erzeugten PV-Strom auf Wartungs- und Betriebskosten beschr\u00e4nken, ist der Solarstrom mit rund zwei bis vier Cent pro Kilowattstunde sehr g\u00fcnstig. Hier lohnt sich eine Steigerung der Eigenverbrauchsquote mit Speichern so richtig. Um diese Zeit l\u00e4uft dar\u00fcber hinaus die EEG-F\u00f6rderung auch f\u00fcr Neuanlagen aus, da dann in Deutschland 52 Gigawatt an Photovoltaik-Leistung installiert sein sollen. Das Auslaufen der EEG-F\u00f6rderung f\u00fcr Alt- und Neuanlagen wird dem Speichermarkt einen weiteren Schub geben, prophezeien Experten wie Jann Binder vom ZSW.<\/p>\n<p>Auch Marktforscher gehen von einem weiteren Wachstum auf dem Speichermarkt aus. Das l\u00e4sst die Preise in den Keller purzeln, was wiederum die Nachfrage anheizt. Grunds\u00e4tzlich gilt: Verdoppelt sich die Zahl der Speicher, sinken die Kosten um 20 Prozent. In den Jahren 2014 und 2015 sind die Systempreise f\u00fcr Lithiumspeicher pro nutzbarer Kilowattstunde um jeweils 18 Prozent gefallen. Im vergangenen Jahr waren es laut Angaben der ees Europe, Europas gr\u00f6\u00dfter Fachmesse f\u00fcr Batterien und Energiespeichersysteme, bis zu 15 Prozent. Aktuell ist ein Speichersystem auf Lithium-Ionen-Basis inklusive Installation bereits ab rund 1.150 Euro netto pro nutzbarer Kilowattstunde Speicherkapazit\u00e4t erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>Abz\u00fcglich der F\u00f6rderung der KfW, die 2016 wieder eingef\u00fchrt wurde, unterschreiten manche Anlagen nun die magische 1.000-Euro-Grenze. Die Zahlen gelten freilich nicht f\u00fcr alle Speichersysteme, die auf dem Markt sind. Doch eines ist klar: Die Zeit spielt f\u00fcr die Batteriespeicher. In den n\u00e4chsten Monaten werden die Kosten weiter sinken, sp\u00e4testens 2018 k\u00f6nnte eine Mehrzahl der Speicher bei guter Planung die Wirtschaftlichkeitsgrenze auch ohne F\u00f6rderung erreichen. Dann kostet das Speichern einer Kilowattstunde Solarstrom den Betreiber rund 18 Cent pro Kilowattstunde. Auf die ausgelegte Speicherbetriebsdauer von 20 Jahren inklusive einer geringen Haushaltsstrompreis-Steigerung in dem Zeitraum stellt dieser Wert die Grenze dar, unter der die Kleinspeicher mehr einbringen, als der K\u00e4ufer zahlen muss. Dann kostet die Kilowattstunde Solarstrom aus dem Speicher weniger als der Haushaltsstrom.<\/p>\n<p>Fazit: Da neben den sinkenden Speicherkosten derzeit auch die Kosten der Photovoltaikanlagen weiter zur\u00fcckgehen und der Haushaltsstrompreis als Referenzgr\u00f6\u00dfe wahrscheinlich in Zukunft weiter steigen wird, wird Solarstrom aus dem Speicher im Vergleich zum Strombezug aus dem Netz immer g\u00fcnstiger. \u201eMit Batteriespeicher sind Solaranlagen k\u00fcnftig noch gewinnbringender als ohne\u201c, fasst Carsten Tschamber vom Solar Cluster zusammen. \u201eDie Batteriespeicher etablieren sich derzeit als ein integraler Teil von privaten Photovoltaikanlagen.\u201c<\/p>\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.solarcluster-bw.de\">www.solarcluster-bw.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Photovoltaikanlagen lohnen sich f\u00fcr Hauseigent\u00fcmer finanziell. Mit Solarstromspeichern wird sich der Gewinn k\u00fcnftig noch erh\u00f6hen. 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