Heizöl knapp unterm Allzeit-Hoch

(Quelle: Brennstoffspiegel)

Der August war wie schon der Vormonat geprägt von deutlich gestiegenen Rohöl-Preisen. Nordseeöl (Brent) kletterte über den gesamten Monat nochmals um sieben US-Dollar je Barrel, US-Leichtöl (WTI) sogar um acht Dollar.

Heizöl kostete mit 2.841,47 Euro für die 3.000-Liter-Partie im Bundesdurchschnitt knapp vier Prozent mehr als im Vormonat und markiert den zweithöchsten Preis, der jemals bezahlt werden musste. Teurer war es nur im Juli des Rekordjahres 2008 mit 2.879,53 Euro. Ein Preisunterschied von Heizöl schwefelarm zur Heizölqualität mit einem Schwefelanteil von 1.000 ppm ist seit genau einem Jahr nicht mehr festzustellen, da der Wärmemarkt für private Endverbraucher komplett auf Heizöl EL schwefelarm umgestellt ist.

Tank-Teller-Diskussion hin oder her, beim Preis für Bioheizöl änderte sich im August nichts. Er liegt konstant bei 7,68 Euro (für eine Beimischung von zehn Prozent Bioanteil je 100 Liter bei 3.000 Litern Gesamtliefermenge). Rechnet man alle in Deutschland gehandelten Beimischungen mit ein, ist zum Vormonat mit 7,17 Euro ebenso keine Veränderung festzustellen.

Erdgas blieb gegenüber dem Juli konstant. Die 3.000 Liter Heizöl EL entsprechende Energiemenge Erdgas kostete in Deutschland im August 2.278,68 Euro gegenüber 2.280,61 Euro im Vormonat, einschließlich Grundpreis und Mehrwertsteuer.

Beim Flüssiggas stiegen die Preise wie bereits im Vormonat wieder. Es kostet nunmehr 2.843,64 Euro und damit 6,7 Prozent mehr als im Juli, als 2.663,75 Euro fällig wurden. Die Gründe für den Preisanstieg liegen in den im August weiter verteuerten Ölpreisen, an denen sich Flüssiggas aufgrund seiner Herkunft durch Exploration und Raffinierung orientiert.

Fernwärme-Kunden lebten in Deutschland im August nur mit Mini-Aufschlägen. Diese wiederum lassen sich auf den stabilen Erdgaspreis zurückführen, da die meisten Fernwärme-Produzenten in Deutschland mit so genannten GuD-Anlagen (Gas und Dampfturbinen) arbeiten. Der Preis kletterte kaum spürbar auf 2.524,62 Euro von 2.514,66 Euro im Juli.

Den Preiserhebungen der Brennstoffspiegel-Redaktion liegen monatlich rund 1.400 Einzeldaten zugrunde. Dies liefert einen umfassenden und neutralen Überblick über die Entwicklung der Energiekosten für private Endverbraucher im deutschen Wärmemarkt. (Quelle: Brennstoffspiegel)

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