{"id":13426,"date":"2021-02-23T11:45:00","date_gmt":"2021-02-23T10:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=13426"},"modified":"2021-02-16T12:57:43","modified_gmt":"2021-02-16T11:57:43","slug":"tipp-zur-daemmung-alte-daemmungen-ueberkleben-statt-ersetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=13426","title":{"rendered":"Tipp zur D\u00e4mmung: Alte D\u00e4mmungen \u00fcberkleben statt ersetzen"},"content":{"rendered":"\n<p>Geb\u00e4ude, die gut ged\u00e4mmt sind, k\u00f6nnen f\u00fcnfmal weniger W\u00e4rme nach drau\u00dfen abgeben, als schlecht ged\u00e4mmte H\u00e4user. Das verhindert Schimmelbildung, spart Kosten und verbessert den Komfort. Bei der D\u00e4mmung von Fassaden ergibt es Sinn, D\u00e4mmstoffdicken zwischen 14 und 24 Zentimetern zu verwenden. Sollte bereits eine D\u00e4mmschicht vorhanden sein, so l\u00e4sst sich diese beim Anbringen der neuen D\u00e4mmung problemlos weiter nutzen. Dieses Vorgehen nennt sich &#8222;Aufdopplung&#8220; und erm\u00f6glicht es, die Dicke der neuen D\u00e4mmschicht zu verringern, ohne dabei Zugest\u00e4ndnisse beim W\u00e4rmschutz zu machen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/AWI_5777-scaled-1-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/AWI_5777-scaled-1-1024x684.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13427\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/AWI_5777-scaled-1-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/AWI_5777-scaled-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/AWI_5777-scaled-1-768x513.jpg 768w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/AWI_5777-scaled-1-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/AWI_5777-scaled-1-2048x1367.jpg 2048w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/AWI_5777-scaled-1-1320x881.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Rund 40 Jahren nach Anbringung sollten Hauseigent\u00fcmer ihre W\u00e4rmed\u00e4mmung pr\u00fcfen lassen. Oft lohnt sich eine Aufdopplung. (Foto: Zukunft Altbau)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u201eOb ganz neu d\u00e4mmen oder aufdoppeln \u2013 die F\u00f6rderbedingungen f\u00fcr die Anbringung einer W\u00e4rmed\u00e4mmung sind so gut wie nie\u201c, betont Frank Hettler von Zukunft Altbau. \u201eHauseigent\u00fcmer sollten daher jetzt aktiv werden.\u201c Die neue Bundesf\u00f6rderung f\u00fcr effiziente Geb\u00e4ude (BEG) gew\u00e4hrt f\u00fcr eine D\u00e4mmung der Au\u00dfenwand Zusch\u00fcsse von bis zu 15.000 Euro pro Wohneinheit \u2013 5.000 Euro mehr als bislang. Neutrale Informationen gibt es auch kostenfrei am Beratungstelefon von Zukunft Altbau unter 08000 12 33 33 (Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr) oder per E-Mail an <a href=\"mailto:beratungstelefon@zukunftaltbau.de\">beratungstelefon@zukunftaltbau.de<\/a>.<br><br>Geb\u00e4ude sind f\u00fcr rund 40 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland verantwortlich. Der Gro\u00dfteil davon entf\u00e4llt auf das Heizen im Winter. Wenn Au\u00dfenw\u00e4nde, Keller, Dach und Geschossdecken unzureichend oder gar nicht ged\u00e4mmt sind, ist der Heizbedarf hoch. Die W\u00e4rme str\u00f6mt dann schnell nach au\u00dfen. Das erh\u00f6ht nicht nur den W\u00e4rmebedarf und die Heizkostenrechnung, sondern auch den Aussto\u00df klimasch\u00e4dlicher Treibhausgase. Bis zu 80 Prozent des Heizenergiebedarfs k\u00f6nnen Hauseigent\u00fcmerinnen und Hauseigent\u00fcmer durch eine gute D\u00e4mmung der Geb\u00e4udeh\u00fclle einsparen.<br><br><strong>D\u00e4mmung: Der U-Wert ist entscheidend<\/strong><br><br>Eine W\u00e4rmed\u00e4mmung reduziert auch die Schimmelgefahr. \u201eJe besser eine Wand ged\u00e4mmt ist, desto w\u00e4rmer ist die Wandoberfl\u00e4che in der Wohnung\u201c, sagt Markus Wei\u00dfert vom Fachverband der Stuckateure f\u00fcr Ausbau und Fassade Baden-W\u00fcrttemberg. \u201eFeuchtigkeit kann sich dort nicht mehr niederschlagen, Schimmel deshalb nur noch schwer bilden.\u201c Komfortabler sind warme W\u00e4nde in der Wohnung au\u00dferdem.<br><br>Haueigent\u00fcmer sollten darauf achten, dass die D\u00e4mmung fachm\u00e4nnisch angebracht wird und eine ausreichende D\u00e4mmwirkung besitzt. Wie gut die W\u00e4rmed\u00e4mmung ist, zeigt der U-Wert. \u201eDer U-Wert ist ein Ma\u00df f\u00fcr den W\u00e4rmedurchgang, zeigt also an, wie viel W\u00e4rme eine Au\u00dfenwand abgibt\u201c, erkl\u00e4rt Wei\u00dfert. \u201eJe niedriger der Wert ist, desto besser.\u201c Gute U-Werte liegen bei 0,12 bis 0,2 Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W\/(m2K)). Geb\u00e4udeenergieberater helfen bei der Bestimmung des Werts und der Auswahl einer passenden W\u00e4rmed\u00e4mmung.<br><br>Bei einer professionellen Anbringung ist eine D\u00e4mmung oft 40 Jahre oder l\u00e4nger intakt. Alte W\u00e4rmed\u00e4mm-Verbundsysteme entsprechen aber h\u00e4ufig nicht mehr aktuellen energetischen Anforderungen. In den 1970er und 1980er Jahren waren D\u00e4mmst\u00e4rken von vier bis acht Zentimeter Standard, heute sind 14 bis 24 Zentimeter die Regel. Es gilt: Nach einer umfassenden Sanierung darf der U-Wert laut Geb\u00e4udeenergiegesetz nicht h\u00f6her als 0,24 W\/(m2K) liegen. Um eine BEG-F\u00f6rderung zu erhalten, ist ein Wert von 0,20 W\/(m2K) erforderlich. Wer das Erneuerbare-W\u00e4rme-Gesetz von Baden-W\u00fcrttemberg erf\u00fcllen will, braucht rund einen Zentimeter D\u00e4mmung mehr und einen Wert von unter 0,192 W\/(m2K).<br><br><strong>Alte W\u00e4rmed\u00e4mmungen erneuern oder aufdoppeln<\/strong><br><br>Eine vollst\u00e4ndige Erneuerung der gesamten Fassadend\u00e4mmung verbessert die U-Werte auf das geforderte Niveau. Hat die vorhandene D\u00e4mmschicht keine Sch\u00e4den, kann sich auch eine Nachr\u00fcstung lohnen. Das bisherige D\u00e4mmsystem muss nicht auf den M\u00fcll und kann weiter Energie einsparen. Auf die alte D\u00e4mmung wird eine zweite, neue D\u00e4mmschicht angebracht, man spricht deshalb von einer \u201eAufdopplung\u201c. Weder das Material noch die Dicke der neuen Schicht m\u00fcssen der alten D\u00e4mmung gleichen. Wichtig ist stattdessen, dass der U-Wert des aufgedoppelten W\u00e4rmed\u00e4mm-Verbundsystems unter 0,2 W\/(m2K) liegt. Dann ist der W\u00e4rmeschutz wieder zukunftsf\u00e4hig. Auch die positiven Effekte auf Wohnkomfort, Heizkosten und Klima entsprechen denen einer neuen Fassadend\u00e4mmung.<br><br>Sinnvoll ist, den Umbau anzugehen, wenn ohnehin Sanierungsma\u00dfnahmen oder Arbeiten an der Fassadeanstehen. Wenn das Ger\u00fcst sowieso schon steht, reduziert das die Kosten. Werden Fassade oder Dach gro\u00dffl\u00e4chig saniert oder der \u00fcberwiegende Teil der Fenster ersetzt, ist au\u00dferdem ein L\u00fcftungskonzept zu erstellen. F\u00fcr einen ausreichenden Luftaustausch muss nicht zwingend eine mechanische L\u00fcftungsanlage eingebaut werden. Auch Einzell\u00fcfter oder eine bedarfsgesteuerte Abluftanlage sind praktikable und bezahlbare L\u00f6sungen.<br><br><strong>Verbesserte F\u00f6rdermittel nutzen<\/strong><br><br>Angst vor einer unwirtschaftlichen Investition m\u00fcssen Hauseigent\u00fcmer bei einer fachm\u00e4nnisch angebrachten D\u00e4mmung nicht haben. In der Regel sind die Energieeinsparungen innerhalb der Lebensdauer der Fassade so hoch, dass sie die Kosten f\u00fcr die energetische Sanierung mindestens decken. Die Zusatzkosten einer \u00fcber die gesetzlichen Anforderungen hinausgehenden D\u00e4mmung decken F\u00f6rdermittel ab. Mit der h\u00f6heren Bundesf\u00f6rderung f\u00fcr effiziente Geb\u00e4ude (BEG) seit Januar 2021 ergibt das noch mehr Sinn. Sie verbessert die ohnehin guten Bedingungen f\u00fcr Antragsteller noch weiter.<br><br>Die f\u00f6rderf\u00e4higen Kosten sind von 50.000 auf 60.000 Euro gestiegen. Au\u00dferdem erh\u00f6ht sich der Zuschuss unter bestimmten Bedingungen von 20 auf 25 Prozent der Investitionskosten. Den H\u00f6chstbetrag bekommen diejenigen, die eine gef\u00f6rderte Geb\u00e4udeenergieberatung mit anschlie\u00dfender Ausstellung eines individuellen Sanierungsfahrplanes (iSFP) f\u00fcr Wohngeb\u00e4ude durchf\u00fchren lassen. Auch Personen, die bereits einen vom Bund gef\u00f6rderten Sanierungsfahrplan vorliegen haben und eine Ma\u00dfnahme daraus realisieren, werden mit 25 Prozent gef\u00f6rdert. Kostet eine D\u00e4mmung 60.000 Euro, gibt der Staat also bis zu 15.000 Euro hinzu. Das sind 5.000 Euro mehr Zuschuss als noch im vergangenen Jahr. \u201eSo gut waren die staatlichen F\u00f6rderungen f\u00fcr energieeffiziente Geb\u00e4ude noch nie\u201c, sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau. \u201eAuch die Beratung und Planung durch qualifizierte Geb\u00e4udeenergieberater ist f\u00f6rderf\u00e4hig. So gew\u00e4hrt der Staat Hauseigent\u00fcmern optimale finanzielle Bedingungen f\u00fcr die Haussanierung.\u201c<br><br>Die seit 1. Januar 2021 geltende CO2-Bepreisung ist ein weiteres Kostenargument f\u00fcr eine gute D\u00e4mmung. Die Bepreisung ist zu Jahresbeginn mit einem Wert von 25 Euro pro Tonne CO2 gestartet. Das entspricht einem Aufschlag von 79 Euro pro 1.000 Liter Heiz\u00f6l. 2022 werden 30 Euro pro Tonne CO2 f\u00e4llig, 2023 sind es 35 Euro, 2024 dann 45 Euro und ein Jahr sp\u00e4ter 55 Euro. Ab 2026 sollen weitere Erh\u00f6hungen folgen; wie hoch sie ausfallen werden, ist aber noch unklar. Fest steht aber: Wer bereits heute gut d\u00e4mmt, spart in den n\u00e4chsten Jahren deutlich an Heizkosten \u2013 Tendenz steigend.<br><br>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.zukunftaltbau.de\">www.zukunftaltbau.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geb\u00e4ude, die gut ged\u00e4mmt sind, k\u00f6nnen f\u00fcnfmal weniger W\u00e4rme nach drau\u00dfen abgeben, als schlecht ged\u00e4mmte H\u00e4user. Das verhindert Schimmelbildung, spart Kosten und verbessert den Komfort. Bei der D\u00e4mmung von Fassaden ergibt es Sinn, D\u00e4mmstoffdicken zwischen 14 und 24 Zentimetern zu verwenden. Sollte bereits eine D\u00e4mmschicht vorhanden sein, so l\u00e4sst sich diese beim Anbringen der neuen D\u00e4mmung problemlos weiter nutzen. Dieses Vorgehen nennt sich &#8222;Aufdopplung&#8220; und erm\u00f6glicht es, die Dicke der neuen D\u00e4mmschicht zu verringern, ohne dabei Zugest\u00e4ndnisse beim W\u00e4rmschutz zu machen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":13427,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[8794,3],"tags":[13224,1249,4207,570,969,3563],"class_list":["post-13426","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bau","category-news","tag-aufdopplung","tag-dammung","tag-komfort","tag-kosten","tag-schimmel","tag-zukunft-altbau"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/AWI_5777-scaled-1-scaled.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13426","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13426"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13426\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13429,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13426\/revisions\/13429"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/13427"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13426"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13426"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}