{"id":21799,"date":"2024-11-06T09:04:45","date_gmt":"2024-11-06T08:04:45","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=21799"},"modified":"2024-11-02T09:15:59","modified_gmt":"2024-11-02T08:15:59","slug":"das-bad-als-lebensraum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=21799","title":{"rendered":"Das Bad als Lebensraum"},"content":{"rendered":"\n<p>Christoph Behling hat als Produktdesigner f\u00fcr Geberit mehrere Kollektionen und Badserien entwickelt. F\u00fcr ihn stehen immer \u00c4sthetik, Nutzerfreundlichekit und Ressourcenschonung im Mittelpunkt. Der Industriedesigner, der auch Gr\u00fcnder des Londoner Designstudios Chrisoph Behling Design ist und f\u00fcr den Uhren-Hersteller TAG Heuer t\u00e4tig war, spricht hier in einem interview \u00fcber seine Ideen zum Thema Benutzerfreundlichkeit und vor allem Langlebigkeit von Produkten. Er betrachtet das Badezimmer auch als Lebensraum.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/IMG_1282.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/IMG_1282-1024x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21800\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/IMG_1282-1024x1024.jpeg 1024w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/IMG_1282-300x300.jpeg 300w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/IMG_1282-150x150.jpeg 150w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/IMG_1282-768x768.jpeg 768w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/IMG_1282.jpeg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das neue AquaClean Sela Square ist das erste Dusch-WC aus dem Hause Geberit in eckiger Formensprache &#8211; Quelle: Geberit<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit dem Unternehmen\u00a0SolarLab\u00a0Research + Design widmete\u00a0sich Christoph Behling auch\u00a0dem\u00a0nachhaltigenProduktdesign f\u00fcr solarbetriebene Transportmittel und Architektur.\u00a0In der Zusammenarbeit mit Geberit entstanden unter anderem mehrere Kollektionen\u00a0derSigma Bet\u00e4tigungsplatten,\u00a0die\u00a0Dusch-WCsAquaClean Mera, Sela und Alba\u00a0sowie\u00a0Teile der\u00a0Badserie\u00a0ONE. Im Fokus stehen dabei stets \u00c4sthetik,\u00a0Benutzerfreundlichkeit und Ressourcenschonung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Herr Behling,<\/strong><strong>&nbsp;<\/strong><strong>Sie&nbsp;<\/strong><strong>haben ein sehr breites Spektrum: Uhren, Solar-Yachten \u2013 und Dusc<\/strong><strong>h-<\/strong><strong>WCs. Das ist doch eine recht<\/strong><strong>&nbsp;<\/strong><strong>ungew\u00f6hnliche Kombination, wenn es um Design geht. Was ist das verbindende Element?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr&nbsp;mich ist das die Langlebigkeit. Sowohl funktional wie auch \u00e4sthetisch. Edle Schweizer Uhren beispielsweise<strong><\/strong>sind kein Trendprodukt, das man nach ein paar Jahren austauscht. Nach&nbsp;10&nbsp;oder 20&nbsp;Jahren mag man<strong>&nbsp;<\/strong>die&nbsp;St\u00fcckeimmer noch, nach 30 Jahren haben&nbsp;sie den Wert sogar verdoppelt. Auch ein Bad hat man&nbsp;\u00fcber<strong>&nbsp;<\/strong>Jahrzehnte \u2013 im Durchschnitt renovieren die Deutschen alle 24 Jahre ihr Bad. Zum Vergleich: eine Ehe dauert<strong>&nbsp;<\/strong>in Deutschland im Schnitt 15 \u2013 das Bad schl\u00e4gt sie also um fast 10 Jahre (lacht). \u00dcber diese beschriebenen<strong>&nbsp;<\/strong>24 Jahre m\u00f6chte ich Freude an meinem Bad haben. Ich m\u00f6chte es jeden Tag gerne betreten, weil es mir<strong>&nbsp;<\/strong>immer noch so gef\u00e4llt wie am ersten Tag.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie schafft man das?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube, das Geheimnis ist die perfekte Balance zwischen \u00c4sthetik und Funktion. Dieses Designprinzip bildet&nbsp;auch die Grundlage&nbsp;f\u00fcr&nbsp;meine Zusammenarbeit mit dem Badexperten Geberit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Werfen wir doch einen Blick hinter die Kulissen \u2013 wie haben Sie diese Balance in Ihrem pers\u00f6nlichen<\/strong><strong><\/strong><strong>Badezimmer umgesetzt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich pers\u00f6nlich glaube an das Badezimmer als Lebensraum. Unser Familienbad hat zwei gro\u00dfe&nbsp;T\u00fcren, die eine vom&nbsp;gemeinschaftlichen Wohnraum, die andere direkt vom Schlafzimmer aus. Der Boden ist&nbsp;aus&nbsp;Holz, denn wenn man&nbsp;den ordentlich pflegt, ist das v\u00f6llig problemlos. Wir haben gro\u00dfe Spiegelschr\u00e4nke, alle&nbsp;Sanit\u00e4rprodukte&nbsp;sind von Geberit.&nbsp;Insgesamt ist unser Bad schon ein bisschen Zentrum des Lebens, es macht Spa\u00df, sich dort aufzuhalten. Viele&nbsp;der lustigsten Gespr\u00e4che in der Familie&nbsp;f\u00fchren&nbsp;wir im Bad \u2013 vielleicht nicht gerade morgens an einem Schultag,&nbsp;aber insgesamt schon.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Findet man da auch ein Dusch<\/strong><strong>&#8211;<\/strong><strong>WC?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich! Wir haben ein Geberit AquaClean Mera \u2013&nbsp;dasunser Zusammenleben ver\u00e4ndert hat. Das WC ist&nbsp;ja vielzu oft fast ein Ort der Scham.&nbsp;Es riecht nicht gut, die Reinigung mit Klopapier ist unbequem \u2013&nbsp;\u00fcberhaupt&nbsp;ist&nbsp;alles&nbsp;irgendwie&nbsp;unangenehm. Mit dem Mera ist die k\u00f6rperliche Reinigung pl\u00f6tzlich sehr angenehm, der Geruch ist&nbsp;dank der Absaugfunktion kein Problem mehr \u2013 es ist alles sozial viel entspannter. Dieses&nbsp;Schamgef\u00fchl, das wir&nbsp;in Zusammenhang mit dem WC oft&nbsp;versp\u00fcren, das hat im 21. Jahrhundert keinen Platz mehr. Das Bad muss man&nbsp;viel mehr als sozialen Ort begreifen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Als Ort&nbsp;<\/strong><strong>des Zusammenkommens<\/strong><strong>&nbsp;<\/strong><strong>wird das Bad&nbsp;<\/strong><strong>ja nicht<\/strong><strong>&nbsp;oft gesehen<\/strong><strong>, oder?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Noch nicht. Ich&nbsp;glaube,&nbsp;deshalb wird das Bad der spannendste Raum in der Architektur in den n\u00e4chsten 20Jahren. Es wird eine \u00e4hnliche Entwicklung durchmachen wie die&nbsp;K\u00fcche&nbsp;\u2013 vom separaten Funktionsraum zumMittelpunkt des sozialen Lebens. Das liegt zu einem gro\u00dfen Teil an der Technologie \u2013 in der&nbsp;K\u00fcche&nbsp;war das die&nbsp;Erfindung des Dunstabzugs. Der Raum konnte sich \u00f6ffnen, weil es einfach nicht mehr so stark riecht, wenn man&nbsp;beispielsweise ein Steak oder Lachs br\u00e4t. Heute sind offene Grundrisse allgegenw\u00e4rtig \u2013 und die&nbsp;K\u00fcchedas&nbsp;Herzst\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Glauben Sie, das Bad \u2013 analog zur K<\/strong><strong>\u00fc<\/strong><strong>che \u2013 wird demn\u00e4chst auch Teil eines offenen<\/strong><strong><\/strong><strong>Grundrisskonzeptes sein?<\/strong><strong>&nbsp;<\/strong><strong>Werden wir einen Bad-Schlafbereich haben, so wie es jetzt Wohn-Essbereiche gibt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, hundertprozentig! Es gibt eine intime Beziehung zwischen Schlafraum und Bad \u2013 und die Barrierendazwischen werden weicher. Dieser Trend spiegelt sich auch stark in der Hotellerie: Viele Hotels&nbsp;spielen mit offenen Badkonzepten, vielleicht kann man in der Badewanne liegen und trotzdem aus dem&nbsp;Fenster schauen. Die geflieste Nasszelle, die ich pers\u00f6nlich ganz&nbsp;f\u00fcrchterlich&nbsp;finde, bricht auf. Dazu braucht es&nbsp;einfach Technologie, die mit Feuchtigkeit, aber vor allem mit&nbsp;Ger\u00fcchen&nbsp;umgehen kann. Es braucht Produkte, dieverstehen,&nbsp;wie wir leben und was uns eigentlich st\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>K\u00f6nnen Sie uns&nbsp;<\/strong><strong>dazu&nbsp;<\/strong><strong>ein Beispiel geben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sehen wir uns beispielsweise das Waschbecken hier an (Geberit ONE mit&nbsp;einem&nbsp;horizontalen&nbsp;CleanDrain&nbsp;Ablauf): Normalerweise&nbsp;h\u00e4tten wir in der Mitte einen runden Siphon, aus dem ich dann regelm\u00e4\u00dfig die langen Haare meiner T\u00f6chter&nbsp;herausholen muss. Das macht&nbsp;nat\u00fcrlich\u00fcberhaupt&nbsp;keinen Spa\u00df. Der&nbsp;CleanDrain&nbsp;Ablauf von Geberit hat an&nbsp;der&nbsp;R\u00fcckseite&nbsp;einen Kamm, er ist magnetisch, ganz leicht rauszunehmen, ganz leicht zu reinigen. In anderen&nbsp;Waschbecken haben wir dann noch diesen \u00dcberlauf, bei dem man gar nicht wissen will, wie es dahinter aussieht.&nbsp;Dieses Waschbecken hat auch eine \u00dcberlauffunktion, aber sie ist unsichtbar versteckt. Das sind keine Dinge, die&nbsp;im Showroom den gro\u00dfen Wow-Effekt ausl\u00f6sen. Aber im t\u00e4glichen Leben machen sie einen riesigen Unterschied.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ist die Funktion also wichtiger als die \u00c4sthetik?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nein, auf keinen Fall. Es ist Teamwork der beiden. Eine Besonderheit des Baddesign ist\u00a0ja auch\u00a0eines: im Badg\u00f6nne ich mir pers\u00f6nlich etwas. Das Bad, neben meinem Schlafzimmer, hat nicht den repr\u00e4sentativen Aspekt,\u00a0den eine offene\u00a0K\u00fcche\u00a0hat.\u00a0Nat\u00fcrlich\u00a0ist die \u00c4sthetik wichtig, weil sie sich durchzieht, aber die Funktion ist ganzessenziell \u2013 die kleinen Dinge im Alltag, die uns nerven, die\u00a0m\u00fcssen\u00a0wir beseitigen und durch positive Emotionenbesetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Geberit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christoph Behling hat als Produktdesigner f\u00fcr Geberit mehrere Kollektionen und Badserien entwickelt. 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