{"id":14388,"date":"2021-08-09T11:49:00","date_gmt":"2021-08-09T09:49:00","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=14388"},"modified":"2021-08-03T11:00:19","modified_gmt":"2021-08-03T09:00:19","slug":"besonderes-klimasystem-im-haus-aus-dem-3d-drucker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=14388","title":{"rendered":"Besonderes Klimasystem im Haus aus dem 3D-Drucker"},"content":{"rendered":"\n<p>In Beckum wurde vor kurzem das erste deutsche von einem 3D-Betondrucker gedruckte Einfamilienhaus errichtet. Es verf\u00fcgt \u00fcber eine Wohnfl\u00e4che von 160 Quadratmetern und wurde vom Land NRW mit 200.000 Euro gef\u00f6rdert. Dabei kam das F\u00f6rderprogramm &#8222;Innovatives Bauen&#8220; zum Einsatz. Da auch die Geb\u00e4udetechnik des Einfamilienhauses innovativ sein sollte, installierte man ein besonderes K\u00fchl- und Heizsystem, das die Klimatisierung des Bauwerks \u00fcbernahm.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Fallstudie-3D-Haus-1-Foto-Peri-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Fallstudie-3D-Haus-1-Foto-Peri-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14390\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Fallstudie-3D-Haus-1-Foto-Peri-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Fallstudie-3D-Haus-1-Foto-Peri-300x225.jpg 300w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Fallstudie-3D-Haus-1-Foto-Peri-768x576.jpg 768w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Fallstudie-3D-Haus-1-Foto-Peri-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Fallstudie-3D-Haus-1-Foto-Peri-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Fallstudie-3D-Haus-1-Foto-Peri-1320x990.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>In Beckum ist Deutschlands erstes Wohnhaus aus dem 3D-Drucker entstanden (Foto: Peri)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Gedruckt wurde das Geb\u00e4ude von der Peri GmbH. Zum Einsatz kam ein Portaldrucker: Bei diesem bewegt sich der Druckkopf \u00fcber drei Achsen auf einem fest installierten Metallrahmen. Bedient wurde der Drucker von lediglich zwei Personen, der Druckkopf und die Druckergebnisse wurden per Kamera \u00fcberwacht. F\u00fcr einen Quadratmeter Wand ben\u00f6tigte der Drucker rund f\u00fcnf Minuten. Die Konstruktion des Hauses besteht aus dreischaligen W\u00e4nden, die mit Isoliermasse verf\u00fcllt wurden. W\u00e4hrend des Druckvorganges ber\u00fccksichtigte der Drucker bereits die sp\u00e4ter zu verlegenden Leitungen und Anschl\u00fcsse. Durch diese innovative Technik l\u00e4sst sich gegen\u00fcber den herk\u00f6mmlichen Bauweisen nicht nur erheblich Zeit einsparen, auch ist der Ressourcenverbrauch deutlich geringer. Beispielsweise kann durch die pr\u00e4zise Platzierung des Druckm\u00f6rtels die Materialmenge f\u00fcr die W\u00e4nde im Vergleich zu anderen massiven Wandkonstruktionen um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Au\u00dferdem er\u00f6ffnet diese Technologie gr\u00f6\u00dfere Freiheit bei der Geb\u00e4udegestaltung. Geplant wurde das Geb\u00e4ude von MENSE-KORTE ingenieure+architekten aus Beckum, Bauherr ist die Hous3Druck UG.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oberfl\u00e4chennah integrierte Rohrregister in Fertigteildecken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Decke des Hauses wurde aus Betonfertigteil-Elementen hergestellt und bei der B. L\u00fctkenhaus GmbH in D\u00fclmen produziert. Diese ist Teil der Syspro-Gruppe Betonbauteile e.V., ein Zusammenschluss innovativer Unternehmen der Fertigteilindustrie zu einer Qualit\u00e4tsgemeinschaft. \u201eUnsere Mitgliedsunternehmen fertigen ressourcenschonend mittels vollautomatisierter und optimierter Produktionsabl\u00e4ufe unter Einsatz modernster Anlagentechnik\u201c, wei\u00df Syspro-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Thomas Kranzler. \u201eIn Verbindung mit der stetigen Optimierung von Rohstoffeinsatz und Betonrezepturen entstehen dadurch Bauteile, die nicht nur alle Anforderungen an Statik und Bauphysik, sondern auch an Optik und Nachhaltigkeit mehr als nur erf\u00fcllen.\u201c So auch die Syspro-Klimadecke, die im 3D-Haus zum Einsatz kommt, bei der es sich um eine Betonfertigplatte mit statisch mitwirkender Ortbetonerg\u00e4nzung handelt. Das Besondere: Der Einbau des Fl\u00e4chenheiz- und K\u00fchlsystems aquatherm black system aus dem Hause aquatherm erfolgte oberfl\u00e4chennah zwischen den Gittertr\u00e4gern unmittelbar auf der unteren Bewehrungslage der Elementdecken. Mit dem Ergebnis, dass die Heiz-\/K\u00fchlregister nach dem Betonieren der Elementdecken vor Baustellenbesch\u00e4digungen gesch\u00fctzt sind. Auf diese Weise entsteht ein thermisch aktiviertes Bauelement, denn das Fl\u00e4chenheiz- und K\u00fchlsystem erm\u00f6glicht ein angenehmes, gleichm\u00e4\u00dfiges Klima ohne Konvektion und Zugluftgef\u00fchl und v\u00f6llige Freiheit bei der Gestaltung offener und moderner R\u00e4ume.<\/p>\n\n\n\n<p>Die aus dem korrosionsresistenten Kunststoff Polypropylen gefertigten Register erw\u00e4rmen nicht die Luft, sondern die Objekte, den Boden, die W\u00e4nde, die M\u00f6bel \u2013 alles, was sich in den R\u00e4umen befindet. Dazu wird das System in die Decke verlegt und erw\u00e4rmt diese sanft auf Oberfl\u00e4chentemperaturen von bis zu 26\u2009 Grad. Die Energie wird nun als W\u00e4rmestrahlung in den Raum abgegeben. Dort, wo die W\u00e4rmestrahlung auf Gegenst\u00e4nde trifft, werden diese erw\u00e4rmt. Die gemessene Lufttemperatur kann bei dieser Art von Beheizung aufgrund der gleichm\u00e4\u00dfigen W\u00e4rmestrahlung der Raumumfassungsfl\u00e4chen zirka drei Grad niedriger liegen als bei Konvektionsheizungen \u2013 das Thermometer zeigt 20\u2009Grad und es f\u00fchlt sich an wie 23\u2009Grad. Dies f\u00f6rdert das Wohlbefinden und spart auch noch rund 18\u2009Prozent Energie.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Einbau in der Decke bietet auch f\u00fcr die passive K\u00fchlung systemische Vorteile: Anders als bei herk\u00f6mmlichen Klimaanlagen, die die W\u00e4rme durch Ventilationsbetrieb mit Luftbewegung aus dem Raum entziehen, f\u00fchren Klimadecken die K\u00fchllast \u00fcberwiegend mittels Strahlung aus dem Raum ab. Zugluft ist mit Ausnahme des teils hygienisch notwendigen Luftwechsels durch diesen Prozess ausgeschlossen beziehungsweise wird auf ein Mindestma\u00df reduziert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hohe Heiz- und K\u00fchlleistungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Durch den geringen Verlegeabstand der Registerrohre und der dadurch erzielten quadratmeterbezogenen hohen Fl\u00e4chendichte des aquatherm black system kann das System mit niedrigeren Vorlauftemperaturen als konventionelle Heiz- beziehungsweise h\u00f6heren Vorlauftemperaturen als andere K\u00fchlsysteme betrieben werden und erm\u00f6glicht in Verbindung mit seiner schnellen Reaktionsf\u00e4higkeit einen besonders effizienten und energiesparenden Betrieb unter wechselnden Bedingungen. Die im 3D-Haus eingesetzte hocheffiziente Split Luft\/Wasser-W\u00e4rmepumpe (Coefficient of Performance bis zu 5,0 &#8211; nach EN 14511 bei A7\/W35 \u00b0C) mit geringen Vorlauftemperaturen bietet gute Voraussetzungen f\u00fcr das Heiz-\/K\u00fchlsystem.<\/p>\n\n\n\n<p>aquatherm black system wurde nach Kundenwunsch in Gr\u00f6\u00dfen von 24 Zentimeter mal 60  Zentimeter bis 48  Zentimeter mal 500  Zentimeter im Hauptwerk der aquatherm Unternehmensgruppe im s\u00fcdwestf\u00e4lischen Attendorn objektspezifisch produziert. Insgesamt kamen 97,4 Quadratmeter Register zum Einsatz. Dies entspricht einer Belegung im Objekt von rund 60 Prozent und damit einer geringen Belegfl\u00e4che, die trotzdem ausreichend ist, um das Geb\u00e4ude effektiv zu beheizen und zu k\u00fchlen. Die Register wurden bereits werkseitig mit einem optischen Dichtheits-Kontrollsystem ausgestattet. So mussten sie bei der Firma L\u00fctkenhaus nur noch in die zu gie\u00dfenden Fertigteildecken eingelegt werden. Die Register wurden speziell in den Filigrandecken angeordnet, sodass eine Bohrtiefe von rund 2,5  Zentimetern f\u00fcr sp\u00e4tere Installationsm\u00f6glichkeiten gew\u00e4hrleistet werden konnte. Dies erm\u00f6glicht ein problemloses Anbringen von zum Beispiel Lampen oder C-Profilen von Trockenbauw\u00e4nden. \u201eDurch den funktionellen Aufbau des aquatherm black system mit geringem Verlegeabstand und harfenf\u00f6rmigem Aufbau kann im Heiz- sowie K\u00fchlbetrieb die thermische Energie gleichm\u00e4\u00dfig und effizient \u00fcbertragen werden, sodass hohe Heiz- und K\u00fchlleistungen mit geringem Druckverlust erzielt werden. Dadurch k\u00f6nnen die W\u00e4rme und K\u00e4lte gleichm\u00e4\u00dfig verteilt werden. Somit erzielen wir in Verbindung mit dem geringen Druckverlust des Systems hohe Heiz- und K\u00fchlleistungen\u201c, erkl\u00e4rt Marius Bock, Produktmanager von aquatherm black system. Sp\u00e4ter auf der Baustelle mussten die einzelnen Fertigteildeckenelemente nur noch miteinander verbunden werden, die Verbindung der aquatherm black system Register erfolgte durch die Heinrich Kriener GmbH &amp; Co. KG aus Beckum.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.aquatherm.de\">www.aquatherm.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Beckum wurde vor kurzem das erste deutsche von einem 3D-Betondrucker gedruckte Einfamilienhaus errichtet. Es verf\u00fcgt \u00fcber eine Wohnfl\u00e4che von 160 Quadratmetern und wurde vom Land NRW mit 200.000 Euro gef\u00f6rdert. Dabei kam das F\u00f6rderprogramm &#8222;Innovatives Bauen&#8220; zum Einsatz. 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