Wärmepumpentour Teil 1: Einfamilienhaus

Die Wärmepumpe im Garten

Letzte Woche hatten wir Gelegenheit, an einer Pressetour des Bundesverbandes Wärmepumpe teilzunehmen, bei der verschiedene Objekte besucht wurden, die mit Wärmepumpen arbeiten. An dieser Stelle möchten wir die Highlights dieser Tour präsentieren. Heute fangen wir mit einem Einfamilienhaus aus dem Jahre 1994 an, in dem eine Luft-Wärmepumpe in Verbindung mit einer PV-Anlage die Energie für Heizung, Warmwasser und Swimmingpool bereitstellt.

Als vor zwei Jahren erstmals größere Sanierungsarbeiten an ihrem 1994 erbauten Wohnhaus mit etwa 300 Qudratmetern Wohnfläche anstanden, entschloss sich Familie Zeidlers aus Rösrath ganz bewusst für erneuerbare Energien – auch, um künftig von steigenden Heiz- und Stromkosten unbelastet zu bleiben. So entschieden sich die Zeidlers für ein zukunftssicheres Sanierungsmodell, das ihnen Wolfgang Lieth von der Firma WIBATEC empfohlen hatte. Mit einer Fläche von stattlichen 80 Quadratmetern produziert die Photovoltaik-Anlage eine Leistung von 11,1 kWp und liefert zehn- bis elftausend Kilowattstunden pro Jahr. Der Solarstrom versorgt unter anderem die 25 kW-Luft/Wasser-Wärmepumpe, die ein halbes Jahr nach der PV-Anlage montiert wurde und so vollkommen CO2-frei betrieben werden kann. Zudem rechnet der Hausherr mit einer Heizkosten-Ersparnis von etwa 1.500 Euro im Jahr.

Rückansicht der Wärmepumpe

Die Wahl fiel auf eine Luft/Wasser-Wärmepumpe, um den Aufwand für die Erschließung der Wärmequelle so gering wie möglich zu halten. Zudem bot das 2000 Quadratmeter große Grundstück gute Möglichkeiten, die Wärmepumpe dezent in den Garten zu integrieren. Überrascht hat Familie Zeidler, wie leise die Anlage arbeitet. So entschied man sich für eine Aufstellung in der Nähe der Terrasse, wo sie für die Hausherren kaum wahrnehmbar ihren Dienst verrichtet. „Die Anlage gibt lediglich ein leichtes Rauschen von sich, da sind die über unsere Siedlung fliegenden Flugzeuge sind wesentlich lauter“, scherzt Rolf Zeidler.

Blick auf die Speichereinheit

In Zukunft würde Rolf Zeidler am liebsten energieautark leben, doch noch sind ihm die auf dem Markt verfügbaren Batteriespeicher zu teuer. Deshalb beschäftigt sich der Hausherr planerisch zunächst mit anderen “Baustellen”: Als zufriedene Wärmepumper überlegt das Paar, wie sie künftig auch ihr zweites, derzeit untervermietetes Gebäude in Zukunft kostengünstig mit Umweltwärme beheizen können. Ob das Haus in etwa 50 Metern Entfernung ebenfalls über die bestehende Dimplex Hocheffizienz LA 25TU versorgt werden kann oder “ob der Trend zur Zweitpumpe geht”, will Zeidler demnächst klären.

Die Regelung

Weitere Informationen: www.waermepumpe.de