{"id":13258,"date":"2021-02-02T11:42:00","date_gmt":"2021-02-02T10:42:00","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=13258"},"modified":"2021-01-26T10:55:34","modified_gmt":"2021-01-26T09:55:34","slug":"wann-es-sich-lohnt-nicht-mehr-gefoerderte-photovoltaikanlagen-weiter-zu-nutzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=13258","title":{"rendered":"Wann es sich lohnt, nicht mehr gef\u00f6rderte Photovoltaikanlagen weiter zu nutzen"},"content":{"rendered":"\n<p>Die staatliche F\u00f6rderung f\u00fcr die Einspeisung von Solarstrom ist Ende letzten Jahres f\u00fcr die ersten gef\u00f6rderten Solaranlagen ausgelaufen. Manche dieser Anlagen lassen sich aber auch jetzt noch profitabel weiter betreiben. Daf\u00fcr stehen mehrere Modelle zur Verf\u00fcgung. Die Anfang dieses Jahres in Kraft getretene EEG-Novelle bietet einerseits die Option, den erzeugten Solarstrom komplett dem Netzbetreiber zur Verf\u00fcgung zu stellen. In diesem Fall erhalten die Anlagenbetreiber eine Art Einspeiseverg\u00fctung light. Andererseits ist auch ein Mix aus Eigenverbrauch und Einspeiseverg\u00fctung m\u00f6glich. Der Weiterbetrieb einer Solaranlage rentiert sich ab einer installierten Leistung von f\u00fcnf Kilowatt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/AWI_5861-scaled-e1611558441145-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/AWI_5861-scaled-e1611558441145-1024x684.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13259\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/AWI_5861-scaled-e1611558441145-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/AWI_5861-scaled-e1611558441145-300x201.jpg 300w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/AWI_5861-scaled-e1611558441145-768x513.jpg 768w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/AWI_5861-scaled-e1611558441145-1536x1027.jpg 1536w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/AWI_5861-scaled-e1611558441145-2048x1369.jpg 2048w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/AWI_5861-scaled-e1611558441145-1320x882.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Auch nach dem Wegfall der Einspeiseverg\u00fctung kann sich der Weiterbetrieb einer Photovoltaikanlage lohnen (Foto: Zukunft Altbau)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Neutrale Informationen f\u00fcr Eigent\u00fcmer in Baden-W\u00fcrttemberg bietet das Photovoltaik-Netzwerk Baden-W\u00fcrttemberg: <a href=\"http:\/\/www.photovoltaik-bw.de\">www.photovoltaik-bw.de<\/a>. Neutrale Informationen gibt es auch kostenfrei am Beratungstelefon von Zukunft Altbau unter 08000 12 33 33 (Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr) oder per E-Mail an <a href=\"mailto:beratungstelefon@zukunftaltbau.de\">beratungstelefon@zukunftaltbau.de<\/a>.<br><br>F\u00fcr rund 10.000 ausgef\u00f6rderte Photovoltaikanlagen ist in diesem Jahr die Verg\u00fctungszahlung eingestellt worden, sch\u00e4tzt der Bundesverband Solarwirtschaft. In den Jahren danach folgen immer mehr Anlagen \u2013 bis 2033 sollen es insgesamt eine Million sein. F\u00fcr die Betreiber f\u00e4llt damit eine feste Einnahmequelle weg. Inzwischen gibt es mehrere Verg\u00fctungsmodelle, die einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb sichern sollen. Das ist wichtig: Je mehr Photovoltaikanlagen am Stromnetz angeschlossen bleiben, desto besser ist dies f\u00fcr das Klima. Insoweit lohnt sich jede \u00dcberlegung zum Weiterbetrieb von \u00dc20-Anlagen.<br><br>Um die Solarstromanlage weiter wirtschaftlich betreiben zu k\u00f6nnen, sind keine hohen Einnahmen n\u00f6tig. \u201eIst eine Photovoltaikanlage seit 20 Jahren in Betrieb, sollte sie bereits vollst\u00e4ndig finanziell abgeschrieben sein. Betreiber m\u00fcssen dann nur noch minimale Kosten f\u00fcr Wartung, Versicherung und eine m\u00f6gliche Reparatur aufwenden sowie einen Eigenverbrauchsz\u00e4hler erwerben. Damit kostet der Solarstrom netto nur noch rund drei bis vier Cent pro Kilowattstunde\u201c, sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau.<br><br><strong>Seit Januar weiter Volleinspeisung an Netzbetreiber m\u00f6glich<\/strong><br><br>F\u00fcr die meist kleinen Volleinspeisungsanlagen zahlt der Netzbetreiber k\u00fcnftig weiterhin eine Einspeiseverg\u00fctung. Die am 1. Januar 2021 in Kraft getretene EEG-Novelle erm\u00f6glicht eine \u201eEinspeiseverg\u00fctung light\u201c. Sie wird bis 2027 garantiert. Anlagenbetreiber erhalten den Jahresmarktwert f\u00fcr den eingespeisten Solarstrom. Er lag in den vergangenen Jahren zwischen drei und vier Cent pro Kilowattstunde. Davon abzuziehen sind Vermarktungskosten des Netzbetreibers in H\u00f6he von 0,4 Cent pro Kilowattstunde. Je nach Gr\u00f6\u00dfe der PV-Anlage und der j\u00e4hrlichen Betriebskosten kann dieses Modell kostendeckend sein, viel Gewinn ist jedoch nicht m\u00f6glich. Der Vorteil der Volleinspeisung liegt vor allem im geringen Aufwand.<br><br><strong>Alternative: Mix aus Einspeisung und Eigenverbrauch<\/strong><br><br>Zweite Variante: Man speist nicht voll ein, sondern verbraucht den Solarstrom teilweise selbst. Was die Anlageneigent\u00fcmer nicht selbst nutzen k\u00f6nnen, wird dem Netzbetreiber oder Direktvermarktern zur Verf\u00fcgung gestellt. Direktvermarkter k\u00f6nnen Firmen sein, inzwischen steigen aber auch immer mehr Stadtwerke in den Markt ein. Der Vorteil des Kombi-Modells ist, dass es den lukrativen Eigenverbrauch erm\u00f6glicht. Er spart im Vergleich zum netto 26 Cent teuren Netzstrom durchschnittlich 23 Cent pro Kilowattstunde ein und ist damit deutlich lukrativer als die Einspeisung.<br><br>Wollen die Anlagenbetreiber auf Eigenverbrauch umstellen, ist zuerst der Umbau am Z\u00e4hlerschrank notwendig. \u201eDanach lassen sich rund 30 Prozent des erzeugten Stroms f\u00fcr den t\u00e4glichen Bedarf im Wohnhaus nutzen\u201c, sagt Thomas B\u00fcrkle, Pr\u00e4sident des Fachverbands Elektro- und Informationstechnik Baden-W\u00fcrttemberg. \u201eAuf rund die H\u00e4lfte erh\u00f6hen k\u00f6nnen Hauseigent\u00fcmer den Anteil, indem sie Elektroger\u00e4te wie Geschirrsp\u00fcler oder Waschmaschine w\u00e4hrend der sonnigen Stunden laufen lassen.\u201c Besonders einfach ist die Erh\u00f6hung des Eigenverbrauchs, wenn ein Elektroauto mit Solarstrom geladen wird. Auch mit bestehenden W\u00e4rmepumpen l\u00e4sst sich der Eigenverbrauch gewinnbringend steigern. \u201eJe mehr elektrische Anwendungen mit Solarstrom laufen, umso besser f\u00fcr den Eigenverbrauch und die Umwelt\u201c, so B\u00fcrkle.<br><br><strong>Batteriespeicher lohnen sich f\u00fcr die Kleinstanlagen noch nicht<\/strong><br><br>Das Gleiche gilt f\u00fcr Batteriespeicher. Stattet man seine \u00dc20-Anlage mit einem passenden Speicher aus, erh\u00f6ht sich der Eigenverbrauch auf bis zu 70 Prozent. Nutzen Hauseigent\u00fcmer statt Netzstrom zehn Jahre lang den Solarstrom aus einem Speicher, k\u00f6nnen sie in diesem Zeitraum mit jeder Kilowattstunde Speicherkapazit\u00e4t rund 600 Euro sparen. Zurzeit existieren auf dem Markt bereits Speicher, die samt Leistungselektronik, Installation und Mehrwertsteuer rund 1.000 Euro pro Kilowattstunde kosten. \u201eDie Wirtschaftlichkeit der Speicher r\u00fcckt n\u00e4her. F\u00fcr die kleinen \u00dc20-Anlagen wird sich die Speicherung bald auch finanziell lohnen\u201c, prognostiziert B\u00fcrkle. Aktuell ist dies jedoch oft noch nicht der Fall.<br><br>Ein Weiterbetrieb der \u00dc20-Anlagen mit Einspeisung und Eigenverbrauch lohnt sich unter anderem laut einem aktuellen Gutachten der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Sonnenenergie (DGS) ab einer installierten Leistung von f\u00fcnf Kilowatt und einem 30-Prozent-Eigenverbrauchsanteil. Bedingung: Die Anlage erzeugt nach dem Ende der Einspeiseverg\u00fctung mindestens noch zehn Jahre Solarstrom. Das ist durchaus realistisch, Solarmodule haben meist eine Lebensdauer von 30 Jahren oder mehr. L\u00e4uft die Solaranlage l\u00e4nger als zehn Jahre weiter, steigt die Stromkosteneinsparung entsprechend. Auch der Weiterbetrieb von Anlagen kleiner als f\u00fcnf Kilowatt kann dadurch wirtschaftlich werden. Die Kosten f\u00fcr den Umbau des Z\u00e4hlerschranks sind in der Rechnung enthalten, auch laufende Wartungen und Reparaturen. F\u00fcr kleinere Anlagen ist jedoch nach den bislang vorliegenden Informationen eher die Variante Volleinspeisung beim Netzbetreiber vorzuziehen.<br><strong><br>Variante drei und vier: keine Einspeisung oder Repowering<\/strong><br><br>Eigent\u00fcmer k\u00f6nnen auch darauf setzen, so viel Solarstrom wie m\u00f6glich selbst zu nutzen und den Rest abzuregeln. Moderne Wechselrichter sind dazu in der Lage. Die Anlage erzeugt dann nur so viel Strom, wie f\u00fcr den Eigenverbrauch im Haus n\u00f6tig ist, es wird keine einzige Kilowattstunde eingespeist. Finanziell ist das m\u00f6glicherweise die beste Wahl, \u00f6kologisch jedoch unsinnig \u2013 wird so doch rund 70 Prozent weniger Solarstrom erzeugt, als eigentlich m\u00f6glich w\u00e4re.<br><br>M\u00f6glichkeit Nummer vier: Die alte Anlage wird durch eine neue ersetzt. Neue Anlagen liefern auf gleicher Fl\u00e4che im Vergleich zu den Anlagen vor 20 Jahren rund doppelt so viel Solarstrom und kosten nur noch einen Bruchteil der alten Anlage Das n\u00fctzt der Energiewende und dem Geldbeutel.<br><br><strong>Fazit<\/strong><br><br>Wer sich vor 20 Jahren eine Photovoltaikanlage beispielsweise mit f\u00fcnf Kilowatt installierter Leistung angeschafft hat, kann die Anlage auch weiterhin wirtschaftlich betreiben. Ein hoher Gewinn ist jedoch nicht m\u00f6glich. F\u00fcr kleinere Anlagen ist eher die Variante Volleinspeisung beim Netzbetreiber empfehlenswert. F\u00fcr die Energiewende lohnt sich der Weiterbetrieb aber auf jeden Fall. Sinnvoll ist auch eine neue Photovoltaikanlage. Anlageneigent\u00fcmer sollten im Einzelfall von Fachleuten pr\u00fcfen lassen, welche Variante am besten ist, r\u00e4t Frank Hettler von Zukunft Altbau. Hierf\u00fcr stehen in Baden-W\u00fcrttemberg die Ansprechpartner des PV-Netzwerks BW oder Elektrofachkr\u00e4fte und Energieberater zur Verf\u00fcgung.<br><br>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.zukunftaltbau.de\">www.zukunftaltbau.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die staatliche F\u00f6rderung f\u00fcr die Einspeisung von Solarstrom ist Ende letzten Jahres f\u00fcr die ersten gef\u00f6rderten Solaranlagen ausgelaufen. Manche dieser Anlagen lassen sich aber auch jetzt noch profitabel weiter betreiben. Daf\u00fcr stehen mehrere Modelle zur Verf\u00fcgung. Die Anfang dieses Jahres in Kraft getretene EEG-Novelle bietet einerseits die Option, den erzeugten Solarstrom komplett dem Netzbetreiber zur Verf\u00fcgung zu stellen. In diesem Fall erhalten die Anlagenbetreiber eine Art Einspeiseverg\u00fctung light. Andererseits ist auch ein Mix aus Eigenverbrauch und Einspeiseverg\u00fctung m\u00f6glich. 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