{"id":12627,"date":"2020-10-05T11:55:00","date_gmt":"2020-10-05T09:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=12627"},"modified":"2020-09-29T11:59:56","modified_gmt":"2020-09-29T09:59:56","slug":"im-winter-effizient-lueften-und-heizen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=12627","title":{"rendered":"Im Winter effizient L\u00fcften und Heizen"},"content":{"rendered":"\n<p>Nicht alle wissen, wie man im Winter am besten l\u00fcftet und heizt. Eigentlich ist es aber sehr einfach, die R\u00e4ume sowohl mit W\u00e4rme, als auch mit ausreichender Frischluft zu versehen. Was die Heizung angeht, so ist der Mittelweg optimal. Zu wenig W\u00e4rme f\u00fchrt zu Schimmel, zu viel sorgt f\u00fcr einen hohen CO2-Aussto\u00df und hohe Kosten. Das L\u00fcften sollte mehrmals t\u00e4glich erfolgen, was f\u00fcr Frischluft sorgt und das Schimmelrisiko minimiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/AWI_6238-scaled-e1601306212454-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12628\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/AWI_6238-scaled-e1601306212454-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/AWI_6238-scaled-e1601306212454-300x200.jpg 300w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/AWI_6238-scaled-e1601306212454-768x512.jpg 768w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/AWI_6238-scaled-e1601306212454-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/AWI_6238-scaled-e1601306212454-2048x1367.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Behaglich und gesund: Das richtige Heiz\u2010 und L\u00fcftungsverhalten kommt Gesundheit, Geldbeutel und Klima zugute (Foto: Zukunft Altbau)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u201eDas Thermostat sollte auf Stufe zwei oder drei stehen\u201c, erkl\u00e4rt Frank Hettler von Zukunft Altbau. Noch besser als das mehrmalige t\u00e4gliche L\u00fcften sind \u00fcbrigens L\u00fcftungsanlagen: Sie halten R\u00e4ume warm und erzielen leichter die optimale Luftqualit\u00e4t. Au\u00dferdem reduziert sich das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Neutrale Informationen zu Fragen rund um die energetische Sanierung gibt es auch kostenfrei am Beratungstelefon von Zukunft Altbau unter 08000 12 33 33 (Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr) oder per E-Mail an beratungstelefon [at] zukunftaltbau.de.<\/p>\n\n\n\n<p>Fast zwei Drittel der Nebenkosten in Privathaushalten stammen vom Heizen in der kalten Jahreszeit. Mit ein paar Effizienz-Tipps k\u00f6nnen Hauseigent\u00fcmer unn\u00f6tig hohe Heizkosten um 150 bis 250 Euro im Jahr senken. Das sind bis zu 20 Prozent der j\u00e4hrlichen Heizkosten. Wichtig ist, bedarfsgerecht zu heizen und die passende Raumtemperatur zu kennen. Auch richtiges L\u00fcften hilft dabei, Heizkosten zu senken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die goldene Mitte: Stufe 2 und 3 reichen aus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wohnr\u00e4ume wie Wohn-, Kinder- und Arbeitszimmer sollten eine Temperatur von 19 bis 21 Grad haben. Das entspricht Stufe drei auf dem Thermostat. Seltener, k\u00fcrzer oder haupts\u00e4chlich zum Schlafen genutzte R\u00e4ume kommen mit einer Temperatur von 16 bis 18 Grad aus. In Schlafzimmern, Fluren und der K\u00fcche sollte das Thermostat daher auf Stufe zwei stehen. Zus\u00e4tzlich Kosten einsparen k\u00f6nnen Hauseigent\u00fcmer, indem sie die Zimmertemperatur an die Tageszeit sowie an An- und Abwesenheiten anpassen. So empfiehlt es sich, die Heizung auf 15 bis 16 Grad herunter zu regeln, bevor man schlafen oder au\u00dfer Haus geht. Das Thermostat sollte dann zwischen eins und zwei stehen. Wer diesen Tipp immer eine Stunde vor der Bettruhe befolgt, spart rund 25 Prozent der n\u00e4chtlichen Kosten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Tipp: Die Heizungsregelung im Keller erm\u00f6glicht es, eine niedrigere Temperatur f\u00fcr die Nachtstunden einzustellen. So kann man die Vorlauftemperatur, mit der die Heizk\u00f6rper versorgt werden, beispielsweise um 15 bis 20 Grad absenken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weder zu warm noch zu kalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eStufe vier und f\u00fcnf sollten Bewohner vermeiden. Sie erhitzen den Raum viel zu stark, das erh\u00f6ht die Kosten und ist klimasch\u00e4dlich\u201c, erkl\u00e4rt Frank Hettler. \u00dcbersteigt die Raumtemperatur den Bedarf um nur ein Grad, steigen die Heizkosten bereits um sechs Prozent, so der Experte. \u00dcbrigens: Die Stufen auf dem Thermostat am Heizk\u00f6rper entsprechen einer Zieltemperatur, nicht der Aufw\u00e4rmgeschwindigkeit. H\u00f6here Stufen heizen den Raum nicht schneller auf, sondern erhitzen ihn lediglich auf h\u00f6here Temperaturen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vermeiden sollte man auch einen W\u00e4rmestau an den Heizk\u00f6rpern durch zu nah platzierte M\u00f6bel oder \u00fcberh\u00e4ngende Gardinen. Zu Beginn der kalten Jahreszeit lohnt es sich zudem, die Heizk\u00f6rper zu entl\u00fcften. Die Heizung wenig bis gar nicht zu nutzen, oder w\u00e4hrend des Winterurlaubs zwischenzeitlich komplett abzuschalten, ist nur selten eine Alternative. K\u00e4lter als 15 Grad sollte es in normal genutzten R\u00e4umen im Winter nicht werden. Das l\u00e4sst die Feuchtigkeit, die durch Menschen, Tiere aber auch Pflanzen entstehen, an kalten Stellen der W\u00e4nde leichter kondensieren und erh\u00f6ht die Schimmelgefahr. Eine eingeschaltete Heizung auf niedriger Stufe mindert das Schimmelrisiko und erh\u00f6ht damit die Wohnqualit\u00e4t und die Gesundheit der Bewohner.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Effizient l\u00fcften: Querl\u00fcften oder L\u00fcftungsanlage einbauen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Ursache f\u00fcr unn\u00f6tig hohe Heizkosten liegt oft auch am falschen L\u00fcftverhalten. \u201eViele denken, durch ein gekipptes Fenster lie\u00dfe sich f\u00fcr frische Raumluft sorgen, ohne die wohlige W\u00e4rme zu verlieren. Doch das ist ein Trugschluss\u201c, sagt Dr. Klaus Ke\u00dfler von der KLiBA Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg-Rhein-Neckar-Kreis. \u201eDas Gegenteil ist der Fall: Kippen zieht den Luftaustausch in die L\u00e4nge. In dieser Zeit k\u00fchlen die W\u00e4nde um die Fenster aus, die R\u00e4ume werden kalt und m\u00fcssen anschlie\u00dfend mit viel Heizenergie wieder aufgew\u00e4rmt werden.\u201c Effizienter ist mehrmin\u00fctiges Sto\u00df- oder Querl\u00fcften. Die verbrauchte Raumluft wird so schnell gegen frische Luft getauscht. Kurz darauf sind die Zimmer wieder wohlig warm. Am besten ist es, gegen\u00fcberliegende Fenster gleichzeitig weit zu \u00f6ffnen. Besonders K\u00fcche und Bad sollten mehrmals am Tag einen solchen Durchzug erhalten, bei anderen Wohnr\u00e4umen reicht das L\u00fcften meist morgens, mittags und abends.<\/p>\n\n\n\n<p>Das L\u00fcften vereinfachen k\u00f6nnen Hauseigent\u00fcmer mit L\u00fcftungsanlagen. Denn sie l\u00fcften automatisch und sorgen so durchg\u00e4ngig f\u00fcr den Abtransport verbrauchter, feuchter Luft und die Zufuhr frischer, sauerstoffreicher Luft mit weniger Luftfeuchte. Bewohner m\u00fcssen sich damit keine Gedanken \u00fcber falsches, manuelles L\u00fcften machen. Auch L\u00e4rm von au\u00dfen wird durch die L\u00fcftungsanlagen deutlich gemindert. Die Ger\u00e4te sind h\u00e4ufig mit einer W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung ausgestattet. Das h\u00e4lt die W\u00e4rme im Raum und spart Heizenergie. Je nach Filterart sch\u00fctzt die Anlage auch vor Feinstaub und Pollen.\u2003<\/p>\n\n\n\n<p><strong>L\u00fcftungsanlage mindern das Ansteckungsrisiko mit Covid-19<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Vorteil einer mechanischen L\u00fcftung ist in diesem Jahr offenkundig geworden: Automatische L\u00fcftungen verringern die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus, wenn beispielsweise Freunde, Nachbarn, Verwandte oder auch die Reinigungskraft im Haus sind. Die L\u00fcftungsanlagen f\u00fchren Frischluft in die R\u00e4ume und saugen die verbrauchte Abluft aus der Wohnung. Das erh\u00f6ht den Au\u00dfenluftanteil in den eigenen vier W\u00e4nden und reduziert damit die Gefahr, dass sich Personen \u00fcber Aerosole mit dem Virus infizieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Gefahr konsequent zu minimieren, empfehlen Experten bei vorhandenen raumlufttechnischen Anlagen die Au\u00dfenluftvolumenstr\u00f6me zu erh\u00f6hen und Umluftanteile, soweit in den Anlagen m\u00f6glich, zu reduzieren. Auch sollte die Betriebszeit der L\u00fcftungsanlage gegebenenfalls ausgeweitet werden und die Anlage vor und nach der \u00fcblichen Nutzungszeit laufen, um eine bessere Grundl\u00fcftung zu erzielen. Bedingung f\u00fcr eine erfolgreiche Reduzierung der Ansteckungsgefahr ist nat\u00fcrlich weiterhin, dass die Personen einen ausreichenden Abstand halten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.zukunftaltbau.de\">www.zukunftaltbau.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht alle wissen, wie man im Winter am besten l\u00fcftet und heizt. Eigentlich ist es aber sehr einfach, die R\u00e4ume sowohl mit W\u00e4rme, als auch mit ausreichender Frischluft zu versehen. Was die Heizung angeht, so ist der Mittelweg optimal. Zu wenig W\u00e4rme f\u00fchrt zu Schimmel, zu viel sorgt f\u00fcr einen hohen CO2-Aussto\u00df und hohe Kosten. 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