{"id":19409,"date":"2023-10-28T13:01:51","date_gmt":"2023-10-28T11:01:51","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=19409"},"modified":"2023-10-19T13:35:29","modified_gmt":"2023-10-19T11:35:29","slug":"dezentrale-wohnraumlueftung-zentral-steuern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=19409","title":{"rendered":"Dezentrale Wohnrauml\u00fcftung zentral steuern"},"content":{"rendered":"\n<p>Es gibt eine komfortable M\u00f6glichkeit, dezentrale Wohnrauml\u00fcftungsger\u00e4te als Verbundsystem zu steuern. Dabei kommt eine zentrale Steuerung zum Einsatz, die dazu in der Lage ist, die verschiedenen Ab- und Zuluftstr\u00f6me der verbundenen Ger\u00e4te auszubalancieren. In den Au\u00dfenw\u00e4nden werden in diesem Fall Push-Pull-Ger\u00e4te verwendet. Die Basisdaten f\u00fcr diese kommen von unterschiedlichen Sensoren. Es ergibt vor allem dann Sinn, ein dezentrales L\u00fcftungssystem nachzur\u00fcsten, wenn neue Fenster eingebaut worden sind oder die Fassade und das Dach energetisch saniert wurden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/luft.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"792\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/luft-1024x792.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-19411\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/luft-1024x792.webp 1024w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/luft-300x232.webp 300w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/luft-768x594.webp 768w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/luft.webp 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bei einer funkbasierten L\u00f6sung werden alle Ventilatoren der Zu- und Abluftger\u00e4te von der zentralen Steuerung im Flur in die Regelung miteinbezogen. (Quelle: WOLF)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>In diesem Fall entf\u00e4llt n\u00e4mlich der Luftwechsel durch die Undichtigkeiten der Geb\u00e4udeh\u00fclle. Die betroffenen Geb\u00e4ude werden vergleichbar luftdicht wie ein Neubau. Wenn sich dann das gewohnte L\u00fcftungsverhalten zur Sicherstellung eines hygienisch ausreichenden Luftwechsels nicht anpasst, nimmt die Qualit\u00e4t der Raumluft rapide ab. Auch das oft beobachtete Ph\u00e4nomen der Schimmelbildung in Fensterlaibungen oder an anderen K\u00e4ltebr\u00fccken ist letztendlich darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass die in der Raumluft enthaltene Luftfeuchtigkeit nicht ausreichend abgef\u00fchrt wird. Kondensiert die Feuchtigkeit der Luft an den k\u00e4ltesten Fl\u00e4chen der R\u00e4ume, dienen Tapetenkleister und Farben Schimmelpilzen als willkommene Nahrungsgrundlage. Und dies verschlechtert die Raumluftqualit\u00e4t nochmals erheblich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hygienisch und effizient<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schutz der Gesundheit und der Geb\u00e4udesubstanz schafft hier eine kontrollierte Wohnrauml\u00fcftung mit W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung, geplant und ausgef\u00fchrt nach DIN 1946-6, Abhilfe. Das betrifft gem\u00e4\u00df Energiesparverordnung (teil-)sanierte Einfamilienh\u00e4user genauso wie Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau. Dies f\u00fchrt nicht nur zu einem angenehmen Raumklima und hygienisch unbedenklicher Raumluftqualit\u00e4t, sondern ist auch sehr energieeffizient. W\u00e4rme, die sich bereits im Geb\u00e4ude befindet, muss schlie\u00dflich nicht mehr erzeugt werden. Es entfallen sowohl die Energiekosten f\u00fcr den Transport als auch Verluste durch Umwandlungsprozesse. Der Energiebedarf zum Ausgleich von W\u00e4rmeverlusten durch die Fensterl\u00fcftung ist um ein Vielfaches h\u00f6her als der von L\u00fcftungsger\u00e4te-Ventilatoren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>In der Regel ein Ger\u00e4t pro Raum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viele Geb\u00e4ude werden im bewohnten Zustand saniert und dies im Rahmen von Einzelma\u00dfnahmen \u00fcber mehrere Jahre hinweg. Diese Umst\u00e4nde und oft auch bauliche Gegebenheiten wie zum Beispiel die Raumh\u00f6he schlie\u00dfen dann den Einbau einer zentralen Wohnraum-L\u00fcftungsanlage von vornherein aus. Eine dezentrale L\u00f6sung ist in diesem Fall das Mittel der Wahl. Eine solche kontrollierte Wohnrauml\u00fcftung auf kleinstem Raum wird als Push-Pull-Wohnrauml\u00fcftung bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich wird bei einer dezentralen Wohnraum-L\u00fcftung zwischen Zuluftr\u00e4umen und Abluftr\u00e4umen unterschieden. In diesen R\u00e4umen kommen auch jeweils unterschiedliche Ger\u00e4tetypen zum Einsatz. Gemeinsam ist beiden Typen, dass sie platzsparend in die Au\u00dfenw\u00e4nde eingebaut werden \u2013 in der Regel ein Ger\u00e4t pro Raum. F\u00fcr sehr gro\u00dfe R\u00e4ume k\u00f6nnen zwei Ger\u00e4te sinnvoll sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuluftr\u00e4ume sind alle R\u00e4ume, in denen gewohnt beziehungsweise gearbeitet (B\u00fcros) wird. Zu den Abluftr\u00e4umen geh\u00f6ren zum Beispiel B\u00e4der und K\u00fcchen, also R\u00e4ume, in denen die Luftfeuchtigkeit zeitweise sehr stark ansteigt und au\u00dferdem Ger\u00fcche entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Keramik-W\u00e4rmetauscher als Speicher<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Ger\u00e4te f\u00fcr beide Einbausituationen \u00e4ndern im Standardbetrieb alle 60 Sekunden die Str\u00f6mungsrichtung der Luft, die durch den W\u00e4rmetauscher str\u00f6mt. Eine weitere Gemeinsamkeit: Als Speicher der W\u00e4rmeenergie dient ein Keramik-W\u00e4rmetauscher. Dieser wird mit der W\u00e4rme der Abluft \u201ebeladen\u201c und gibt die abgek\u00fchlte Fortluft an die Umgebung ab. Umgekehrt wird die im Keramik-W\u00e4rmetauscher gespeicherte W\u00e4rme auf die Zuluft \u00fcbertragen, sodass sie erw\u00e4rmt in den Raum str\u00f6mt. Durch dieses Wechselspiel verbleiben zwischen 70 und 80 Prozent der W\u00e4rmeenergie im Geb\u00e4ude.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ger\u00e4te in einer eingeschossigen Wohnung beziehungsweise Etage eines Einfamilienhauses werden komfortabel zentral gesteuert. Dabei ist es installationstechnisch nicht unbedingt erforderlich, alle Ger\u00e4te mit der zentralen Steuerungseinheit zu verdrahten. Das ist zum Beispiel interessant, wenn kein Eingriff in einen Fliesenspiegel erw\u00fcnscht ist. Neben der klassischen Verkabelung sind daher auch L\u00f6sungen zur Ansteuerung der Ger\u00e4te per Funk im Angebot. Voraussetzung hierf\u00fcr: Die L\u00fcftungsger\u00e4te in der Wand sind f\u00fcr diese Anwendung geeignet und die Ger\u00e4te sind nicht weiter als 30 Meter vom Steuerungsger\u00e4t entfernt eingebaut.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bedarfsgerechte Steuerung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich zur Grundeinstellung \u2013 \u00c4nderung der Drehrichtung der Ventilatoren alle 60 Sekunden \u2013 k\u00f6nnen die L\u00fcftungsger\u00e4te auch bedarfsgerecht \u00fcber Sensoren gesteuert werden. Dabei gibt es drei Parameter, auf deren Basis die Volumenstr\u00f6me angepasst werden k\u00f6nnen:<\/p>\n\n\n\n<p>Entweder wird die Raumbelegung \u00fcber einen CO<sub>2<\/sub>-Sensor ermittelt oder die relative Luftfeuchte wird erfasst. Der dritte Sensor f\u00fcr die Luftqualit\u00e4t detektiert fl\u00fcchtige organische Bestandteile (VOC = Volatile Organic Compounds), die zum Beispiel von M\u00f6beln und Fu\u00dfb\u00f6den abgegeben werden k\u00f6nnen. Diese Sensoren k\u00f6nnen auch nachtr\u00e4glich installiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mehrstufige Anpassung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Feuchtesensor kann sowohl in der raumweisen W\u00e4rme-R\u00fcckgewinn-L\u00fcftung von Abluftr\u00e4umen als auch in der Querl\u00fcftung von Zuluftr\u00e4umen eingesetzt werden. Das entsprechende Entfeuchtungsprogramm im Regler passt den Volumenstrom entsprechend an.<\/p>\n\n\n\n<p>Wird beispielsweise eine relative Luftfeuchte zwischen 50 Prozent (Einstellung f\u00fcr die Grundl\u00fcftung) und 80 Prozent (Einstellung zum Start der Intensivl\u00fcftung) erreicht, erh\u00f6ht der Ventilator den Volumenstrom proportional. Beide Grenzwerte sollten vom Nutzer in der Inbetriebnahme-Software an seine Bed\u00fcrfnisse angepasst werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>CO<sub>2<\/sub>-Sensoren oder VOC-Sensoren l\u00f6sen ein vergleichbares Betriebs-Programm f\u00fcr Zuluftr\u00e4ume aus: M\u00f6glich ist eine mehrstufige Anpassung des Luftwechsels auf der Basis der Messwerte bis hin zu einer Sto\u00dfl\u00fcftung mit und ohne W\u00e4rmer\u00fcckgewinn. Ebenfalls m\u00f6glich: eine Einschlaffunktion, bei der zeitbegrenzt die angeschlossenen Ger\u00e4te abgeschaltet werden. Dies ist f\u00fcr ger\u00e4uschempfindliche Personen im Schlafzimmer eine angenehme Option, oder wenn zu bestimmten Zeiten die Au\u00dfenluft geruchsbelastet ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Individuelle Steuerung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In jedem Fall balanciert die zentrale Steuerung die unterschiedlichen Zu- und Abluftstr\u00f6me auf der Basis der Messwerte aus, damit es in der zu regelnden Wohnfl\u00e4che weder zu einem \u00dcber- noch zu einem Unterdruck kommt. Ein mit allen Push-Pull-Ger\u00e4ten in der Wand fest verdrahtetes Steuerungsger\u00e4t kann bis zu sechs Ventilatoren ansteuern \u2013 zum Beispiel vier Ger\u00e4te f\u00fcr Zuluftr\u00e4ume und ein Ger\u00e4t mit zwei Ventilatoren in einem Abluftraum. Reicht ein Steuerungsger\u00e4t f\u00fcr eine Wohnung oder Etage nicht aus, kann es mit einer kabelgebundenen Leistungserweiterung oder einer zus\u00e4tzlichen Funkl\u00f6sung auf insgesamt zw\u00f6lf Ventilatoren erweitert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist dagegen von vornherein eine reine Funkl\u00f6sung installiert oder geplant, l\u00e4sst sich die Anzahl der L\u00fcftungsger\u00e4te ohne einen weiteren Adapter problemlos erweitern. In diesem Fall werden die L\u00fcftungsger\u00e4te \u00fcber einen energieautarken Funkschalter angesteuert, der auf jede glatte Fl\u00e4che aufgeklebt oder an der Wand montiert werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"https:\/\/www.wolf.eu\/de-de\/professional\/produkte-shk\/wohnraumlueftung\/wohnraumlueftung-fwl-pushpull\">wolf.eu\/profi\/fwl<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt eine komfortable M\u00f6glichkeit, dezentrale Wohnrauml\u00fcftungsger\u00e4te als Verbundsystem zu steuern. 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