{"id":15395,"date":"2022-02-07T11:39:00","date_gmt":"2022-02-07T10:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=15395"},"modified":"2022-02-01T10:57:00","modified_gmt":"2022-02-01T09:57:00","slug":"ist-eine-pelletheizung-oekologisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=15395","title":{"rendered":"Ist eine Pelletheizung \u00f6kologisch?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele, die \u00fcber einen Heizungstausch nachdenken, sind der Ansicht, dass Pelletheizungen das Klima nicht schonen und dass es zudem sch\u00e4dlich f\u00fcr die W\u00e4lder ist, Holz als Heizrohstoff einzusetzen. Dies triff aber nicht zu. Das liegt daran, dass eine Pelletheizung beim Verbrennen der Holzpellets nur so viel CO2 freisetzt, wie vorher beim Wachstum des Holzes gebunden wurde. Damit unterscheiden sich Pelletheizungen deutlich von Gas- oder \u00d6lheizungen. Au\u00dferdem verbrennen die Pelletheizungen auch kein hochwertiges Holz, sondern Reste, die bei der Holzverarbeitung \u00fcbrig bleiben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Heizungsraum-Senioren_FotoZukunftAltbau-kleiner-e1642152436695-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Heizungsraum-Senioren_FotoZukunftAltbau-kleiner-e1642152436695-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15294\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Heizungsraum-Senioren_FotoZukunftAltbau-kleiner-e1642152436695-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Heizungsraum-Senioren_FotoZukunftAltbau-kleiner-e1642152436695-300x200.jpg 300w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Heizungsraum-Senioren_FotoZukunftAltbau-kleiner-e1642152436695-768x511.jpg 768w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Heizungsraum-Senioren_FotoZukunftAltbau-kleiner-e1642152436695-1536x1023.jpg 1536w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Heizungsraum-Senioren_FotoZukunftAltbau-kleiner-e1642152436695-2048x1364.jpg 2048w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Heizungsraum-Senioren_FotoZukunftAltbau-kleiner-e1642152436695-1320x879.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Die Nutzung von Pellets ist klimaneutral \u2013 Auskunft gibt es von Geb\u00e4udeenergieberaterinnen und Geb\u00e4udeenergieberatern (Foto: Zukunft Altbau)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem Wald schadet das nicht, in Deutschland w\u00e4chst pro Jahr mehr Holz nach, als geschlagen wird. Damit das Gleichgewicht nicht kippt, k\u00f6nnen allerdings nicht alle Geb\u00e4ude mit Pellets beheizt werden. Pelletheizungen sollten vor allem f\u00fcr Geb\u00e4ude in Betracht gezogen werden, die nicht vollst\u00e4ndig ged\u00e4mmt werden k\u00f6nnen. In ihnen ist ein h\u00f6heres Temperaturniveau f\u00fcr die Heizung erforderlich. Das macht beispielsweise den Einsatz einer strombetriebenen W\u00e4rmepumpen-Heizung ineffizient und daher nicht ratsam. Neutrale Informationen gibt es auch kostenfrei am Beratungstelefon von Zukunft Altbau unter 08000 12 33 33 (Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr) oder per E-Mail an <a href=\"mailto:beratungstelefon@zukunftaltbau.de\">beratungstelefon@zukunftaltbau.de<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer seine Heizung erneuern muss, hat oft die Qual der Wahl. Die Auswahl an neuen Modellen ist gro\u00df. Von neuen \u00d6l- und Gasheizungen r\u00e4t Frank Hettler von Zukunft Altbau ab. Sie nutzen fossile Brennstoffe und werden in den n\u00e4chsten Jahren hohe CO2-Kosten verursachen. Hauseigent\u00fcmerinnen und Hauseigent\u00fcmer k\u00f6nnen aber auf eine breite Palette anderer Heizungstechnologien zur\u00fcckgreifen: Eine davon ist die Pelletheizung \u2013 neben W\u00e4rmepumpentechniken oder auch solarthermischen Anlagen und Scheitholzheizungen.<br><br><strong>Kreislauf: Holz speichert CO2 und gibt es wieder frei<\/strong><br><br>Der gr\u00f6\u00dfte Vorteil von Pelletheizungen \u2013 und Holzheizungen generell: Ihre CO2-Bilanz ist gut. B\u00e4ume binden beim Wachsen durch die Photosynthese so viel Kohlendioxid aus der Atmosph\u00e4re, wie nachher durch den Verbrennungsvorgang wieder an die Atmosph\u00e4re abgegeben wird. Der Wald entnimmt der Luft f\u00fcr jeden Kubikmeter Holz rund eine Tonne CO2. \u201eWird der Kubikmeter verbrannt, wird das CO2 wieder freigesetzt\u201c, sagt Gerhard Freier von der Ingenieurkammer Baden-W\u00fcrttemberg. \u201eDies ist auch der Fall, wenn das Holz im Wald verrottet.\u201c Erd\u00f6l, Erdgas oder Kohle dagegen geben beim Verbrennen zus\u00e4tzliches CO2 in den Kreislauf ab.<br><br>F\u00fcr die Produktion von Pellets m\u00fcssen keine B\u00e4ume gef\u00e4llt werden. \u201ePellets f\u00fcr die W\u00e4rmeerzeugung stammen in der Regel aus R\u00fcckst\u00e4nden, die in S\u00e4gewerken anfallen, aus Holzreststoffen oder minderwertigem Sturm- und K\u00e4ferholz\u201c, erkl\u00e4rt Freier. \u201eSie eignen sich nicht f\u00fcr eine h\u00f6herwertige Verwendung, etwa zur Produktion von M\u00f6beln oder Bauholz und w\u00fcrden ansonsten verrotten und damit ebenso das gebundene CO2 freigeben.\u201c Der Marktanteil von Pellets aus Vollholz, also Holz aus ganzen St\u00e4mmen, liegt bei weniger als f\u00fcnf Prozent.<br><br>Das Holz zum Heizen wird getrocknet, zerkleinert und zu Pellets gepresst. Restholz in Form von Presslingen f\u00fcr die W\u00e4rmeversorgung ist auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: Sie wandeln Kosten f\u00fcr Energieimporte in Form von \u00d6l und Gas in regionale Wertsch\u00f6pfung vor Ort um.<br><br><strong>Holzpotenzial noch nicht ausgesch\u00f6pft<\/strong><br><br>In Deutschland werden haupts\u00e4chlich heimische Pellets verfeuert. Pellets aus dem Ausland haben heute nur einen geringen Marktanteil. Die Sorge vor einem Schrumpfen der heimischen Waldfl\u00e4che durch die aktuelle energetische Holznutzung ist unbegr\u00fcndet: Rund ein Drittel der Landfl\u00e4che ist mit Wald bedeckt. Dieser Anteil w\u00e4chst derzeit. Die Waldfl\u00e4che hat zwischen 2016 und 2018 im Vergleich zum Zeitraum 2004 bis 2015 um sieben Prozent zugenommen. Zudem gut zu wissen: F\u00fcr die Pelletproduktion wird vorzugsweise Holz verwendet, das durch Trockenheit und D\u00fcrre ohnehin gesch\u00e4digt ist.<br><br>Mittlerweile sind rund 600.000 Pelletheizungen in Deutschland installiert, bis 2030 sind doppelt so viele m\u00f6glich. Das Steigerungspotenzial liegt zu einen daran, dass neue Pelletheizungen effizienter arbeiten. Zudem wird der Energieverbrauch durch besser werdende D\u00e4mmungen und mildere Winter k\u00fcnftig zur\u00fcckgehen. Auf dieser Basis ist eine Versorgung mit Holzpellets auch bei einem weiteren Zuwachs von Pelletheizungen f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre und Jahrzehnte gesichert.<br><br>Aktuell produziert Deutschland deutlich mehr Pellets, als hierzulande verbrannt werden. Die rund 40 Hersteller erzeugten 2020 zusammen 3,1 Millionen Tonnen Pellets. Der Verbrauch lag deutschlandweit bei rund 2,3 Millionen Tonnen, 800.000 Tonnen gingen ins Ausland. Rund ein Viertel der in Deutschland hergestellten Pellets werden also mangels nationalen Absatzes exportiert. Der Marktanteil von Pellets aus dem Ausland liegt bei rund 13 Prozent, wie aktuelle Zahlen des Deutschen Pelletinstituts von Ende Oktober 2021 zeigen.<br><br>Wer ein Haus besitzt, sollte beim Kauf von Pellets auf den Blauen Engel achten, r\u00e4t Frank Hettler. Das G\u00fctesiegel schreibt vor, dass Holzpellets nur aus nachhaltiger Fortwirtschaft stammen d\u00fcrfen sowie chemisch unbehandelt sein m\u00fcssen, und gibt an, woher das Holz stammt.<br><br><strong>Pelletheizungen sind effizient<\/strong><br><br>Effizient sind Pelletheizungen auch: W\u00e4hrend bei einem herk\u00f6mmlichen offenen Kamin im Wohnzimmer nur rund 15 Prozent der erzeugten W\u00e4rme an den Raum abgegeben werden, sind es bei einer modernen Holz-Pelletheizung im Keller bis zu 95 Prozent. Auch bei den Feinstaubemissionen sieht es im Vergleich zu anderen Holz\u00f6fen meist gut aus. Aktuelle Pelletheizungen sto\u00dfen im Idealbetrieb unter 20 Milligramm Staub pro Kubikmeter verbranntes Holz aus. Bei den alten Kaminen oder billigen Kamin\u00f6fen ist es in der Regel ein Vielfaches davon und deren Holzverbrennung belastet vor allem st\u00e4dtische Gebiete mit Feinstaub. Ein Nachteil von Pelletheizungen: Im Vergleich zu einer Gas- oder \u00d6lheizung erzeugen die Kessel rund zehnmal so viel Feinstaub.<br><br>Bei der Nutzung von Pellets gilt es weiterhin zu bedenken: Holz ist \u2013 im Gegensatz zu den praktisch unbegrenzt verf\u00fcgbaren erneuerbaren Energien Sonne und Wind \u2013 ein endlicher Rohstoff. \u201eDie nachwachsende Ressource sollte daher mittelfristig vorrangig dort eingesetzt werden, wo strombetriebene W\u00e4rmepumpen und erneuerbar betriebene W\u00e4rmenetze nicht zum Zuge kommen k\u00f6nnen\u201c, sagt Frank Hettler. \u201eDies ist zum Beispiel der Fall in Geb\u00e4uden, die etwa aus Denkmalschutzgr\u00fcnden nicht vollst\u00e4ndig ged\u00e4mmt werden k\u00f6nnen und so eine h\u00f6here Vorlauftemperatur der Heizung ben\u00f6tigen.\u201c<br><br>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.zukunftaltbau.de\/beratung\">www.zukunftaltbau.de\/beratung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele, die \u00fcber einen Heizungstausch nachdenken, sind der Ansicht, dass Pelletheizungen das Klima nicht schonen und dass es zudem sch\u00e4dlich f\u00fcr die W\u00e4lder ist, Holz als Heizrohstoff einzusetzen. Dies triff aber nicht zu. Das liegt daran, dass eine Pelletheizung beim Verbrennen der Holzpellets nur so viel CO2 freisetzt, wie vorher beim Wachstum des Holzes gebunden wurde. Damit unterscheiden sich Pelletheizungen deutlich von Gas- oder \u00d6lheizungen. 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