{"id":17433,"date":"2023-01-14T11:27:20","date_gmt":"2023-01-14T10:27:20","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=17433"},"modified":"2022-12-20T11:43:36","modified_gmt":"2022-12-20T10:43:36","slug":"welche-bodenbelaege-lassen-sich-mit-fussbodenheizungen-nutzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=17433","title":{"rendered":"Welche Bodenbel\u00e4ge lassen sich mit Fu\u00dfbodenheizungen nutzen?"},"content":{"rendered":"\n<p>Fu\u00dfbodenheizungen k\u00f6nnen Energie sparen. Sie sind dazu in der Lage, den Energieverbrauch um bis zu zehn Prozent zu reduzieren. Beim Einbau einer solchen Heizung stellt sich aber immer die Frage, welcher Fu\u00dfbodenbelag am besten geeignet ist. Generell gilt, dass die Bauherrinnen und Bauherrn sowie die Saniererinnen und Sanierer an dieser Stelle eine freie Auswahl haben. Manche Bel\u00e4ge verringern aber die Effizienz der Fu\u00dfbodenheizungen, beispielsweise wegen einer beschr\u00e4nkten maximalen Oberfl\u00e4chentemperatur oder wegen einer schlechten W\u00e4rme\u00fcbertragung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bild1_AnnaStills-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bild1_AnnaStills-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17435\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bild1_AnnaStills-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bild1_AnnaStills-300x200.jpg 300w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bild1_AnnaStills-768x512.jpg 768w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bild1_AnnaStills-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bild1_AnnaStills-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bild1_AnnaStills-1320x880.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Auch Holzb\u00f6den k\u00f6nnen gut mit einer Fu\u00dfbodenheizung harmonieren. Am besten eignen sich beispielsweise Eiche, Kirsche und Nussbaum. Wichtig ist der W\u00e4rmedurchlasswiderstand, der beim Parkettleger oder Hersteller nachgefragt werden kann. Der Wert von 0,15 m\u00b2K\/W sollte nicht \u00fcberschritten werden. (Foto: \u00a9AnnaStills\/adobe.stock.com\/IBK)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Um das Optimum der Heizleistung auszusch\u00f6pfen, sollte der Bodenbelag in jedem Fall vom Fachmann auf den Untergrund geklebt werden. Nur so l\u00e4sst sich ein bestm\u00f6glicher W\u00e4rmedurchgang durch die Fu\u00dfbodenkonstruktion erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn in B\u00fcro- oder Wohnr\u00e4umen ein niedriger Energiebedarf erreicht werden soll, ist eine Fu\u00dfbodenheizung das Heizsystem der Wahl. Das ist kein Zufall, tr\u00e4gt sie als Fl\u00e4chenheizung mit niedriger Vorlauftemperatur doch deutlich zu einer Verringerung des Energiebedarfs bei. Dabei wird eine Fu\u00dfbodenheizung als ausgesprochen komfortabel empfunden, weil ein warmer Fu\u00dfboden die Behaglichkeit im Raum erh\u00f6ht und weil sie keine Stellfl\u00e4che f\u00fcr M\u00f6bel verbraucht \u2013 letztere ist in modernen Geb\u00e4uden mit gro\u00dfem Fensteranteil ohnehin Mangelware.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit eine Fu\u00dfbodenheizung ihre Vorteile voll ausspielen kann, muss die W\u00e4rme\u00fcbertragung zwischen den Schichten funktionieren. Beim Fu\u00dfbodenaufbau sollte man sich deshalb f\u00fcr ein bew\u00e4hrtes Komplettsystem entscheiden \u2013 beim Verlegen des Fu\u00dfbodenbelags gilt als Regel Nummer eins: Bitte vollfl\u00e4chig auf den Untergrund kleben! Nur so l\u00e4sst sich zwischen Estrich und Bodenbelag ein formschl\u00fcssiger Kontakt ohne Luftzwischenr\u00e4ume erreichen \u2013 eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr eine gute W\u00e4rme\u00fcbertragung. Dass geklebte Bodenbel\u00e4ge strapazierbarer und langlebiger sind, dank Schwingungsreduktion deutlich bessere Raumschalleigenschaften bieten und in Feuchtr\u00e4umen das Eindringen von Feuchtigkeit in den Untergrund vermeiden, spricht ebenfalls f\u00fcr diese Art der Verlegung.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Wahl der Fu\u00dfbodenbel\u00e4ge gibt es prinzipiell keine Einschr\u00e4nkungen, aber deutliche Unterschiede: Besonders gut transportieren Materialien mit hoher W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeit die W\u00e4rme, auch die Dicke des Belags spielt eine Rolle. Beide Werte gehen in die Berechnung des W\u00e4rmedurchlasswiderstands ein, der \u00fcber die Eignung f\u00fcr eine Fu\u00dfbodenheizung Auskunft gibt. Er sollte m\u00f6glichst klein sein und 0,15 m2K\/W nicht \u00fcberschreiten. Ebenfalls zu beachten: Wird die Vorlauftemperatur durch den Bodenbelag limitiert \u2013 etwa auf 27 statt 29 Grad \u2013 kann dies durchaus bedeuten, dass im Raum keine behaglichen Temperaturen erreicht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit sehr geringem W\u00e4rmedurchlasswiderstand (0,012-0,017 m2K\/W) sind Fliesen- und Steinb\u00f6den gute Partner f\u00fcr eine Fu\u00dfbodenheizung. Mit ihnen lassen sich R\u00e4ume unter bestm\u00f6glicher Ausnutzung der Heizenergie zu niedrigen Kosten heizen. Dass die W\u00e4rme dabei relativ schnell in den Raum abgegeben wird, ist ein Komfortgewinn, geh\u00f6ren doch Fu\u00dfbodenheizungen zu den eher tr\u00e4gen Heizsystemen. Ebenfalls komfortabel: Eine gute W\u00e4rme\u00adspeicherf\u00e4higkeit sorgt hier f\u00fcr eine sehr gleichm\u00e4\u00dfige W\u00e4rmeverteilung, Einschr\u00e4nkungen bei der Vorlauftemperatur gibt es nicht. Mit fachgerecht dimensionierten Dehnfugen verhalten sich Stein und Fliese auch in puncto Spannungen und Rissbildung unkritisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Holz hat gute D\u00e4mmeigenschaften, die in Kombination mit einer Fu\u00dfbodenheizung aber von Nachteil sind. Dennoch eignen sich etliche Holzarten und Parkettkonstruktionen als Belag \u00fcber einer Niedertemperatur-Fu\u00dfbodenheizung, sofern sie einen W\u00e4rmedurchlasswiderstand von 0,15 m2K\/W nicht \u00fcberschreiten. Empfohlen werden etwa Eiche, Kirsche und Nussbaum, die Heizeffizienz bleibt aber auch hier etwas niedriger als bei Fliesen und Stein. Das Holz sollte m\u00f6glichst dicht und d\u00fcnn sein, damit es die W\u00e4rme besser leitet. Unter W\u00e4rmeeinfluss sollte es sich nicht verformen, weshalb kleinfl\u00e4chiges oder schichtverleimtes Holz zu empfehlen ist \u2013 in jedem Fall gibt der Verleger oder Hersteller Auskunft, ob der gew\u00e4hlte Belag zur Heizung passt. Klarer Vorteil: Das Kleben des Parketts wirkt der Verformung entgegen und erleichtert au\u00dferdem das Abschleifen, die Oberfl\u00e4chentemperatur darf 27 Grad nicht \u00fcberschreiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Laminat bietet eine gro\u00dfe Dekorvielfalt, ist leicht zu verlegen und preiswert. Man kann es auch mit einer Fu\u00dfbodenheizung kombinieren \u2013 aber nur, wenn es daf\u00fcr vom Hersteller freigegeben ist. Der W\u00e4rmedurchlasswiderstand ist in der Regel h\u00f6her als bei Holz, die Effizienz also noch niedriger. Eine Oberfl\u00e4chentemperatur von etwa 26 Grad sollte nicht \u00fcberschritten werden, um zu starkes Austrocknen und Verformungen zu verhindern. Um Hitzestaus zu vermeiden, sollte man au\u00dferdem auf zus\u00e4tzliche Teppiche verzichten. Eine Dampfbremse sch\u00fctzt das Laminat vor aufsteigender Feuchtigkeit, au\u00dferdem empfiehlt sich eine Trittschalld\u00e4mmung, die allerdings den W\u00e4rmedurchlasswiderstand erh\u00f6ht.<\/p>\n\n\n\n<p>PVC und Vinyl harmonieren sehr gut mit einer Fu\u00dfbodenheizung, sofern sie vollfl\u00e4chig auf den Untergrund geklebt werden. Durch die Klebung und die d\u00fcnne Materialdicke gibt es kaum W\u00e4rmeverluste, zumal sich diese B\u00f6den schnell aufheizen. Generell sollte man hier die Herstellerangaben beachten, da der W\u00e4rmedurchlasswiderstand je nach St\u00e4rke und Art des Materials schwanken kann. Die Oberfl\u00e4chentemperatur des Heizmediums sollte 29 Grad nicht \u00fcberschreiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Da sie die Temperaturschwankungen auf dem geheizten Boden sehr gut vertragen, eignen sich auch Teppichb\u00f6den zum Verlegen \u00fcber einer Fu\u00dfbodenheizungskonstruktion. Achten sollte man darauf, dass Flor und Belagr\u00fccken den W\u00e4rmefluss nicht blockieren: Gut geeignet sind kurzflorige Teppiche ohne Schaumpolster, die vollfl\u00e4chig mit einem Spezialkleber auf den Estrich geklebt werden. Kunst-, Textil- und Naturfasern sind gleicherma\u00dfen geeignet, eine Kennzeichnung gibt in der Regel Auskunft, ob Teppichboden und Fu\u00dfbodenheizungen harmonieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Kork und Linoleum lassen sich gut mit einer Fu\u00dfbodenheizung kombinieren, sollten aber in jedem Fall geklebt werden. Andernfalls kann der W\u00e4rmedurchlasswiderstand drastisch steigen \u2013 bei Kork etwa von 0,05 auf 0,15 m2K\/W. Dabei sollte das Kleben bei diesen wie bei allen anderen Bodenbel\u00e4gen einem Fachmann \u00fcberlassen werden. Nur so hat man lange Freude an seinem Boden, weil irreparable Fehler und langfristige Sch\u00e4den zuverl\u00e4ssig vermieden werden. Nutzt der Handwerker Grundierungen und Kleber mit dem Emicode-Siegel oder dem Blauen Engel, gibt das den Bewohnern die Sicherheit, dass die geringen Emissionen dieser Produkte in Ihrer Wohnung zu einem wohngesunden Raumklima beitragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"https:\/\/ibk-fussboden.de\/\">IBK \u00bb Initiative Bodenbel\u00e4ge kleben (ibk-fussboden.de)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fu\u00dfbodenheizungen k\u00f6nnen Energie sparen. Sie sind dazu in der Lage, den Energieverbrauch um bis zu zehn Prozent zu reduzieren. Beim Einbau einer solchen Heizung stellt sich aber immer die Frage, welcher Fu\u00dfbodenbelag am besten geeignet ist. Generell gilt, dass die Bauherrinnen und Bauherrn sowie die Saniererinnen und Sanierer an dieser Stelle eine freie Auswahl haben. 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