{"id":11268,"date":"2020-01-30T11:04:00","date_gmt":"2020-01-30T10:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=11268"},"modified":"2020-01-27T12:11:22","modified_gmt":"2020-01-27T11:11:22","slug":"aus-fuer-heizungen-nach-30-jahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=11268","title":{"rendered":"Aus f\u00fcr Heizungen nach 30 Jahren"},"content":{"rendered":"\n<p>\u00dcber zwei Millionen \u00d6l- und Gasheizungen in Deutschland sind seit diesem Jahr mehr als 30 Jahre in Betrieb. Damit \u00fcberschreiten sie in vielen F\u00e4llen die erlaubte Nutzungsdauer und m\u00fcssen 2020 erneuert werden. Hauseigent\u00fcmer sollten deshalb pr\u00fcfen, ob ihr Heizkessel vor 1990 eingebaut wurde und zu den austauschpflichtigen Ger\u00e4ten z\u00e4hlt. Dazu r\u00e4t Zukunft Altbau, das vom Umweltministerium Baden-W\u00fcrttemberg gef\u00f6rderte Informationsprogramm. Das Alter der Heizung ist auf dem Typenschild, im Schornsteinfegerprotokoll oder in den Bauunterlagen angegeben. Von der Austauschpflicht sind vor allem Konstanttemperaturkessel betroffen. Niedertemperatur- und Brennwertkessel hingegen d\u00fcrfen weiterlaufen. Pr\u00fcfen sollte man jedoch, ob es sich lohnt, sie schon fr\u00fcher auszutauschen. \u201eBeim Heizungstausch sollten Hauseigent\u00fcmer m\u00f6glichst ein Modell w\u00e4hlen, das mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Sie sind wirtschaftlich und schonen die Umwelt\u201c, empfiehlt Frank Hettler von Zukunft Altbau. So mache man sich au\u00dferdem unabh\u00e4ngiger von steigenden CO2-Preisen und \u00d6lpreisschwankungen. Neutrale Informationen gibt es auch kostenfrei am Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder per E-Mail an beratungstelefon [at] zukunftaltbau.de.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"450\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/ZAB_HG_11_2019_Lock_in_191014.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11269\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/ZAB_HG_11_2019_Lock_in_191014.png 750w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/ZAB_HG_11_2019_Lock_in_191014-300x180.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><figcaption> Hauseigent\u00fcmer k\u00f6nnen mit Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien sowie einer optimierten Regelung und Hydraulik viel CO2 einsparen (Grafik Zukunft Altbau)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Nach 30 Jahren Betrieb ist f\u00fcr Heizkessel oft Schluss. In der Energieeinsparverordnung EnEV ist diese Regelung festgelegt \u2013 k\u00fcnftig wird sie in das Geb\u00e4udeenergiegesetz GEG integriert. Die Auflage f\u00fcr Hauseigent\u00fcmer ist sinnvoll: Viele der bundesweit rund 21 Millionen Heizkessel in Deutschland sind zu alt und ineffizient. Jeder zweite Heizkessel in Deutschland ist \u00e4lter als 20 Jahre. Der Anteil der \u00fcber 30 Jahre alten Heizkessel steht nicht exakt fest, Experten gehen jedoch von rund zwei bis drei Millionen aus. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bereits nach 20 Jahren lohnt sich oft ein Tausch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAlte und ineffiziente Heizkessel belasten Klima und Geldbeutel. Sie sollten deshalb aus dem Verkehr gezogen werden\u201c, sagt Frank Hettler. \u201eAufgrund der besseren Wirkungsgrade neuer Heizungen rechnen sich die Investitionskosten in vielen F\u00e4llen, vor allem wenn zus\u00e4tzliches Energiesparpotenzial bei Regelung und Hydraulik genutzt wird. Bereits ab einem Alter von 20 Jahren sollten Hauseigent\u00fcmer pr\u00fcfen lassen, ob sich ein Tausch gegen eine moderne und effiziente Anlage lohnt\u201c, so Hettler. <\/p>\n\n\n\n<p>Unter die Austauschpflicht fallen alle Konstanttemperaturkessel mit einer Nennleistung zwischen vier und 400 Kilowatt. Brennwert- und Niedertemperaturanlagen entsprechen rechtlichen Vorgaben \u2013 sie d\u00fcrfen vorl\u00e4ufig trotz drei Jahrzehnten Lebensdauer weiterlaufen. Auch die Eigentumsverh\u00e4ltnisse in Wohngeb\u00e4uden sind von Bedeutung: Haben Eigent\u00fcmer eine Wohnung in einem Geb\u00e4ude mit weniger als drei Wohneinheiten zum 1. Februar 2002 selbst bewohnt, d\u00fcrfen sie ihre Heizung unabh\u00e4ngig von der Technik weiter betreiben. Kam es nach diesem Stichtag zu einem Eigent\u00fcmerwechsel, gilt die Austauschpflicht. Die neuen Eigent\u00fcmer haben dann zwei Jahre Zeit, um die Heizung zu tauschen. Schornsteinfeger \u00fcberpr\u00fcfen die Einhaltung der Frist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie l\u00e4sst sich das Alter einer Heizung feststellen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ob ihre Heizung unter die Austauschpflicht f\u00e4llt, k\u00f6nnen Hauseigent\u00fcmer in einigen F\u00e4llen selbst herausfinden. Auf dem Typenschild, das sich direkt auf dem Heizkessel befindet, ist neben Hersteller und Leistung auch das Baujahr angegeben. \u201eDas Typenschild zu finden, ist nicht immer leicht\u201c, wei\u00df Hermann Dannecker vom Deutschen Energieberaternetzwerk (DEN). \u201eManche Heizkessel haben das Schild unter einer Abdeckung.\u201c Alternativ findet sich das Betriebsalter der Heizung auch auf der Rechnung des Heizungskaufs, auf den Protokollen des Schornsteinfegers oder Datenbl\u00e4ttern zur Heizung. Haben Hauseigent\u00fcmer gar keine Informationen zur Hand, helfen Fachleute weiter. Schornsteinfeger k\u00f6nnen das Alter der Heizung bei der Kontrolle feststellen. Bei einer Wartung lassen sich Technik und Alter ebenfalls identifizieren. Fachleute k\u00f6nnen dort eine Empfehlung abgeben, ob die Heizung bereits vor Ablauf der 30 Jahre getauscht werden sollte. <\/p>\n\n\n\n<p>Wer eine neue Heizung kauft, sollte darauf achten, dass sie m\u00f6glichst wenig Schadstoffe und Kohlendioxid (CO2) ausst\u00f6\u00dft. Am besten eignen sich Ger\u00e4te, die erneuerbare Energien nutzen. Ist ein Tausch auf dieser Basis vorgesehen, m\u00fcssen Hauseigent\u00fcmer manches beachten. So werden beispielsweise W\u00e4rmepumpen oder auch Solarthermieanlagen umso effizienter, je niedriger die erforderliche Temperatur des Heizungswassers ist. Fu\u00dfboden- oder Wandheizungen passen gut zu diesem Temperaturniveau. Ist eine neue Heizung erst in ein paar Jahren erforderlich, kann etwa durch eine gute W\u00e4rmed\u00e4mmung die erforderliche Heizungswassertemperatur deutlich reduziert werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Saubere Heizungen lohnen sich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Wechsel lohnt sich: Erneuerbare-Energien-Heizungen schonen nicht nur das Klima. hinsichtlich ihrer Gesamtkosten sind sie mit \u00d6l- und Erdgasheizungen vergleichbar. Sie sind zudem nicht von der k\u00fcnftigen CO2-Steuer betroffen und werden vom Staat sogar finanziell gef\u00f6rdert. Au\u00dferdem erh\u00f6ht der Einsatz erneuerbarer W\u00e4rme die Unabh\u00e4ngigkeit von endlichen fossilen Brennstoffen und deren Preisschwankungen. Zudem flie\u00dft das Geld nicht in \u00f6l- und erdgasexportierende L\u00e4nder ab. <\/p>\n\n\n\n<p>Hauseigent\u00fcmer im S\u00fcdwesten m\u00fcssen eine weitere Anforderung beachten: In Baden-W\u00fcrttemberg m\u00fcssen alle neuen Heizungen in bestehenden Geb\u00e4uden zu mindestens 15 Prozent durch erneuerbare Energien unterst\u00fctzt werden. Das sieht das Erneuerbare-W\u00e4rme-Gesetz (EW\u00e4rmeG) des Landes vor. Wer komplett auf fossile Energien setzt, muss Alternativen wie zum Beispiel zus\u00e4tzliche D\u00e4mmma\u00dfnahmen realisieren, um die gesetzliche Vorschrift zu erf\u00fcllen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche erneuerbare W\u00e4rmetechnologie bietet sich an?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu den erneuerbaren Heiztechnologien z\u00e4hlen Solarthermieanlagen, Holz- und Pelletheizungen und W\u00e4rmepumpen. Auch der Anschluss an ein W\u00e4rmenetz kann W\u00e4rme aus regenerativen Quellen liefern. Wenn Hauseigent\u00fcmer bei der Wahl der passenden Heizung sicher gehen wollen, sollten sie eine professionelle Geb\u00e4udeenergieberaterin oder Geb\u00e4udeenergieberater hinzuziehen. Die Fachleute beraten vor Ort und wissen auch, welche F\u00f6rderprogramme zur Verf\u00fcgung stehen. Auch zur Erf\u00fcllung des EW\u00e4rmeG geben sie Auskunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.zukunftaltbau.de\">www.zukunftaltbau.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber zwei Millionen \u00d6l- und Gasheizungen in Deutschland sind seit diesem Jahr mehr als 30 Jahre in Betrieb. Damit \u00fcberschreiten sie in vielen F\u00e4llen die erlaubte Nutzungsdauer und m\u00fcssen 2020 erneuert werden. Hauseigent\u00fcmer sollten deshalb pr\u00fcfen, ob ihr Heizkessel vor 1990 eingebaut wurde und zu den austauschpflichtigen Ger\u00e4ten z\u00e4hlt. 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