{"id":16512,"date":"2022-07-30T11:38:00","date_gmt":"2022-07-30T09:38:00","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=16512"},"modified":"2022-07-20T11:50:31","modified_gmt":"2022-07-20T09:50:31","slug":"verbesserte-solarstromfoerderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=16512","title":{"rendered":"Verbesserte Solarstromf\u00f6rderung"},"content":{"rendered":"\n<p>Photovoltaikanlagen k\u00f6nnen ihre Anwender von den stets zunehmenden Preisen f\u00fcr Energie unabh\u00e4ngiger machen. Da die Einspeiseverg\u00fctung in den letzten Jahren immer mehr zur\u00fcckging, wurden sie aber wirtschaftlich immer unattraktiver. Das \u00e4ndert sich jetzt. Anfang des Monats hat der Bundestag beschlossen, die Einspeiseverg\u00fctung wieder zu erh\u00f6hen. Damit sollen selbst bei vorsichtiger Kalkulation j\u00e4hrliche Gewinne von um die sechs Prozent realisierbar sein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/hausherrenstrA_09-e1657784532757-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/hausherrenstrA_09-e1657784532757-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16514\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/hausherrenstrA_09-e1657784532757-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/hausherrenstrA_09-e1657784532757-300x200.jpg 300w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/hausherrenstrA_09-e1657784532757-768x512.jpg 768w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/hausherrenstrA_09-e1657784532757-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/hausherrenstrA_09-e1657784532757-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/hausherrenstrA_09-e1657784532757-1320x880.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Solarstromanlagen lohnen sich f\u00fcr den Klimaschutz und auch f\u00fcr den Geldbeutel. Wohnhaus in Radolfzell mit Photovoltaikanlage (Foto: Plattform EE BW \/ Kuhnle &amp; Kn\u00f6dler)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Darauf weist das Solar Cluster Baden-W\u00fcrttemberg hin. Dabei gilt: Je h\u00f6her der Anteil des selbst verbrauchten Stroms ist, desto h\u00f6her der Gesamtgewinn. Eine weitere Neuerung sind reine Volleinspeiseanlagen mit einer noch h\u00f6heren Verg\u00fctung. Freuen wird die Anlageneigent\u00fcmer auch der Abbau b\u00fcrokratischer Regelungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), insbesondere steuerliche Vereinfachungen. Franz P\u00f6ter, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Solar Clusters, r\u00e4t dazu, sich so schnell wie m\u00f6glich eine Photovoltaikanlage zu beschaffen. M\u00f6glichst gro\u00df sollte sie au\u00dferdem sein. Interessenten sollten sich jedoch auf l\u00e4ngere Lieferzeiten einstellen. Abwarten lohne sich nicht, der Zustand werde noch einige Jahre weiter bestehen.<br><br>Eine Photovoltaikanlage lohnt sich jetzt noch mehr: Der Strom vom Dach wird zum Teil selbst verbraucht, etwa f\u00fcr die Beleuchtung, elektrische Ger\u00e4te und das Elektroauto. Das reduziert den eigenen Treibhausgas-Fu\u00dfabdruck, verringert die Stromrechnung und entlastet die Stromnetze. Den Teil des Stroms, der nicht selbst verbraucht werden kann, speisen die Anlageneigent\u00fcmer gegen eine Verg\u00fctung in das \u00f6ffentliche Netz ein und leisten damit einen zus\u00e4tzlichen Beitrag zum Klimaschutz.<br><br><strong>Einspeisung und Eigenverbrauch attraktiver<\/strong><br><br>Sowohl die Einspeisung als auch der Eigenverbrauch sind profitabler geworden. Stichwort Einspeisung: Photovoltaikanlagen erhalten 20 Jahre lang eine gleich bleibende Verg\u00fctung f\u00fcr jede eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom. Der Verg\u00fctungssatz f\u00fcr Hausdachanlagen unter zehn Kilowatt installierter Leistung ist nun von 6,24 Cent auf 8,2 Cent pro Kilowattstunde eingespeisten Solarstrom gestiegen. Das ist ein Plus von 31 Prozent. Gr\u00f6\u00dfere Anlagen bis 40 Kilowatt installierter Leistung erhalten f\u00fcr den \u00fcber zehn Kilowatt hinausgehenden Anlagenteil statt 6,06 Cent pro Kilowattstunde jetzt 7,1 Cent. Das erh\u00f6ht die Einnahmen der Anlage.<br><br>Positiv f\u00fcr k\u00fcnftige Anlageneigent\u00fcmer ist au\u00dferdem, dass die monatliche Verringerung der Verg\u00fctung f\u00fcr Neuanlagen, genannt Degression, bis 2024 ausgesetzt ist und danach nur noch halbj\u00e4hrlich mit einem Prozent erfolgt. \u201eLieferengp\u00e4ssen und Handwerkermangel wird so Rechnung getragen\u201c, erkl\u00e4rt P\u00f6ter. \u201eAktuell dauert es von der Bestellung bis zur Lieferung mehr als ein halbes Jahr. Hauseigent\u00fcmer k\u00f6nnen nun damit planen, dass die Verg\u00fctung bei Lieferung der Anlage immer noch gleich hoch ist.\u201c<br><br>Neben der Einspeiseverg\u00fctung kommen weitere Einnahmen in Form von geringeren Stromkosten hinzu. Je nach Anlagengr\u00f6\u00dfe kann der Solarstrom vom Dach ohne weitere Ma\u00dfnahmen wie etwa die Zeitsteuerung von Elektroger\u00e4ten 25 Prozent des Strombedarfs im Haushalt decken. Und dieser Eigenverbrauch ist \u00e4u\u00dferst lukrativ. Wer einen Teil des g\u00fcnstigen Solarstroms selbst verbraucht, spart den Kauf von teurem Strom aus dem Netz. Die Kosteneinsparung ist von rund 16 Cent netto pro Kilowattstunde im vergangenem Jahr auf rund 19 Cent gestiegen.<br><br><strong>Anlagenkosten gestiegen, Strompreis aber auch<\/strong><br><br>Die Gr\u00fcnde: Zwar sind die Anlagen in den vergangenen Monaten teurer geworden, jedoch hat sich auch die Rendite beim Eigenverbrauch aufgrund der gestiegenen Stromkosten erh\u00f6ht. Kleine Photovoltaikanlagen mit zehn Kilowatt installierter Leistung kosten aktuell im Schnitt rund 1.400 Euro netto pro Kilowatt. Eine Kilowattstunde Solarstrom kostet demnach rund zw\u00f6lf Cent, die Kilowattstunde vom Stromversoger dagegen rund 31 Cent netto. Anfang vergangenen Jahres lagen die Werte noch bei zehn Cent Erzeugungskosten und 26 Cent Strompreis. Mit Solarstrom vom Dach versorgt man sich jetzt also immer profitabler. Der Eigenverbrauch ist der Renditetreiber bei einer Photovoltaikanlage. Steigen k\u00fcnftig die Strompreise weiter, wird der Eigenverbrauch zudem immer lukrativer.<br><br>Eigent\u00fcmer sollten daher m\u00f6glichst viel Solarstrom selbst nutzen. Ein Beispiel sind elektronische Ger\u00e4te mit Zeitschaltuhr wie Waschmaschinen oder Geschirrsp\u00fcler, die in der Mittagszeit laufen. Tags\u00fcber aufgeladene Elektroautos k\u00f6nnen den Eigenverbrauch noch deutlicher erh\u00f6hen. Auch station\u00e4re Solarstromspeicher im Haus steigern den Anteil des selbst genutzten Solarstroms, indem er mittags gespeichert und abends verbraucht wird. Sie und Elektroautos erh\u00f6hen den Anteil des eigenen Solarstroms am Stromverbrauch auf bis zu 60 Prozent. Die Abh\u00e4ngigkeit von steigenden Strompreisen sinkt also. Gut sind auch nach Ost und West ausgerichtete Dachfl\u00e4chen. Belegt man beide mit Photovoltaikmodulen, ergibt sich eine gr\u00f6\u00dfere genutzte Dachfl\u00e4che, in Summe also mehr Solarstrom und einen in die Morgen- und Abendstunden verl\u00e4ngerten Ertrag f\u00fcr eine h\u00f6here Deckung des Strombedarfs im Haus.<br><br><strong>Mit gr\u00f6\u00dferen Anlagen f\u00fcr die Zukunft ger\u00fcstet<\/strong><br><br>Bedacht werden sollte: Je mehr Kilowatt man auf das Dach packt, desto g\u00fcnstiger wird der Einkauf pro Kilowatt installierter Leitung. Anlagen mit deutlich \u00fcber zehn Kilowatt installierter Leistung sind bereits f\u00fcr 1.200 Euro pro Kilowatt zu haben. Die Solarstromkosten sinken daher auf rund zehn, elf Cent pro Kilowattstunde. \u201eWer ein geeignetes Dach hat, sollte sich daher ruhig f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Anlage entscheiden. Zwar ist sie etwas weniger profitabel, da auch die verbesserte Einspeiseverg\u00fctung nicht ganz kostendeckend ist\u201c, sagt P\u00f6ter. \u201eHier sollten Hauseigent\u00fcmer aber an die Zukunft denken und ber\u00fccksichtigen, dass sie k\u00fcnftig verst\u00e4rkt W\u00e4rmepumpen und Elektroautos nutzen werden. Das wiederum erh\u00f6ht die \u00e4u\u00dferst profitable Selbstnutzung des Solarstroms und deckt einen gr\u00f6\u00dferen Teil des Strombedarfs im Haus ab. Dies ist auch die kosteng\u00fcnstigste Art, sich von Strompreiserh\u00f6hungen unabh\u00e4ngig zu machen.\u201c Wichtig ist daher, die Kapazit\u00e4t des Daches f\u00fcr die Solarmodule auszusch\u00f6pfen, diese machen inzwischen auch nur noch 40 Prozent der Kosten einer Solaranlage aus.<br><br><strong>Weitere Neuerung: Volleinspeisung besser gef\u00f6rdert, Anlagenmix m\u00f6glich<\/strong><br><br>Wer sich daf\u00fcr entscheidet, den gesamten Strom einzuspeisen, wird besonders gut gef\u00f6rdert \u2013 spart dann aber keinen Cent bei der Stromrechnung. K\u00fcnftig gibt es also zwei Betreibermodelle mit einem jeweils unterschiedlichen Verg\u00fctungssatz, f\u00fcr Volleinspeisung und teilweisen Eigenverbrauch. Die Volleinspeisung rechnet sich vor allem, wenn man nur einen sehr geringen Stromverbrauch hat und daher nur ein kleiner Teil des erzeugten Stroms selbst genutzt werden kann, sowie bei gro\u00dfen Anlagen. Dieses Modell soll daher auch zu gr\u00f6\u00dferen Anlagen und zu einer besseren Dachausnutzung f\u00fchren.<br><br>Bei der Volleinspeisung steigt die Verg\u00fctung f\u00fcr Anlagen unter zehn Kilowatt installierter Leistung von 6,24 Cent pro eingespeister Kilowattstunde auf 13,0 Cent \u2013 ein Anstieg auf rund das Doppelte. Bei Anlagen bis 40 Kilowatt sind es noch 10,9 Cent pro Kilowattstunde f\u00fcr den \u00fcber zehn Kilowatt hinausgehenden Anlagenteil. Auch ohne den lukrativen Eigenverbrauch ergibt die Volleinspeisung Gewinn, da die Erzeugungskosten bei lediglich zehn bis zw\u00f6lf Cent pro Kilowattstunde liegen.<br><br>Interessant ist auch das neue Flexi-Modell: Anlageneigent\u00fcmer k\u00f6nnen vor jedem Kalenderjahr neu entscheiden, ob sie voll einspeisen oder einen Teil selbst nutzen wollen. Wenn sich etwa nach einer energetischen Haussanierung der Stromverbrauch mit einer W\u00e4rmepumpe erh\u00f6ht oder sich die Besitzer ein E-Auto zulegen, lohnt sich beispielsweise vor Jahresende der Umstieg von der Volleinspeisung auf die Teileinspeisung. Das erm\u00f6glicht den profitablen Eigenverbrauch des Solarstroms.<br><br>Die neue Fassung erlaubt dar\u00fcber hinaus, dass auf einem Haus zwei Anlagentypen angemeldet werden k\u00f6nnen, eine zum teilweisen Eigenverbrauch und eine zur Volleinspeisung. So k\u00f6nnen Eigent\u00fcmer zum Beispiel eine 5-Kilowatt-Anlage f\u00fcr den Eigenverbrauch und Teileinspeisung anmelden und zus\u00e4tzlich noch eine 10-Kilowatt-Volleinspeiseranlage, die dann sp\u00e4ter auch in eine Eigenverbrauchsanlage umgewandelt werden kann. Voraussetzung daf\u00fcr ist jedoch eine gesonderte Messeinrichtung f\u00fcr beide Anlagen, was das Ganze etwas teurer macht.<br><br><strong>Steuerliche Vereinfachung<\/strong><br><br>Zu guter Letzt soll es auch einen Abbau b\u00fcrokratischer Hemmnisse geben, die viele Hauseigent\u00fcmer bislang von dem Kauf einer Photovoltaikanlage abgehalten haben: Beispielsweise sollen zuk\u00fcnftig auch Eigent\u00fcmer von Anlagen bis 30 Kilowatt installierter Leistung selbst entscheiden k\u00f6nnen, ob sie die Eink\u00fcnfte aus der Solarstromproduktion in ihrer Einkommensteuererkl\u00e4rung angeben oder nicht. Noch ist allerdings unklar, wann die f\u00fcr die n\u00e4chste Novelle geplante Regelung in Kraft treten wird. Bislang lag die Grenze bei zehn Kilowatt. Stellt man den Antrag auf Steuerbefreiung, geht das Finanzamt davon aus, dass keine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt und es sich bei der Solarstromerzeugung um eine \u201eLiebhaberei\u201c handelt. Die Gewinne m\u00fcssen dann nicht versteuert werden. Eine weitere \u00c4nderung ist der einfachere Netzanschluss: F\u00fcr Anlagen bis 30 Kilowatt installierte Leistung muss der Netzbetreiber nicht mehr anwesend sein, es reichen Elektrofachleute.<br><br>Fazit: Photovoltaikanlagen lohnen sich k\u00fcnftig wieder mehr. \u201eJe nach Anlagengr\u00f6\u00dfe und H\u00f6he des Eigenverbrauchs gilt: Die Investition ist nach rund 15 Jahren \u00fcber die Einspeiseverg\u00fctung und den geringeren Bezug von Strom aus dem Netz abbezahlt\u201c, erkl\u00e4rt Franz P\u00f6ter vom Solar Cluster. \u201eDanach liefert sie mindestens f\u00fcr zehn bis 15 Jahre g\u00fcnstigen Strom. Das ergibt am Ende einen sch\u00f6nen Gewinn, erh\u00f6ht die Unabh\u00e4ngigkeit und verringert den CO2-Aussto\u00df. Hauseigent\u00fcmer sollten sich daher unbedingt eine Solaranlage zulegen\u201c, betont P\u00f6ter. \u201eEs ist der einzige Bestandteil des Hauses, der mehr einbringt, als er kostet. Dar\u00fcber hinaus tr\u00e4gt der Solarstrom zum Schutz des Klimas bei.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.solarcluster-bw.de\">www.solarcluster-bw.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Photovoltaikanlagen k\u00f6nnen ihre Anwender von den stets zunehmenden Preisen f\u00fcr Energie unabh\u00e4ngiger machen. Da die Einspeiseverg\u00fctung in den letzten Jahren immer mehr zur\u00fcckging, wurden sie aber wirtschaftlich immer unattraktiver. Das \u00e4ndert sich jetzt. Anfang des Monats hat der Bundestag beschlossen, die Einspeiseverg\u00fctung wieder zu erh\u00f6hen. 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