{"id":11964,"date":"2020-06-12T11:31:00","date_gmt":"2020-06-12T09:31:00","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=11964"},"modified":"2020-06-08T11:38:45","modified_gmt":"2020-06-08T09:38:45","slug":"temperaturkoeffizient-von-photovolatik-modulen-zunehmend-wichtiger-faktor-bei-der-kaufentscheidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=11964","title":{"rendered":"Temperaturkoeffizient von Photovolatik-Modulen zunehmend wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Solarmodulen spielt bei der Kaufentscheidung \u00fcblicherweise der Wirkungsgrad die wichtigste Rolle. Da aber immer h\u00e4ufiger sehr hei\u00dfe Sommer zu erwarten sind, gewinnt der Temperaturkoeffizient, also das Verh\u00e4ltnis zwischen der steigenden Modultemperatur und der damit einhergehenden sinkenden Leistung, immer mehr an Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"659\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hitzevergleich_Solarmodule-1024x659.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11965\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hitzevergleich_Solarmodule-1024x659.png 1024w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hitzevergleich_Solarmodule-300x193.png 300w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hitzevergleich_Solarmodule-768x494.png 768w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hitzevergleich_Solarmodule-1536x988.png 1536w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hitzevergleich_Solarmodule-2048x1317.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Temperaturkoeffizienten im Vergleich: Panasonic-Module HIT verlieren wegen ihres sehr niedrigen Temperaturkoeffizienten mit jedem Grad steigender Modultemperatur weniger Leistung als konventionelle Module (Quelle: Panasonic Solar)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2018 und 2019 waren \u00fcberdurchschnittlich hei\u00dfe Sommer. Und nun warnt die Weltorganisation f\u00fcr Meteorologie (WMO), dass ein erneuter Hitzesommer auf der Nordhalbkugel bevorsteht. Einer der w\u00e4rmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen k\u00f6nnte es werden, so die Experten. F\u00fcr die Betreiber von Photovoltaik-Anlagen ist das nicht unbedingt eine gute Nachricht. Denn obwohl viel Sonne gut ist f\u00fcr den Ertrag von Solarstromanlagen, lange Hitzeperioden sind eher kontraproduktiv. Denn mit steigender Umgebungs- und damit auch Modultemperatur sinkt die Leistung des Moduls. Dieser Zusammenhang zwischen der Temperatur und der Leistung von Photovoltaik-Modulen wird mit dem Temperaturkoeffizienten erfasst. Da es wegen des Klimawandels wahrscheinlich ist, dass weitere sehr hei\u00dfe Sommer folgen, gewinnt dieser Wert neben der Modulleistung bei der Kaufentscheidung an Bedeutung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um eine Vergleichbarkeit von PV-Modulen zu erm\u00f6glichen, wurden Standardtestbedingungen definiert. So werden die Modul-Kennwerte auf den Datenbl\u00e4ttern basierend auf 1.000 Watt pro Quadratmeter Strahlung und einer Zelltemperatur von 25 Grad angegeben. An einem hei\u00dfen Sommertag erreicht ein Modul aber schnell auch mal 60 Grad oder vielleicht sogar 70 Grad. Wie sich diese Erw\u00e4rmung auf die Modulleistung niederschl\u00e4gt, gibt der Temperaturkoeffizient an. Er beziffert, wie stark sich die Leistung eines Moduls verringert, wenn die Umgebungstemperatur um ein Grad Celsius erh\u00f6ht wird. Je niedriger der Temperaturkoeffizient ist, desto besser ist es.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Beispiel der Photovoltaik-Module von Panasonic erl\u00e4utert:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit 2017 liegt der Temperaturkoeffizient der Hochleistungsmodule HIT bei -0,258 Prozent pro Grad Celsius. Das hei\u00dft, bei einem 330 Watt-Modul der Serie HIT reduziert sich die Leistung pro Grad Celsius Modulerw\u00e4rmung um 0,851 Watt. Steigt die Modultemperatur von den standardm\u00e4\u00dfig zugrunde gelegten 25 Grad auf 26 Grad, ist es kein nennenswerter Verlust. Steigt die Modultemperatur an einem hei\u00dfen Sommertag aber auf 60 Grad, ist das eine Differenz von 35 Grad und entspricht damit einem Verlust von 29,78 Watt. Die Modulleistung betr\u00e4gt dann noch 300 Watt Leistung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kleiner Unterschied \u2013 gro\u00dfe Wirkung&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was nun nach einem gro\u00dfen Verlust klingt, ist im Vergleich zu herk\u00f6mmlichen kristallinen PV-Modulen allerdings wenig. Denn bei diesen liegt der Temperaturkoeffizient \u00fcblicherweise zwischen -0,4 und -0,5 Prozent je Grad Celsius.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In konkreten Zahlen ausgedr\u00fcckt: Erw\u00e4rmt sich ein herk\u00f6mmliches 330 W-Modul mit einem Temperaturkoeffizienten von -0,5 Prozent von 25 auf 26 Grad Celsius, reduziert sich die Leistung um 1,65 Watt. Bei einem Temperaturanstieg auf 60 Grad, sind es 57,75 Watt. Die Modulleistung liegt dann nur noch bei 272 Watt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das entspricht einer Differenz zwischen herk\u00f6mmlichem und Panasonic-Modul von etwa 28 Watt durch den Temperaturkoeffizienten in der ertragsst\u00e4rksten Zeit. Anders ausgedr\u00fcckt: Der Verlust ist bei herk\u00f6mmlichen kristallinen Modulen beinahe doppelt so hoch wie bei einem Panasonic HIT-Modul mit Heterojunction-Technologie.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Differenz von 28 Watt macht bei einem 330 Watt-Modul rund 8,5 Prozent aus. F\u00fcr den Anlagenbetreiber ist dies bares Geld, wie die nachfolgende Rechnung zeigt. Eine Photovoltaik-Anlage erzeugt bei der Solarstrahlung in S\u00fcddeutschland im Schnitt zirka 1.000 kWh\/kW und Jahr. Das bedeutet, eine PV-Anlage mit zehn kW Leistung produziert 10.000 kWh Solarstrom pro Jahr. Wegen des besseren Temperaturkoeffizienten w\u00fcrde eine Anlage mit Panasonic-Modulen HIT im Vergleich 8,5 Prozent Kilowattstunden Solarstrom mehr erzeugen, also 850 kWh im Jahr. Mit einem Einspeisetarif von zehn Cent pro Kilowattstunde gerechnet, sind das 85 Euro mehr im Jahr. Bei 20 Jahren Laufzeit der EEG-Verg\u00fctung ist das ein nennenswerter Betrag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Blick auf h\u00e4ufiger werdende Hitzesommer lohnt es sich daher, bei der Modulauswahl auch einen Blick auf den Temperaturkoeffizienten zu werfen. Grunds\u00e4tzlich ist zudem eine gute Bel\u00fcftung der Module f\u00f6rderlich f\u00fcr den Solarertrag. Das sollte aber generell bei jeder Installation ber\u00fccksichtigt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Informationen:<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/eu-solar.panasonic.net\/de\" target=\"_blank\">https:\/\/eu-solar.panasonic.net\/de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Solarmodulen spielt bei der Kaufentscheidung \u00fcblicherweise der Wirksungsgrad die wichtigste Rolle. 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