{"id":21674,"date":"2024-10-18T10:40:34","date_gmt":"2024-10-18T08:40:34","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=21674"},"modified":"2024-10-09T11:36:35","modified_gmt":"2024-10-09T09:36:35","slug":"auftragslage-bei-e-handwerkern-in-ordnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=21674","title":{"rendered":"Auftragslage bei E-Handwerkern noch in Ordnung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Deutsche Wirtschaft klagt \u00fcber die schlechte Stimmung und bei einigen Branchen auch \u00fcber negative Tendenzen. Eine aktuelle Studie des ZEVH ergab,  dass sich auch bei den E-Handwerkern die Auftragslage verschlechtert hat.  Trotzdem sind derzeit noch keine wesentlichen wirtschaftliche Einbr\u00fcche zu beklagen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_1232.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"579\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_1232-1024x579.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21678\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_1232-1024x579.jpeg 1024w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_1232-300x170.jpeg 300w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_1232-768x434.jpeg 768w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_1232-1536x868.jpeg 1536w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_1232-1320x746.jpeg 1320w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_1232.jpeg 1757w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: ZEVH<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die vom 16. bis 27. September durchgef\u00fchrte Herbstkonjunkturumfrage<strong>*<\/strong>\u00a0des ZVEH zeigt nun jedoch: Die Stimmung hat sich auch in den E-Handwerken weiter verschlechtert. Von einem wirtschaftlichen Einbruch kann allerdings weiterhin nicht gesprochen werden. So geben noch immer 54,1 Prozent der Befragten an, ihre Gesch\u00e4ftslage sei gut (Fr\u00fchjahr 2024: 58,8 %). Als \u201ebefriedigend\u201c bewerten sie 37,1 Prozent (Fr\u00fchjahr 2024: 34,0 %) und als \u201eschlecht\u201c 8,8 Prozent (Fr\u00fchjahr 2024: 7,3 %).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Schw\u00e4chere Auftragsentwicklung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Grund f\u00fcr die dennoch zunehmend pessimistischere Einsch\u00e4tzung ist unter anderem die Auftragsentwicklung in den vergangenen sechs Monaten. Rund 30 Prozent der Betriebe gaben an, Auftragsr\u00fcckg\u00e4nge verzeichnet zu haben \u2013 und das \u00fcber alle Auftraggeber-Kategorien (privat, \u00f6ffentlich und gewerblich) hinweg (s. Grafik \u201eAuftragsentwicklung\u201c). Die ZVEH-Herbstkonjunkturumfrage zeigt denn auch, dass die in der Branche traditionell sehr hohen Auftragspolster deutlich zur\u00fcckgegangen sind. So betr\u00e4gt der durchschnittliche Auftragsvorlauf aktuell nur noch 13,8 Wochen. Vor sechs Monaten waren es noch 15,2 Wochen. Auch gaben im Fr\u00fchjahr 2024 noch 28,8 Prozent der Umfrageteilnehmer an, \u00fcber Auftragsvolumen von mehr als vier Monaten zu verf\u00fcgen. Aktuell sind es nur noch 22,1 Prozent \u2013 ein Minus von 6,7 Prozentpunkten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zahl offener Stellen nimmt ab<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenfalls r\u00fcckl\u00e4ufig ist die Zahl der Unternehmen, die offene Stellen melden. Sie sank gegen\u00fcber dem Fr\u00fchjahr von 57,5 auf 52,0 Prozent. Damit verzeichnet dieser Konjunkturindikator seit dem H\u00f6chstwert aus dem Fr\u00fchjahr 2023 (66,4 %) einen stetigen R\u00fcckgang. Das deutet darauf hin, dass sich die Betriebe aufgrund zur\u00fcckgehender Auftr\u00e4ge bei der Ausschreibung neuer Stellen zur\u00fcckhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die bei den Betrieben erfragte Ver\u00e4nderung der Besch\u00e4ftigtenzahlen (s. Grafik \u201eBesch\u00e4ftigungsentwicklung\u201c) weist erstmals seit f\u00fcnf Jahren im Herbst keinen positiven Trend aus. \u00dcblicherweise melden die Betriebe im Herbst aufgrund der neu eingestellten Auszubildenen ein Wachstum. Jetzt meldeten jedoch ebenso viele Unternehmen (jeweils 20 %) in den letzten sechs Monaten einen Zuwachs wie einen R\u00fcckgang bei den Besch\u00e4ftigtenzahlen. Im Fr\u00fchjahr war der Saldo aus Zuw\u00e4chsen und R\u00fcckg\u00e4ngen mit minus 8,5 Prozentpunkten deutlich negativ, was in der Gesamtbewertung der letzten zw\u00f6lf Monate auf eine negative Besch\u00e4ftigungsentwicklung schlie\u00dfen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gesch\u00e4ftsklimaindex: trotz R\u00fcckgang solide<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts der insgesamt r\u00fcckl\u00e4ufigen Entwicklungen wundert es denn auch wenig, dass der Gesch\u00e4ftsklimaindex ebenfalls nachgab und von 75,7 auf nunmehr 72,7 Punkte sank (s. Grafik \u201eGesch\u00e4ftsklimaindex\u201c). \u201eDas stellt zwar immer noch einen soliden Wert dar und zeigt, dass die das Elektrohandwerke trotz Turbulenzen in der Wirtschaft relativ resilient sind. Es bedeutet aber auch, dass sich der Abw\u00e4rtstrend verfestigt\u201c, so&nbsp;<strong>Alexander Neuh\u00e4user, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH)<\/strong>: \u201eDa nicht davon auszugehen ist, dass sich die konjunkturelle Situation in den n\u00e4chsten Monaten drehen wird, sollten wir die Unternehmen der E-Handwerke wetterfest machen.\u201c Neuh\u00e4user verweist darauf, dass nur noch 14,7 Prozent der befragten Betriebe in den kommenden sechs Monaten von einer Verbesserung ihrer Gesch\u00e4ftslage (Fr\u00fchjahr 2024: 15,5 %), 26 Prozent jedoch von einer Verschlechterung (Fr\u00fchjahr 2024: 23,5 %) ausgehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die e-handwerkliche Organisation sieht insbesondere die Politik in der Pflicht, Wachstumschancen, wie sie etwa die Sektorkopplung bietet, zu unterst\u00fctzen. Abhilfe schaffen k\u00f6nnen hier eine Reform der Energiepreise, ein Festhalten am CO<sub>2<\/sub>-Bepreisungspfad, die Beseitigung von Netzengp\u00e4ssen wie auch die Beseitigung von Investitionshemmnissen.&nbsp;<strong>ZVEH-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Neuh\u00e4user<\/strong>: \u201eAus Berlin m\u00fcssen klare Signale kommen, die dazu beitragen, die Investitionszur\u00fcckhaltung in der freien Wirtschaft zu beseitigen. Andenfalls ist nicht auszuschlie\u00dfen, dass wir im n\u00e4chsten Jahr auch im ansonsten noch vergleichsweise stabilen E-Handwerk st\u00e4rkere Einbr\u00fcche erleben werden.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Entwicklung der Zukunftstechnologien: Betriebe setzen auf Synergien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Herbstkonjunkturumfrage enthielt auch diesmal wieder eine Zusatzfrage, die sich mit der Entwicklung der Zukunftstechnologien besch\u00e4ftigte. Auff\u00e4llig ist hier, dass gegen\u00fcber der Herbstumfrage 2023 der Anteil der Betriebe, die in den vorangegangenen sechs Monaten Ladestationen installierten, um 10,5 Prozentpunkte und damit recht deutlich zur\u00fcckging (Herbst 2023: 69,6 %; Herbst 2024: 59,1 %). Urs\u00e4chlich hierf\u00fcr ist vermutlich der allgemeine Nachfrager\u00fcckgang im Bereich der Ladestationen nach Auslaufen vieler F\u00f6rderungen. Die Entwicklung ist damit auf die wechselhaften politischen Rahmenbedingungen zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anders im Bereich der W\u00e4rmepumpen. Hier stieg trotz des durch das \u201eHeizungsgesetz\u201c verursachten Einbruchs beim Verkauf von W\u00e4rmepumpen der Anteil der installierenden Betriebe um 4,9 Prozentpunkte an (von 40,7 % im Herbst 2023 auf nun 45,6 %). In der Folge dieser Entwicklungen l\u00e4sst sich eine st\u00e4rkere Konzentration der Betriebe feststellen, die sich im Bereich der \u201eZukunftstechnologien\u201c engagieren. So nimmt einerseits die Zahl der Betriebe, die Leistungen in allen Bereichen (Photovoltaik, Elektromobilit\u00e4t und W\u00e4rmepumpen) erbracht haben, zu (Fr\u00fchjahr 2024: 24,7 %; Herbst 2024: 26,2 %). Andererseits gibt es aber auch mehr Betriebe, die in keinem dieser Bereiche aktiv waren (Fr\u00fchjahr 2024: 19,7 %; Herbst 2024: 23,6 %).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>* An der ZVEH-Herbstkonjunkturumfrage 2024 nahmen 1.595 Betriebe teil.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div data-wp-interactive=\"core\/file\" class=\"wp-block-file\"><object data-wp-bind--hidden=\"!state.hasPdfPreview\" hidden class=\"wp-block-file__embed\" data=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241008_ZVEH-Herbstkonjunktur_Grafik04_Auftragsentwicklung.pdf\" type=\"application\/pdf\" style=\"width:100%;height:600px\" aria-label=\"Einbettung von 20241008_ZVEH-Herbstkonjunktur_Grafik04_Auftragsentwicklung.\"><\/object><a id=\"wp-block-file--media-e74dafe1-0044-4dbb-a4a5-a8450c224aff\" href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241008_ZVEH-Herbstkonjunktur_Grafik04_Auftragsentwicklung.pdf\">20241008_ZVEH-Herbstkonjunktur_Grafik04_Auftragsentwicklung<\/a><a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20241008_ZVEH-Herbstkonjunktur_Grafik04_Auftragsentwicklung.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-e74dafe1-0044-4dbb-a4a5-a8450c224aff\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Frankfurt am Main, 08.<\/strong><strong>10<\/strong><strong>.202<\/strong><strong>4<\/strong><strong>:<\/strong>&nbsp;Die deutsche Wirtschaft klagt schon seit L\u00e4ngerem \u00fcber schlechte Stimmung und \u2013 je nach Branche \u2013 auch \u00fcber real hohe Einbu\u00dfen. Im Fr\u00fchjahr konnten sich die E-Handwerke trotz ebenfalls vorhandener Auftragsr\u00fcckg\u00e4nge noch von diesem starken Negativ-Trend absetzen. Die vom 16. bis 27. September durchgef\u00fchrte Herbstkonjunkturumfrage<strong>*<\/strong>&nbsp;des ZVEH zeigt nun jedoch: Die Stimmung hat sich auch in den E-Handwerken weiter verschlechtert. Von einem wirtschaftlichen Einbruch kann allerdings weiterhin nicht gesprochen werden. So geben noch immer 54,1 Prozent der Befragten an, ihre Gesch\u00e4ftslage sei gut (Fr\u00fchjahr 2024: 58,8 %). Als \u201ebefriedigend\u201c bewerten sie 37,1 Prozent (Fr\u00fchjahr 2024: 34,0 %) und als \u201eschlecht\u201c 8,8 Prozent (Fr\u00fchjahr 2024: 7,3 %).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Schw\u00e4chere Auftragsentwicklung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Grund f\u00fcr die dennoch zunehmend pessimistischere Einsch\u00e4tzung ist unter anderem die Auftragsentwicklung in den vergangenen sechs Monaten. Rund 30 Prozent der Betriebe gaben an, Auftragsr\u00fcckg\u00e4nge verzeichnet zu haben \u2013 und das \u00fcber alle Auftraggeber-Kategorien (privat, \u00f6ffentlich und gewerblich) hinweg (s. Grafik \u201eAuftragsentwicklung\u201c). Die ZVEH-Herbstkonjunkturumfrage zeigt denn auch, dass die in der Branche traditionell sehr hohen Auftragspolster deutlich zur\u00fcckgegangen sind. So betr\u00e4gt der durchschnittliche Auftragsvorlauf aktuell nur noch 13,8 Wochen. Vor sechs Monaten waren es noch 15,2 Wochen. Auch gaben im Fr\u00fchjahr 2024 noch 28,8 Prozent der Umfrageteilnehmer an, \u00fcber Auftragsvolumen von mehr als vier Monaten zu verf\u00fcgen. Aktuell sind es nur noch 22,1 Prozent \u2013 ein Minus von 6,7 Prozentpunkten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zahl offener Stellen nimmt ab<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenfalls r\u00fcckl\u00e4ufig ist die Zahl der Unternehmen, die offene Stellen melden. Sie sank gegen\u00fcber dem Fr\u00fchjahr von 57,5 auf 52,0 Prozent. Damit verzeichnet dieser Konjunkturindikator seit dem H\u00f6chstwert aus dem Fr\u00fchjahr 2023 (66,4 %) einen stetigen R\u00fcckgang. Das deutet darauf hin, dass sich die Betriebe aufgrund zur\u00fcckgehender Auftr\u00e4ge bei der Ausschreibung neuer Stellen zur\u00fcckhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die bei den Betrieben erfragte Ver\u00e4nderung der Besch\u00e4ftigtenzahlen (s. Grafik \u201eBesch\u00e4ftigungsentwicklung\u201c) weist erstmals seit f\u00fcnf Jahren im Herbst keinen positiven Trend aus. \u00dcblicherweise melden die Betriebe im Herbst aufgrund der neu eingestellten Auszubildenen ein Wachstum. Jetzt meldeten jedoch ebenso viele Unternehmen (jeweils 20 %) in den letzten sechs Monaten einen Zuwachs wie einen R\u00fcckgang bei den Besch\u00e4ftigtenzahlen. Im Fr\u00fchjahr war der Saldo aus Zuw\u00e4chsen und R\u00fcckg\u00e4ngen mit minus 8,5 Prozentpunkten deutlich negativ, was in der Gesamtbewertung der letzten zw\u00f6lf Monate auf eine negative Besch\u00e4ftigungsentwicklung schlie\u00dfen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gesch\u00e4ftsklimaindex: trotz R\u00fcckgang solide<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts der insgesamt r\u00fcckl\u00e4ufigen Entwicklungen wundert es denn auch wenig, dass der Gesch\u00e4ftsklimaindex ebenfalls nachgab und von 75,7 auf nunmehr 72,7 Punkte sank (s. Grafik \u201eGesch\u00e4ftsklimaindex\u201c). \u201eDas stellt zwar immer noch einen soliden Wert dar und zeigt, dass die das Elektrohandwerke trotz Turbulenzen in der Wirtschaft relativ resilient sind. Es bedeutet aber auch, dass sich der Abw\u00e4rtstrend verfestigt\u201c, so&nbsp;<strong>Alexander Neuh\u00e4user, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH)<\/strong>: \u201eDa nicht davon auszugehen ist, dass sich die konjunkturelle Situation in den n\u00e4chsten Monaten drehen wird, sollten wir die Unternehmen der E-Handwerke wetterfest machen.\u201c Neuh\u00e4user verweist darauf, dass nur noch 14,7 Prozent der befragten Betriebe in den kommenden sechs Monaten von einer Verbesserung ihrer Gesch\u00e4ftslage (Fr\u00fchjahr 2024: 15,5 %), 26 Prozent jedoch von einer Verschlechterung (Fr\u00fchjahr 2024: 23,5 %) ausgehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die e-handwerkliche Organisation sieht insbesondere die Politik in der Pflicht, Wachstumschancen, wie sie etwa die Sektorkopplung bietet, zu unterst\u00fctzen. Abhilfe schaffen k\u00f6nnen hier eine Reform der Energiepreise, ein Festhalten am CO<sub>2<\/sub>-Bepreisungspfad, die Beseitigung von Netzengp\u00e4ssen wie auch die Beseitigung von Investitionshemmnissen.&nbsp;<strong>ZVEH-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Neuh\u00e4user<\/strong>: \u201eAus Berlin m\u00fcssen klare Signale kommen, die dazu beitragen, die Investitionszur\u00fcckhaltung in der freien Wirtschaft zu beseitigen. Andenfalls ist nicht auszuschlie\u00dfen, dass wir im n\u00e4chsten Jahr auch im ansonsten noch vergleichsweise stabilen E-Handwerk st\u00e4rkere Einbr\u00fcche erleben werden.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Entwicklung der Zukunftstechnologien: Betriebe setzen auf Synergien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Herbstkonjunkturumfrage enthielt auch diesmal wieder eine Zusatzfrage, die sich mit der Entwicklung der Zukunftstechnologien besch\u00e4ftigte. Auff\u00e4llig ist hier, dass gegen\u00fcber der Herbstumfrage 2023 der Anteil der Betriebe, die in den vorangegangenen sechs Monaten Ladestationen installierten, um 10,5 Prozentpunkte und damit recht deutlich zur\u00fcckging (Herbst 2023: 69,6 %; Herbst 2024: 59,1 %). Urs\u00e4chlich hierf\u00fcr ist vermutlich der allgemeine Nachfrager\u00fcckgang im Bereich der Ladestationen nach Auslaufen vieler F\u00f6rderungen. Die Entwicklung ist damit auf die wechselhaften politischen Rahmenbedingungen zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anders im Bereich der W\u00e4rmepumpen. Hier stieg trotz des durch das \u201eHeizungsgesetz\u201c verursachten Einbruchs beim Verkauf von W\u00e4rmepumpen der Anteil der installierenden Betriebe um 4,9 Prozentpunkte an (von 40,7 % im Herbst 2023 auf nun 45,6 %). In der Folge dieser Entwicklungen l\u00e4sst sich eine st\u00e4rkere Konzentration der Betriebe feststellen, die sich im Bereich der \u201eZukunftstechnologien\u201c engagieren. So nimmt einerseits die Zahl der Betriebe, die Leistungen in allen Bereichen (Photovoltaik, Elektromobilit\u00e4t und W\u00e4rmepumpen) erbracht haben, zu (Fr\u00fchjahr 2024: 24,7 %; Herbst 2024: 26,2 %). Andererseits gibt es aber auch mehr Betriebe, die in keinem dieser Bereiche aktiv waren (Fr\u00fchjahr 2024: 19,7 %; Herbst 2024: 23,6 %).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>* An der ZVEH-Herbstkonjunkturumfrage 2024 nahmen 1.595 Betriebe teil.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Frankfurt am Main, 08.<\/strong><strong>10<\/strong><strong>.202<\/strong><strong>4<\/strong><strong>:<\/strong>&nbsp;Die deutsche Wirtschaft klagt schon seit L\u00e4ngerem \u00fcber schlechte Stimmung und \u2013 je nach Branche \u2013 auch \u00fcber real hohe Einbu\u00dfen. Im Fr\u00fchjahr konnten sich die E-Handwerke trotz ebenfalls vorhandener Auftragsr\u00fcckg\u00e4nge noch von diesem starken Negativ-Trend absetzen. Die vom 16. bis 27. September durchgef\u00fchrte Herbstkonjunkturumfrage<strong>*<\/strong>&nbsp;des ZVEH zeigt nun jedoch: Die Stimmung hat sich auch in den E-Handwerken weiter verschlechtert. Von einem wirtschaftlichen Einbruch kann allerdings weiterhin nicht gesprochen werden. So geben noch immer 54,1 Prozent der Befragten an, ihre Gesch\u00e4ftslage sei gut (Fr\u00fchjahr 2024: 58,8 %). Als \u201ebefriedigend\u201c bewerten sie 37,1 Prozent (Fr\u00fchjahr 2024: 34,0 %) und als \u201eschlecht\u201c 8,8 Prozent (Fr\u00fchjahr 2024: 7,3 %).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Schw\u00e4chere Auftragsentwicklung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Grund f\u00fcr die dennoch zunehmend pessimistischere Einsch\u00e4tzung ist unter anderem die Auftragsentwicklung in den vergangenen sechs Monaten. Rund 30 Prozent der Betriebe gaben an, Auftragsr\u00fcckg\u00e4nge verzeichnet zu haben \u2013 und das \u00fcber alle Auftraggeber-Kategorien (privat, \u00f6ffentlich und gewerblich) hinweg (s. Grafik \u201eAuftragsentwicklung\u201c). Die ZVEH-Herbstkonjunkturumfrage zeigt denn auch, dass die in der Branche traditionell sehr hohen Auftragspolster deutlich zur\u00fcckgegangen sind. So betr\u00e4gt der durchschnittliche Auftragsvorlauf aktuell nur noch 13,8 Wochen. Vor sechs Monaten waren es noch 15,2 Wochen. Auch gaben im Fr\u00fchjahr 2024 noch 28,8 Prozent der Umfrageteilnehmer an, \u00fcber Auftragsvolumen von mehr als vier Monaten zu verf\u00fcgen. Aktuell sind es nur noch 22,1 Prozent \u2013 ein Minus von 6,7 Prozentpunkten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zahl offener Stellen nimmt ab<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenfalls r\u00fcckl\u00e4ufig ist die Zahl der Unternehmen, die offene Stellen melden. Sie sank gegen\u00fcber dem Fr\u00fchjahr von 57,5 auf 52,0 Prozent. Damit verzeichnet dieser Konjunkturindikator seit dem H\u00f6chstwert aus dem Fr\u00fchjahr 2023 (66,4 %) einen stetigen R\u00fcckgang. Das deutet darauf hin, dass sich die Betriebe aufgrund zur\u00fcckgehender Auftr\u00e4ge bei der Ausschreibung neuer Stellen zur\u00fcckhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die bei den Betrieben erfragte Ver\u00e4nderung der Besch\u00e4ftigtenzahlen (s. Grafik \u201eBesch\u00e4ftigungsentwicklung\u201c) weist erstmals seit f\u00fcnf Jahren im Herbst keinen positiven Trend aus. \u00dcblicherweise melden die Betriebe im Herbst aufgrund der neu eingestellten Auszubildenen ein Wachstum. Jetzt meldeten jedoch ebenso viele Unternehmen (jeweils 20 %) in den letzten sechs Monaten einen Zuwachs wie einen R\u00fcckgang bei den Besch\u00e4ftigtenzahlen. Im Fr\u00fchjahr war der Saldo aus Zuw\u00e4chsen und R\u00fcckg\u00e4ngen mit minus 8,5 Prozentpunkten deutlich negativ, was in der Gesamtbewertung der letzten zw\u00f6lf Monate auf eine negative Besch\u00e4ftigungsentwicklung schlie\u00dfen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gesch\u00e4ftsklimaindex: trotz R\u00fcckgang solide<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts der insgesamt r\u00fcckl\u00e4ufigen Entwicklungen wundert es denn auch wenig, dass der Gesch\u00e4ftsklimaindex ebenfalls nachgab und von 75,7 auf nunmehr 72,7 Punkte sank (s. Grafik \u201eGesch\u00e4ftsklimaindex\u201c). \u201eDas stellt zwar immer noch einen soliden Wert dar und zeigt, dass die das Elektrohandwerke trotz Turbulenzen in der Wirtschaft relativ resilient sind. Es bedeutet aber auch, dass sich der Abw\u00e4rtstrend verfestigt\u201c, so&nbsp;<strong>Alexander Neuh\u00e4user, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH)<\/strong>: \u201eDa nicht davon auszugehen ist, dass sich die konjunkturelle Situation in den n\u00e4chsten Monaten drehen wird, sollten wir die Unternehmen der E-Handwerke wetterfest machen.\u201c Neuh\u00e4user verweist darauf, dass nur noch 14,7 Prozent der befragten Betriebe in den kommenden sechs Monaten von einer Verbesserung ihrer Gesch\u00e4ftslage (Fr\u00fchjahr 2024: 15,5 %), 26 Prozent jedoch von einer Verschlechterung (Fr\u00fchjahr 2024: 23,5 %) ausgehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die e-handwerkliche Organisation sieht insbesondere die Politik in der Pflicht, Wachstumschancen, wie sie etwa die Sektorkopplung bietet, zu unterst\u00fctzen. Abhilfe schaffen k\u00f6nnen hier eine Reform der Energiepreise, ein Festhalten am CO<sub>2<\/sub>-Bepreisungspfad, die Beseitigung von Netzengp\u00e4ssen wie auch die Beseitigung von Investitionshemmnissen.&nbsp;<strong>ZVEH-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Neuh\u00e4user<\/strong>: \u201eAus Berlin m\u00fcssen klare Signale kommen, die dazu beitragen, die Investitionszur\u00fcckhaltung in der freien Wirtschaft zu beseitigen. Andenfalls ist nicht auszuschlie\u00dfen, dass wir im n\u00e4chsten Jahr auch im ansonsten noch vergleichsweise stabilen E-Handwerk st\u00e4rkere Einbr\u00fcche erleben werden.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Entwicklung der Zukunftstechnologien: Betriebe setzen auf Synergien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Herbstkonjunkturumfrage enthielt auch diesmal wieder eine Zusatzfrage, die sich mit der Entwicklung der Zukunftstechnologien besch\u00e4ftigte. Auff\u00e4llig ist hier, dass gegen\u00fcber der Herbstumfrage 2023 der Anteil der Betriebe, die in den vorangegangenen sechs Monaten Ladestationen installierten, um 10,5 Prozentpunkte und damit recht deutlich zur\u00fcckging (Herbst 2023: 69,6 %; Herbst 2024: 59,1 %). Urs\u00e4chlich hierf\u00fcr ist vermutlich der allgemeine Nachfrager\u00fcckgang im Bereich der Ladestationen nach Auslaufen vieler F\u00f6rderungen. Die Entwicklung ist damit auf die wechselhaften politischen Rahmenbedingungen zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anders im Bereich der W\u00e4rmepumpen. Hier stieg trotz des durch das \u201eHeizungsgesetz\u201c verursachten Einbruchs beim Verkauf von W\u00e4rmepumpen der Anteil der installierenden Betriebe um 4,9 Prozentpunkte an (von 40,7 % im Herbst 2023 auf nun 45,6 %). In der Folge dieser Entwicklungen l\u00e4sst sich eine st\u00e4rkere Konzentration der Betriebe feststellen, die sich im Bereich der \u201eZukunftstechnologien\u201c engagieren. So nimmt einerseits die Zahl der Betriebe, die Leistungen in allen Bereichen (Photovoltaik, Elektromobilit\u00e4t und W\u00e4rmepumpen) erbracht haben, zu (Fr\u00fchjahr 2024: 24,7 %; Herbst 2024: 26,2 %). Andererseits gibt es aber auch mehr Betriebe, die in keinem dieser Bereiche aktiv waren (Fr\u00fchjahr 2024: 19,7 %; Herbst 2024: 23,6 %).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>* An der ZVEH-Herbstkonjunkturumfrage 2024 nahmen 1.595 Betriebe teil.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Deutsche Wirtschaft klagt \u00fcber die schlechte Stimmung und bei einigen Branchen auch \u00fcber negative Tendenzen. Eine aktuelle Studie des ZEVH ergab,  dass sich auch bei den E-Handwerkern die Auftragslage verschlechtert hat.  Trotzdem sind derzeit noch keine wesentlichen wirtschaftliche Einbr\u00fcche zu beklagen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":21678,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[8893,9732],"tags":[17497,17495],"class_list":["post-21674","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-hintergrund","category-new-fuer-installateure-und-fachhandwerker","tag-elektro-handwerk","tag-zevh"],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/IMG_1232.jpeg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21674","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21674"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21674\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21680,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21674\/revisions\/21680"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/21678"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21674"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21674"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21674"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}