{"id":11147,"date":"2020-01-08T11:51:00","date_gmt":"2020-01-08T10:51:00","guid":{"rendered":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=11147"},"modified":"2020-01-07T12:22:33","modified_gmt":"2020-01-07T11:22:33","slug":"klimapaket-das-aendert-sich-fuer-hauseigentuemer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deinenergieportal.de\/?p=11147","title":{"rendered":"Klimapaket: Das \u00e4ndert sich f\u00fcr Hauseigent\u00fcmer"},"content":{"rendered":"\n<p>Mit dem \u00fcberarbeiteten Klimapaket der Bundesregierung \u00e4ndern sich auch die Bestimmungen f\u00fcr Hauseigent\u00fcmer erheblich. Die neuen Regeln verteuern die Energiekosten unsanierter Geb\u00e4ude mit fossilen Heizungen und verbilligen ged\u00e4mmte H\u00e4user, die erneuerbare Energien nutzen. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-W\u00fcrttemberg gef\u00f6rderte Informationsprogramm &#8222;Zukunft Altbau&#8220; hin. Bei Heizungen auf Basis fossiler Energien werden sich die Energiekosten durch den geplanten CO2-Preis k\u00fcnftig deutlich erh\u00f6hen. In den ersten f\u00fcnf Jahren betr\u00e4gt der Zuschlag f\u00fcr einen j\u00e4hrlichen Verbrauch von 2.000 Liter Heiz\u00f6l insgesamt rund 1.200 Euro. In Zukunft soll dieser weiter steigen. Mit einer Austauschpr\u00e4mie sowie einer besseren BAFA- und KfW-F\u00f6rderung werden klimafreundlichere Heizungen wie W\u00e4rmepumpen, Pelletkessel und Solarthermieanlagen au\u00dferdem h\u00f6her gef\u00f6rdert. Hinzu kommt die steuerliche Absetzbarkeit von energetischen Sanierungen. Fazit: Energiesparh\u00e4user werden finanziell deutlich attraktiver als bislang. Neutrale Informationen gibt es auch kostenfrei am Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder per E-Mail an beratungstelefon [at] zukunftaltbau.de.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"450\" src=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Altbau.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11148\" srcset=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Altbau.jpg 750w, https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Altbau-300x180.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><figcaption> In Verbindung mit Photovoltaikanlagen sind W\u00e4rmepumpen besonders klimafreundlich (Foto: Zukunft Altbau)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Ein zentrales Element des Klimapakets ist eine h\u00f6here CO2-Bepreisung. F\u00fcr 2021 ist ein Einstieg mit einem Preis von 25 Euro pro Tonne CO2 f\u00fcr Kraft- und Brennstoffe des Verkehrs- und des Geb\u00e4udebereichs vorgesehen. Das entspricht im Jahr 2021 einem Aufschlag von rund 79 Euro pro 1.000 Liter Heiz\u00f6l, hat die Fachzeitschrift \u201eGeb\u00e4udeenergieberater\u201c ausgerechnet. Der CO2-Preis steigt 2022 auf 30 Euro pro Tonne CO2, 2023 auf 35 Euro, 2024 auf 45 Euro und 2025 auf 55 Euro. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>2021 bis 2025: 600 Euro Aufschlag f\u00fcr 1.000 Liter Heiz\u00f6l<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hauseigent\u00fcmer, die in einem 150-Quadratmeter-Haus mit einem durchschnittlichen Energiestandard und rund 2.000 Liter Heiz\u00f6lverbrauch pro Jahr leben, m\u00fcssen von 2021 bis 2025 Zusatzkosten von insgesamt rund 1.200 Euro einkalkulieren. \u201eBetrachtet man die Betriebsdauer von fossilen Heizungen, oft 20 Jahre und mehr, kommen auf Eigent\u00fcmer mit \u00d6l- aber auch Erdgasheizungen k\u00fcnftig noch erheblich h\u00f6here Mehrkosten zu\u201c, sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau. Bei dem Beispielgeb\u00e4ude belaufen sich die Mehrkosten in 20 Jahren auf rund 6.500 Euro. Allerdings ist zu vermuten, dass die ab 2025 zu erwartenden CO2-Preissteigerungen diese Zusatzkosten noch deutlich erh\u00f6hen werden. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Energetische Sanierung steuerlich abschreiben ist nun m\u00f6glich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Neben der Verteuerung fossiler Heizungen wird die F\u00f6rderung f\u00fcr energetische Sanierungen ausgebaut: Einer von mehreren neuen F\u00f6rderbausteinen ist die steuerliche Absetzbarkeit von energetischen Sanierungsma\u00dfnahmen: Wer seit dem 1. Januar 2020 seine Heizungsanlage erneuert, Fenster austauscht, die Geb\u00e4udeh\u00fclle d\u00e4mmt oder eine L\u00fcftungsanlage einbaut, darf 20 Prozent von bis zu 200.000 Euro Kosten, maximal 40.000 Euro, \u00fcber einen Zeitraum von drei Jahren von der Steuer absetzen. Im ersten Jahr k\u00f6nnen sieben Prozent, bis zu 14.000 Euro, im zweiten Jahr der gleiche Betrag und im dritten Jahr sechs Prozent, maximal 12.000 Euro von der Steuerschuld abgezogen werden. Die Regelung gilt zun\u00e4chst von 2020 bis 2029. Auch Kosten f\u00fcr Energieberater sollen k\u00fcnftig als Aufwendungen f\u00fcr energetische Ma\u00dfnahmen gelten. Sie k\u00f6nnen sogar zu 50 Prozent von der Steuerschuld abgezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 1. Januar 2020 ist auch die Austauschpr\u00e4mie f\u00fcr alte \u00d6lheizungen in Kraft getreten. Mit der Pr\u00e4mie \u00fcbernimmt das zust\u00e4ndige Bundesamt f\u00fcr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bis zu 45 Prozent der Investitionskosten, wenn bei einem Kesseltausch ein klimafreundlicheres Modell auf der Basis erneuerbarer Energien eingebaut wird. Wer seine \u00d6lheizung etwa durch eine W\u00e4rmepumpe oder eine Biomasseanlage ersetzt, erh\u00e4lt den Zuschuss in voller H\u00f6he. F\u00fcr eine Erdgas-Hybridheizung mit einem erneuerbaren Anteil von mindestens einem Viertel \u2013 beispielsweise \u00fcber die Einbindung von Solarthermie \u2013 gibt es einen Investitionszuschuss von 40 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mehr Geld von BAFA und KfW<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch f\u00fcr effiziente und klimafreundliche Heizungen, die keine alte \u00d6lheizung ersetzen, gibt es Investitionszusch\u00fcsse des BAFA: 35 Prozent f\u00fcr Heizungen, die vollst\u00e4ndig mit erneuerbaren Energien betrieben werden, 30 Prozent f\u00fcr Gas-Hybridheizungen mit einem Erneuerbaren-Anteil von mindestens 25 Prozent und 20 Prozent f\u00fcr Gas-Brennwertheizungen, die auf die sp\u00e4tere Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet sind. Neue \u00d6lheizungen werden \u00fcberhaupt nicht mehr gef\u00f6rdert. Bei allen Ma\u00dfnahmen ist ein hydraulischer Abgleich der neuen Heizung eine F\u00f6rdervoraussetzung. In finanzieller Hinsicht sind die BAFA-Gelder jetzt genauso attraktiv wie die neue steuerliche Abschreibung. Je nach individuellem Steuersatz k\u00f6nnen aber Unterschiede zu Tage treten.<\/p>\n\n\n\n<p>Hauseigent\u00fcmer, die ihr selbstgenutztes Ein- oder Zweifamilienhaus sanieren lassen wollen, k\u00f6nnen auch weiterhin auf die bestehenden F\u00f6rderprogramme der KfW zur\u00fcckgreifen. Wie beim BAFA plant die Bundesregierung, die Zusch\u00fcsse der KfW erheblich zu steigern. Beachtet werden sollte, dass die Heizungsf\u00f6rderung f\u00fcr Einzelma\u00dfnahmen nun nahezu komplett beim BAFA liegt. Ausnahmen sind die Anbindung an W\u00e4rmenetze sowie die Optimierung der Heizungsanlage. Neue Fenster und D\u00e4mmma\u00dfnahmen werden, wie bisher auch, von der KfW gef\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der KfW-F\u00f6rderung muss ein Geb\u00e4udeenergieberater die baulichen Ma\u00dfnahmen begleiten und pr\u00fcfen, was auch zur Qualit\u00e4tssicherung empfehlenswert ist. Im Falle der steuerlichen F\u00f6rderung gen\u00fcgt rein rechtlich eine Fachunternehmererkl\u00e4rung des durchf\u00fchrenden Handwerkers. Zukunft Altbau empfiehlt, bei komplizierteren Ma\u00dfnahmen wie einem Heizungstausch oder einer Fassaden- oder Dachd\u00e4mmung eine Geb\u00e4udeenergieberaterin oder einen Geb\u00e4udeenergieberater mit einzubeziehen, um Fehler zu vermeiden. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Umdenken ist gefragt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fazit: Hauseigent\u00fcmer sollten bedenken, dass Heizungen auf Basis fossiler Energien k\u00fcnftig durch die CO2-Steuer im Betrieb deutlich teuer werden. Erneuerbare Heizungen, die weniger oder kein CO2 aussto\u00dfen, sind davon geringer oder nicht betroffen und erhalten bei der Anschaffung sogar eine deutlich bessere F\u00f6rderung. \u201eDie Zeit ist nun wirklich reif f\u00fcr klimafreundlichere Heizungen\u201c, sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.zukunftaltbau.de\">www.zukunftaltbau.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem \u00fcberarbeiteten Klimapaket der Bundesregierung \u00e4ndern sich auch die Bestimmungen f\u00fcr Hauseigent\u00fcmer erheblich. Die neuen Regeln verteuern die Energiekosten unsanierter Geb\u00e4ude mit fossilen Heizungen und verbilligen ged\u00e4mmte H\u00e4user, die erneuerbare Energien nutzen. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-W\u00fcrttemberg gef\u00f6rderte Informationsprogramm &#8222;Zukunft Altbau&#8220; hin. Bei Heizungen auf Basis fossiler Energien werden sich die Energiekosten durch den geplanten CO2-Preis k\u00fcnftig deutlich erh\u00f6hen. In den ersten f\u00fcnf Jahren betr\u00e4gt der Zuschlag f\u00fcr einen j\u00e4hrlichen Verbrauch von 2.000 Liter Heiz\u00f6l insgesamt rund 1.200 Euro. In Zukunft soll dieser weiter steigen. Mit einer Austauschpr\u00e4mie sowie einer besseren BAFA- und KfW-F\u00f6rderung werden klimafreundlichere Heizungen wie W\u00e4rmepumpen, Pelletkessel und Solarthermieanlagen au\u00dferdem h\u00f6her gef\u00f6rdert. Hinzu kommt die steuerliche Absetzbarkeit von energetischen Sanierungen. Fazit: Energiesparh\u00e4user werden finanziell deutlich attraktiver als bislang. Neutrale Informationen gibt es auch kostenfrei am Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder per E-Mail an beratungstelefon [at] zukunftaltbau.de.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":11148,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[11767,3],"tags":[83,527,2608,1176,11744,1408,1179,197,5148,5145,3563],"class_list":["post-11147","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-foederung","category-news","tag-bafa","tag-biomasse","tag-co2","tag-kfw","tag-klimapaket","tag-ol","tag-pellet","tag-sanierung","tag-solarthermie","tag-warmepumpe","tag-zukunft-altbau"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/deinenergieportal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Altbau.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11147","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11147"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11147\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11149,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11147\/revisions\/11149"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/11148"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11147"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11147"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/deinenergieportal.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11147"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}