{"id":7070,"date":"2017-03-17T17:22:11","date_gmt":"2017-03-17T16:22:11","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=7070"},"modified":"2017-03-17T14:43:20","modified_gmt":"2017-03-17T13:43:20","slug":"warum-sich-solarstrom-auch-fuer-unternehmen-lohnt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=7070","title":{"rendered":"Warum sich Solarstrom auch f\u00fcr Unternehmen lohnt"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_7071\" aria-describedby=\"caption-attachment-7071\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/?attachment_id=7071\" rel=\"attachment wp-att-7071\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-7071\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Dach-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Dach-300x200.jpg 300w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Dach.jpg 660w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-7071\" class=\"wp-caption-text\">Photovoltaikanlage auf einem Firmendach in Simbach (Foto: KACO new energy)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Photovoltaikanlagen lohnen sich auch f\u00fcr Unternehmen aus Handel, Gewerbe und Industrie. Viele von ihnen nutzen bereits die Kostenvorteile, die selbst erzeugter Solarstrom bietet. In diesem Jahr rechnet sich die klimafreundliche Investition sogar noch mehr: Die Preise f\u00fcr Solaranlagen sind deutlich gesunken; um rund zehn Prozent in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten. Die Verg\u00fctung f\u00fcr den eingespeisten Solarstrom bei Anlagen unter 750 Kilowatt (kW) installierter Leistung bleibt im ersten Halbjahr 2017 au\u00dferdem erneut gleich hoch. Hinzu kommt: Der zum Jahreswechsel vielerorts gestiegene Strompreis macht den Eigenverbrauch finanziell attraktiver. Darauf weist die Branchenvereinigung Solar Cluster Baden-W\u00fcrttemberg hin.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&#8222;Errichtet ein Unternehmen eine Photovoltaikanlage und speist den Solarstrom vollst\u00e4ndig in das \u00f6ffentliche Netz ein, sind bereits j\u00e4hrliche Renditen von f\u00fcnf Prozent m\u00f6glich&#8220;, sagt Carsten Tschamber vom Solar Cluster. &#8222;Wer den Strom teilweise selbst verbraucht, kann den finanziellen Ertrag noch deutlich steigern.&#8220; Strom aus der Sonne lohnt sich f\u00fcr Firmen aber auch aus einem anderen Grund: Ein Teil der Betriebskosten kann so langfristig abgesichert werden.<\/p>\n<p>Firmen k\u00f6nnen in Deutschland Fl\u00e4chen in beachtlichem Umfang f\u00fcr Photovoltaikanlagen nutzen: Bundesweit stehen den \u00fcber 3,5 Millionen Unternehmen vier bis f\u00fcnf Millionen Nichtwohngeb\u00e4ude zur Verf\u00fcgung. Allein in Baden-W\u00fcrttemberg sind es rund 440.000. Dort gibt es oft gro\u00dfe Dachfl\u00e4chen, ein guter Teil davon sind Flachd\u00e4cher. Hinzu kommen unz\u00e4hlige Freifl\u00e4chen in Industrie- und Gewerbegebieten, die als Konversionsfl\u00e4chen ausgewiesen sind.<\/p>\n<p>Der Strom aus einer Firmen-Photovoltaikanlage kostet je nach Gr\u00f6\u00dfe inzwischen nur noch f\u00fcnf bis acht Cent pro Kilowattstunde und ist damit um einiges g\u00fcnstiger als Industrie- und Gewerbestrom, der mit 15 bis 18 Cent pro Kilowattstunde zu Buche schl\u00e4gt. Was nicht selbst verbraucht werden kann, wird in das \u00f6ffentliche Stromnetz eingespeist und \u00fcber das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verg\u00fctet oder direkt vermarktet.<\/p>\n<p>Wie bei Privatleuten sind es vor allem drei Gr\u00fcnde, die den \u00d6kostrom vom Dach oder der Freifl\u00e4che wirtschaftlich attraktiver machen: Die gesunkenen Anlagenkosten gehen einher mit einer stabil gebliebenen F\u00f6rderung. Die Einspeiseverg\u00fctung f\u00fcr Solarstrom aus neuen Dachanlagen auf Nichtwohngeb\u00e4uden bis 100 Kilowatt installierter Leistung liegt weiterhin bei 8,53 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Das steigert den Gewinn.<\/p>\n<p>Investoren, die eine neue Photovoltaikanlage mit mehr als 100 Kilowatt Leistung errichten wollen, vermarkten den Solarstrom direkt. Auch hier ist die Verg\u00fctung unver\u00e4ndert geblieben. Nur Betreiber neuer Anlagen \u00fcber 750 kW installierter Leistung m\u00fcssen seit diesem Jahr vor der Direktvermarktung an einer Ausschreibung teilnehmen, um die F\u00f6rderung zu erhalten.<\/p>\n<p>Der dritte Faktor, warum sich Solaranlagen mehr lohnen als zuvor, ist der steigende Strompreis: Zum Jahreswechsel wurden insbesondere staatliche Umlagen und Netzentgelte angehoben. Das Ende der Fahnenstange ist wohl noch nicht erreicht, weitere Preissteigerungen stehen vor der T\u00fcr. Hier k\u00f6nnen Unternehmen gegensteuern und sich langfristig einen stabilen Strompreis sichern, der derzeit zwischen einem Drittel und zwei Dritteln unter dem Industrie- und Gewerbestrompreis liegt.<\/p>\n<p>Speisen Unternehmen den selbst erzeugten Solarstrom vollst\u00e4ndig ein, erzielen sie damit auf einfache Art eine ansehnliche Rendite. Steigern kann man den finanziellen Ertrag mit Eigenverbrauch. Da die Last im Gegensatz zu Privatleuten meist nur tags\u00fcber anf\u00e4llt und sich das mit dem Solarstromertrag deckt, sind Eigenverbrauchsquoten von 70 Prozent oder mehr bereits ohne Speicher m\u00f6glich. Wie hoch der Gewinn mit Eigenverbrauch sein kann, h\u00e4ngt letztlich von der Gr\u00f6\u00dfe der Anlage, dem Anteil des Eigenverbrauchs und den Stromkosten ab. Eigenverbrauch bringt jedoch in der Regel mehr Komplexit\u00e4t mit sich: Insbesondere rechtliche Fragen und solche der Finanzierung machen Unternehmen hier oftmals das Leben schwer.<\/p>\n<p>Solarstromspeicher erh\u00f6hen den lukrativen Eigenverbrauch. Das allein macht sie f\u00fcr Firmen allerdings noch nicht attraktiv. Der Grund: Ihr Strompreis ist deutlich niedriger als der von Privatkunden. Damit ist die Einsparung f\u00fcr den selbst verbrauchten Strom entsprechend geringer. In manchen F\u00e4llen lohnt es sich aber trotzdem, etwa wenn durch Speicher teure Lastspitzen vermieden werden k\u00f6nnen oder eine unterbrechungsfreie Stromversorgung ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n<p>Eine Beispielrechnung f\u00fcr eine mittelgro\u00dfe Anlage von 200 Kilowatt Gr\u00f6\u00dfe zeigt: Rund 925 Euro pro Kilowattstunde installierte Leistung m\u00fcssen Unternehmen hier derzeit investieren. Das sind 185.000 Euro. Inklusive laufendem Aufwand und Finanzierungskosten kommen 234.000 Euro zusammen. Die Einnahmen in den n\u00e4chsten 25 Jahren, bestehend aus der Einspeiseverg\u00fctung in den ersten 20 Jahren und dem Stromverkauf in den darauffolgenden f\u00fcnf Jahren, belaufen sich auf 494.000 Euro \u2013 ein Gewinn von 260.000 Euro. Die Amortisationszeit einer solchen Photovoltaikanlage liegt bei rund neun Jahren. Wird der erzeugte Solarstrom im Unternehmen teilweise selbst verbraucht, steigt der Gewinn.<\/p>\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.solarcluster-bw.de\">www.solarcluster-bw.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Photovoltaikanlagen lohnen sich auch f\u00fcr Unternehmen aus Handel, Gewerbe und Industrie. 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