{"id":11243,"date":"2020-01-25T11:52:00","date_gmt":"2020-01-25T10:52:00","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=11243"},"modified":"2020-01-22T12:24:20","modified_gmt":"2020-01-22T11:24:20","slug":"ein-solarpark-im-kornfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=11243","title":{"rendered":"Ein Solarpark im Kornfeld"},"content":{"rendered":"\n<p>Autorin\/Redakteur: Anke F\u00e4hnrich\/gg<\/p>\n\n\n\n<p>Etwa 1.900 Einwohner z\u00e4hlt die Ortschaft Katlenburg in Niedersachsen mittlerweile \u2013 Tendenz steigend. Die hohe Lebensqualit\u00e4t des Dorfes spiegelt sich in modernen Wohnsiedlungen, guter Infrastruktur, qualifiziertem Bildungsangebot, der familienf\u00f6rdernden Schullandschaft sowie der landschaftlich reizvollen Gegend wider. Damit seine Kommune floriert, nutzt der B\u00fcrgermeister Uwe Ahrens aktiv verschiedene F\u00f6rderprogramme und unterst\u00fctzt mit dem Bau eines Solarparks auch das Thema erneuerbare Energien. Seit Oktober 2018 ist die erste Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) auf einem fr\u00fcheren Ackergel\u00e4nde in Betrieb und erwirtschaftet erste Ertr\u00e4ge.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"450\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/WI-Energy_Katlenburg_3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11244\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/WI-Energy_Katlenburg_3.jpg 750w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/WI-Energy_Katlenburg_3-300x180.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><figcaption> In Katlenburg (Niedersachsen) wurde eine ehemalige Ackerfl\u00e4che mit einem Solarpark bebaut (Bildrechte: WI Energy)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Der eigene Weg zur Energiegemeinde<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen der Energiewende\nbegreifen viele St\u00e4dte und Gemeinden die Energieversorgung verst\u00e4rkt als\nBestandteil kommunaler Daseinsvorsorge und nehmen sie im Hinblick auf die\nEnergie- und Klimastrategie in eigene H\u00e4nde. So bieten Konversionsfl\u00e4chen wie\nstillgelegte Deponien oder ungenutzte Gewerbegebiete sowie brach liegendes\nAckerland oft untersch\u00e4tztes Potenzial f\u00fcr Photovoltaik-Anlagen. Diese von\nRegion zu Region sehr unterschiedlichen, aber energetisch wertvollen Fl\u00e4chen\nstehen im Fokus der <a href=\"http:\/\/www.wi-energy.de\/\">WI Energy<\/a> aus Trier.\nDas Unternehmen tritt mit flexiblen Verg\u00fctungsmodellen an, um Gemeinden bei der\nAussch\u00f6pfung ihrer kommunalen Handlungsm\u00f6glichkeiten zu unterst\u00fctzen und den\nAusbau von Sonnenenergie wirtschaftlich voranzutreiben. F\u00fcr\nPhotovoltaik-Anlagen eignen sich insbesondere Frei- und Dachfl\u00e4chen mit hoher\nSonneneinstrahlung und geringem Verschattungsgrad. Dabei ergibt eine Bebauung\nvon Dachfl\u00e4chen ab einer Gr\u00f6\u00dfe von 2.000 Quadratmetern Sinn, w\u00e4hrend\nFreifl\u00e4chen zirka 5.000 Quadratmeter aufweisen sollten. Die neu in Betrieb\ngenommene Photovoltaik-Anlage in der Gemeinde Katlenburg-Lindau besitzt eine\nGrundfl\u00e4che von etwa 1,8 Hektar und erbringt eine Jahresleistung von 763.904\nkWh. Dies entspricht einer Energieversorgung von etwa 170\nVier-Personen-Haushalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Flexible Verg\u00fctungsmodelle<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Entscheidet sich eine Kommune oder eine Agrargenossenschaft f\u00fcr die Umsetzung eines Photovoltaik-Projektes, so empfiehlt es sich, zuerst alle verf\u00fcgbaren Freifl\u00e4chen, inklusive Dachfl\u00e4chen, nach ihren Spezifika wie Lage, Ausrichtung, Gr\u00f6\u00dfe, Dachform und H\u00f6he zusammenzustellen. Im n\u00e4chsten Schritt steht die Frage im Mittelpunkt, welches Umsetzungsmodell zur wirtschaftlichen Zielsetzung und zum Energiekonzept passt. WI Energy bietet seinen kommunalen Partnern die Modelle Verpachtung, Sanierung, Eigenstrom und Erweiterung an.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist das Dach des\nGemeindehauses oder Jugendzentrums in die Jahre gekommen, empfiehlt sich die\nOption einer Verpachtung inklusive Dachsanierung, bei der Kommunen von der\nBaukompetenz und einem Kooperationsnetz aus erfahrenen Handwerkern und\nTechnikern profitieren. Zus\u00e4tzliche Investitionen f\u00fcr die Photovoltaik-Anlage\nfallen nicht an. Haben Gemeinden durch Schwimmb\u00e4der oder Veranstaltungshallen\neinen kontinuierlich hohen Stromverbrauch, so k\u00f6nnen sie den Strom ihrer\nPhotovoltaik-Anlage selbst beziehen und ihre Stromkosten erfahrungsgem\u00e4\u00df um 15\nbis zu 50 Prozent senken. Je mehr die Erzeugung und die eigene Stromnutzung\n\u00fcbereinstimmen, desto geringer fallen die Stromkosten bei diesem Modell aus.\nZus\u00e4tzlich wird der Strompreis f\u00fcr die kommenden zehn Jahre fixiert, sodass die\nGemeinde von Preissteigerungen unber\u00fchrt bleibt.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p>Sollte beispielsweise der\nst\u00e4dtische M\u00fcll-Fuhrpark neue Unterst\u00e4nde ben\u00f6tigen, kann WI Energy den Bau\n\u00fcbernehmen und als Gegenleistung die Dachfl\u00e4che zum Betrieb einer\nPhotovoltaik-Anlage nutzen. Dabei bezuschussen die PV-Experten die Vorhaben und\nstehen in baurechtlichen Fragestellungen zur Seite. Auf diesem Weg k\u00f6nnen\nK\u00e4mmerer und B\u00fcrgermeister ihre neuen Lagerhallen oder Ger\u00e4teschuppen, abh\u00e4ngig\nvon Baustandards und Anspr\u00fcchen, komplett \u00fcber Dachpacht finanzieren. Auch hier\nsteht lediglich die Bereitstellung der Fl\u00e4chen f\u00fcr die Errichtung und den\nBetrieb einer Photovoltaik-Anlage auf der Sollseite.<\/p>\n\n\n\n<p>Im klassischen Modell\nstellen Kommunen ausgew\u00e4hlte Freifl\u00e4chen und Dachfl\u00e4chen f\u00fcr einen Zeitraum von\nmindestens 20 Jahren zur Verf\u00fcgung. Sie erhalten als Gegenleistung eine\nPachtzahlung, die sich anhand der erwarteten Kilowattpeak-Summe, also der\nerrechneten H\u00f6chstleistung, bemisst, die mit Fl\u00e4che oder Dach erzielt werden\nkann. Ausschlaggebende Faktoren f\u00fcr das Rechenexempel sind neben Quadratmeter\nund Ausrichtung bei D\u00e4chern auch die Dach-Art, die Neigung sowie die aktuellen\nVerg\u00fctungss\u00e4tze des EEG. Dieses Konzept kam in Katlenburg zum Einsatz. Die\nVerp\u00e4chter erhalten f\u00fcr die 2,8 Hektar Freifl\u00e4che eine Pachtzahlung, die sich\nauf 90 bis 100 Euro pro kWp f\u00fcr einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren\nbel\u00e4uft. Im Falle einer Verl\u00e4ngerung zahlt der Initiator f\u00fcr\nPhotovoltaik-Anlagen eine zus\u00e4tzliche Pacht von f\u00fcnf Prozent der Stromerl\u00f6se ab\ndem Zeitpunkt der Verl\u00e4ngerung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Umfangreiche Pr\u00fcfung im Vorfeld<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Abwicklung \u00fcber den\nPartner verlief laut Ahrens reibungslos \u00fcber einen Zeitraum von etwa zwei\nJahren. Der B\u00fcrgermeister erg\u00e4nzt: \u201eDiese Zeit braucht es, um die n\u00f6tigen Antr\u00e4ge\nund Gutachten zu erstellen, die ein solches Projekt erfordert. Technische\nKl\u00e4rungen, wie beispielsweise Netzanschluss, Kabelverlegung, Stromeinspeisung\nins Netz, geh\u00f6ren ebenfalls dazu.\u201c Gutachten zur Anlagentechnik stellen sicher,\ndass der Bev\u00f6lkerung keine Nachteile entstehen. Erst wenn all diese Dinge\ngekl\u00e4rt sind, kann der erste Spatenstich erfolgen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Solarparks als Chance zur Bodenaufwertung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Studie aus dem Jahr\n2015 legt dar, dass durchdacht platzierte Solarparks das Potenzial besitzen,\nFl\u00e4chen mit geringer Bodenqualit\u00e4t aufzuwerten. Fl\u00e4chen, die \u00fcber Jahre\nintensiv f\u00fcr Ackerbau- oder Gr\u00fcnlandnutzung verwendet wurden, weisen eine\ngeringe Bodenqualit\u00e4t auf. Ihre Extensivierung in der Bearbeitung f\u00fchrt relativ\nrasch zu einer steigenden Pflanzenvielfalt. Wie sich die Solaranlagen letztlich\nauf den Boden und die Umgebung auswirken, muss immer eine Einzelfallpr\u00fcfung\nzeigen, da es hier unterschiedliche Faktoren, wie beispielsweise vorhandene\nLieferbiotope in n\u00e4herer Umgebung, zu betrachten gilt. Im Fall Katlenburg kam\nes zu einer Einsch\u00e4tzung durch den Naturschutzbund, dessen positives Ergebnis\nden Weg f\u00fcr die Photovoltaik-Anlagen ebnete.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hohe Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung ist laut Uwe Ahrens durchweg positiv: \u201eDas Projekt passt gut in das fortschrittliche Bild der Gemeinde, in der es bereits zwei Wasserkraftwerke gibt, die regenerativen Strom erzeugen. Im Feld der Privatinvestitionen sehe ich noch M\u00f6glichkeiten, denn schlie\u00dflich hat sich das PV-Projekt ja bew\u00e4hrt\u201c, so der B\u00fcrgermeister. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Etwa 1.900 Einwohner z\u00e4hlt die Ortschaft Katlenburg in Niedersachsen mittlerweile \u2013 Tendenz steigend. Die hohe Lebensqualit\u00e4t des Dorfes spiegelt sich in modernen Wohnsiedlungen, guter Infrastruktur, qualifiziertem Bildungsangebot, der familienf\u00f6rdernden Schullandschaft sowie der landschaftlich reizvollen Gegend wider. Damit seine Kommune floriert, nutzt der B\u00fcrgermeister Uwe Ahrens aktiv verschiedene F\u00f6rderprogramme und unterst\u00fctzt mit dem Bau eines Solarparks auch das Thema erneuerbare Energien. Seit Oktober 2018 ist die erste Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) auf einem fr\u00fcheren Ackergel\u00e4nde in Betrieb und erwirtschaftet erste Ertr\u00e4ge.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11244,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[699,66],"tags":[11925,572,6344,7600,958,11924,197,85,11927,11926],"class_list":["post-11243","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-photovoltaik","tag-acker","tag-eeg","tag-eigenstrom","tag-erweiterung","tag-freiflache","tag-katlenburg","tag-sanierung","tag-solarpark","tag-verpachtung","tag-wi-energy"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/WI-Energy_Katlenburg_3.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11243","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11243"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11243\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11245,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11243\/revisions\/11245"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/11244"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11243"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11243"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11243"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}