Energie aus Bierrückständen

Am Donnerstag, dem 23. Oktober, wurde der Lehrstuhl für Rohstoff- und Energietechnologie der Technischen Universität München im bundesweiten Wettbewerb “Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen” als Preisträger geehrt. Zum Thema “Innovationen querfeldein – Ländliche Räume neu gedacht” lieferte der Preisträger in der Kategorie Wissenschaft eine Antwort auf die Frage, wie die energetische Nutzung von Biertreber durch die Kombination biologischer, mechanischer und thermischer Verfahren optimiert werden kann.

Georg VI. Schneider (Geschäftsführer, Weisses Bräuhaus), Prof. Wolfgang Mayer (Technische Universität München) und Prof. Winfried Ruß (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf) nahmen die Auszeichnung von Stephan Schliebs, Deutsche Bank, entgegen. Der Preiskampf in der Bierbranche setzt gerade kleine und mittelständische Brauereien im ländlichen Raum unter Druck. Umso willkommener sind Ideen um Energiekosten zu sparen. Ein neues Verfahren, das die Technische Universität München und das Fraunhofer UMSICHT – Institutsteil Sulzbach-Rosenberg unter anderem mit der Brauerei “Weisses Bräuhaus” aktuell entwickelt, könnte zukunftsweisend sein: Mit dem Verfahren wären Biertreber – ausgelaugte Malzrückstände aus dem Brauprozess – direkt vor Ort in eigenen Biomasseheizwerken für die Wärmegewinnung der Brauerei nutzbar. Ein Mehrwert nicht nur für die Unternehmen, sondern auch für Umwelt und Klima.

Das prämierte Projekt ist einer der 100 Preisträger des Wettbewerbs “Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen”. In diesem Jahr zeichnen die Initiative “Deutschland – Land der Ideen” und die Deutsche Bank gemeinsam Ideen und Projekte aus, die einen positiven Beitrag zur Gestaltung der ländlichen Räume und Regionen liefern und sie fit für die Zukunft machen.

Weitere Informationen: www.ausgezeichnete-orte.de

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