{"id":19263,"date":"2023-10-04T10:47:06","date_gmt":"2023-10-04T08:47:06","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=19263"},"modified":"2023-09-26T11:07:39","modified_gmt":"2023-09-26T09:07:39","slug":"time-of-use-tarife-verbessern-den-co2-fussabdruck-und-senken-die-kosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=19263","title":{"rendered":"Time-of-Use-Tarife verbessern den CO2-Fu\u00dfabdruck und senken die Kosten"},"content":{"rendered":"\n<p>Um sicherzustellen, dass Deutschland bis 2045 klimaneutral wird, erfolgt ein stetiger Ausbau der erneuerbaren Energien. Letztes Jahr konnten die Erneuerbaren einen Anteil von 46,2 Prozent zum Bruttostromverbrauch des ganzen Landes beitragen. Dieser Anteil soll bis 2030 auf 80 Prozent oder mehr steigen. Daf\u00fcr ist nicht nur ein schnellerer Ausbau n\u00f6tig, Stand jetzt w\u00e4re eine Verdreifachung der Geschwindigkeit erforderlich. Um Klimaneutralit\u00e4t zu erreichen, ist auch die Mithilfe der B\u00fcrger:innen gefragt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/650ae87ecfed615f00e0bc25_2328_Praxistipp_Energieverbrauch-nach-Erneuerbaren-richten_ToU.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"536\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/650ae87ecfed615f00e0bc25_2328_Praxistipp_Energieverbrauch-nach-Erneuerbaren-richten_ToU-1024x536.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19265\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/650ae87ecfed615f00e0bc25_2328_Praxistipp_Energieverbrauch-nach-Erneuerbaren-richten_ToU-1024x536.jpg 1024w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/650ae87ecfed615f00e0bc25_2328_Praxistipp_Energieverbrauch-nach-Erneuerbaren-richten_ToU-300x157.jpg 300w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/650ae87ecfed615f00e0bc25_2328_Praxistipp_Energieverbrauch-nach-Erneuerbaren-richten_ToU-768x402.jpg 768w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/650ae87ecfed615f00e0bc25_2328_Praxistipp_Energieverbrauch-nach-Erneuerbaren-richten_ToU-1536x804.jpg 1536w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/650ae87ecfed615f00e0bc25_2328_Praxistipp_Energieverbrauch-nach-Erneuerbaren-richten_ToU-390x205.jpg 390w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/650ae87ecfed615f00e0bc25_2328_Praxistipp_Energieverbrauch-nach-Erneuerbaren-richten_ToU-1320x691.jpg 1320w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/650ae87ecfed615f00e0bc25_2328_Praxistipp_Energieverbrauch-nach-Erneuerbaren-richten_ToU.jpg 1910w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Verbrauchsoptimierung im Handumdrehen: Mit smarten Energiemanagementsystemen k\u00f6nnen Verbraucher:innen unter anderem ihre nachhaltige Energieversorgung maximieren, indem sie sich Time-of-Use-Tarife zu Nutze machen. (Quelle: gridX GmbH)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Wie Stromkonsument:innen sofort ihren Stromverbrauch bestm\u00f6glich nach erneuerbarer Energieerzeugung ausrichten k\u00f6nnen, erkl\u00e4rt ein Experte des Smart-Energy-Unternehmens, gridX: \u201eZun\u00e4chst ist es wichtig, zu verstehen, wie Strom produziert wird, was Strom kostet und wie sich beides bedingt\u201c, sagt Christian Augustin, Teamlead Solution Product Owner bei gridX. Europaweit erfolgt die\u00a0 Preisbildung nach einem einheitlichen Prinzip: der Merit-Order. Nach diesem Modell werden immer die g\u00fcnstigsten Stromquellen genutzt, um die aktuelle Nachfrage zu decken. Die Stromgestehungskosten des teuersten eingesetzten Kraftwerks bestimmen dann den Strompreis. Neben den reinen Stromkosten werden Verbraucher:innen auch noch Kosten f\u00fcr die \u00dcbertragung und Verteilung sowie staatliche Steuern und Abgaben in Rechnung gestellt. Lange waren Atomkraftwerke die g\u00fcnstigste Stromquelle und kamen damit nach der Merit Order zuerst zum Zug, gefolgt von Braun- und Steinkohlekraftwerke und danach Strom aus Erdgas und \u00d6l \u2013 die beiden teuersten Verfahren. Die Zunahme der erneuerbaren Erzeugungsquellen in Deutschland stellt dies allerdings auf den Kopf: Das Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) schreibt die Ber\u00fccksichtigung von Strom aus Erneuerbaren in der Merit Order vor. Da die erneuerbare Erzeugung oft deutlich kosteng\u00fcnstiger ist, ergeben sich sinkende Preise. \u201eAuch in Zukunft wird sich, verst\u00e4rkt durch den stetig wachsenden Erneuerbaren-Anteil in der Stromerzeugung, ein Preisdruck nach unten, sprich sinkende Strompreise, entwickeln\u201c, erkl\u00e4rt Augustin.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWer allerdings schon heute Geld bei Stromkosten einsparen will, kann sich bereits jetzt an schwankenden Preisen, die sich je nach dominierender Erzeugungsquelle ergeben, orientieren\u201c, f\u00fchrt der gridX-Experte aus. Mit sogenannten Nutzungszeittarifen, auch bekannt als <a href=\"https:\/\/cmwwl04.na1.hubspotlinks.com\/Ctc\/I3+113\/cmwwl04\/VWcNFw7c-kM9W5wcZsF8Kcc8nW8mS6hr53JtqGN2sc1y43m2ndW7lCdLW6lZ3lyW3VLLMz2c7XmDN1vB8qDd-dfKW8ZzjsD6f-6B1W4w8v2Z7kkNnlW4SqM4y72H-lZW88pfBh4t_dkkW5cLQQb1RdmfSW5dTtfd7ZjbMJW5BBtdL3j3JttW4h4vLs8cKNdgW4MRYjR2CZcGDVXjWtj5J9wt5W2_tnLh34g7mcW74C7G-6nXX40W4CnYZw6-FMBXW39gfqX6QJmpkW8c9wMF5GTPMNW4rlsp56DL7DjW8M1mT82PFQWvW25F1Lv1h8_pXVhT1bl5CsmTpW8MzY4b608nj0W4LGVgy43_M7DN8d0V61FQzr_f7MN6SY04\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Time-of-Use-Tarife<\/a>, erreichen Preisschwankungen die Konsument:innen, denn: Die Erzeugungskapazit\u00e4ten beeinflussen den Preis ma\u00dfgeblich: \u201eDa erneuerbarer Strom sehr g\u00fcnstig ist \u2013 er hat beispielsweise nahezu keine Grenzkosten \u2013, sind die Konsumentenpreise in Zeiten mit hoher erneuerbarer Produktion oft sehr niedrig\u201c, sagt Augustin. Am 2. Juli 2023 f\u00fchrte dies beispielsweise in Kombination mit einer schwachen sonnt\u00e4glichen Nachfrage zu negativen Strompreisen an den Gro\u00dfhandelsm\u00e4rkten \u2013 eine Megawattstunde kostete minus 0,50 Euro. F\u00fcr das Einspeisen ins Netz zu dieser Zeit mussten Einspeisende also Geld bezahlen, Entnehmende erhielten hingegen Geld f\u00fcr ihren Stromkonsum \u2013 je nach Stromvertag. Andersrum ergibt sich, dass teurere Erzeugungsquellen den Strom liefern, wenn die Erneuerbaren unproduktiv sind und dennoch viel Nachfrage vorhanden ist, zum Beispiel am Abend. Dann steigen die Preise und Nutzer:innen zahlen mehr Geld f\u00fcr konsumierten Strom.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIn der Regel sp\u00fcren Verbraucher:innen die Schwankungen des Strompreises nicht, denn die \u00fcblichen Tarife sind gegl\u00e4ttet, sprich man zahlt immer den gleichen Preis\u201c, erkl\u00e4rt Augustin. Will man seinen Verbrauch allerdings anhand von erneuerbaren Energiequellen ausrichten, ist es empfehlenswert, einen Wechsel des Stromtarifs zu erw\u00e4gen. Time-of-Use-Tarife eignen sich hierf\u00fcr, da man die Preise der jeweiligen Nutzungszeit bezahlt. \u201eVerbraucher:innen haben mit Time-of-Use-Tarifen die Chance, mitzubestimmen, wie viel sie f\u00fcr Strom bezahlen. Die Rolle der Konsument:innen wird also aktiver\u201c, erl\u00e4utert der Experte. gridX fand in einer Analyse der Gro\u00dfhandelsstrompreise und des Anteils der erneuerbaren Energien in Deutschland f\u00fcr das erste Halbjahr 2023 heraus, dass der Strompreis pro zus\u00e4tzlichem Prozentpunkt erneuerbaren Stroms um 1,59 Euro pro Megawattstunde sinkt. Neben den offensichtlichen finanziellen Einsparungen ergibt ein Wechsel zu Nutzungszeittarifen auch aus Umweltsicht Sinn. Da Preise in den Zeiten, in denen viel erneuerbarer Strom vorhanden ist, niedriger sind, erhalten Verbraucher:innen Anreize, dann Strom zu konsumieren, wenn die erneuerbare Produktion auf Hochtouren l\u00e4uft. Wenn dann noch flexible Verbraucher, wie W\u00e4rmepumpen, Batteriespeicher oder Elektroautos betrieben oder geladen werden \u2013 mit diesem g\u00fcnstigen und nachhaltigen Strom \u2013 kann ihre Flexibilit\u00e4t in Zeiten hoher Preise genutzt werden. Damit reduziert sich direkt der individuelle \u00f6kologische Fu\u00dfabdruck, da Stromverbrauch aus erneuerbaren Quellen maximiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen abschlie\u00dfenden Tipp hat Augustin noch f\u00fcr alle Konsument:innen: \u201eVon Time-of-Use-Tarifen zu profitieren, klingt extrem zeit- und arbeitsintensiv auf Verbraucherseite. Das muss es aber nicht sein, denn daf\u00fcr gibt es smarte Technologien.\u201c Intelligente Energiemanagementsysteme \u00fcbernehmen die steuernde Funktion und timen den Betrieb oder die Ladung von gro\u00dfen Verbrauchern so, dass sie am kosteneffizientesten ablaufen. Lediglich bei gewissen Prozessen, wie dem Laden eines E-Autos, ist es ratsam, dass Verbraucher:innen dem System einige Rahmenbedingungen, wie Abfahrszeit oder zur\u00fcckzulegende Strecke, vorgeben, damit das E-Auto auch immer dann wie gew\u00fcnscht geladen verf\u00fcgbar ist, wenn gefahren werden will. Auch kann \u00fcber solche Systeme, wie das von gridX, lokale Solarproduktion mitber\u00fccksichtigt werden. Daraus ergibt sich noch mehr Potenzial, um Kosten und CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df zu minimieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/cmwwl04.na1.hubspotlinks.com\/Ctc\/I3+113\/cmwwl04\/VWcNFw7c-kM9W5wcZsF8Kcc8nW8mS6hr53JtqGN2sc1y43m2ndW7lCdLW6lZ3n0W7mDfrp1Dzz4WN8sykhsQX6v8W40QHB86mmP4HW2B57-z5jMy26N8Y9bzP3zdZ3W284F-B6JK070W4kMdf09bxb4sN8CCJk1RcGfzW1Bvb-88cthCXW2wJVTP4_n1cBV4phM18vk_srVF3DZV7J3_4FW81d-Fd3C0FdLW4FnXL_5P6cpXMW0CKncV8zXW5Jy8D-89JkxzW4k6BF04j4clwW7fz8pL5LQ4qgW4Cw_DP8jDwNBW1pdBBB2CL-znW447m9v2PMQ4LW1zRNTl6CMmjHW67-T1R72w0DBW3cB7mg18Rr2bf4f4dH804\" target=\"_blank\">de.gridx.ai<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um sicherzustellen, dass Deutschland bis 2045 klimaneutral wird, erfolgt ein stetiger Ausbau der erneuerbaren Energien. Letztes Jahr konnten die Erneuerbaren einen Anteil von 46,2 Prozent zum Bruttostromverbrauch des ganzen Landes beitragen. Dieser Anteil soll bis 2030 auf 80 Prozent oder mehr steigen. Daf\u00fcr ist nicht nur ein schnellerer Ausbau n\u00f6tig, Stand jetzt w\u00e4re eine Verdreifachung der Geschwindigkeit erforderlich. 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