Weniger Emissionen bei der Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität

Der Einsatz von Biogas als Ersatz für Erdgas soll Teil der vom Gesetzgeber forcierten sukzessiven Wandlung von fossilbasierter hin zur stärker regenerativer Strom- und Wärmeversorgung in Deutschland sein. Die Experten der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN (KRdL) beschreiben daher in der neuen Richtlinie VDI 3896 den Stand der Technik von Anlagen zur Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität und geben Hinweise sowie Empfehlungen zu Minderungsmaßnahmen für Emissionen.

Die Richtlinie VDI 3896 nennt darüber hinaus Emissionswerte und erläutert, wie diese Parameter zu messen sind. Sie dient gleichermaßen als Arbeitsmittel für Bauherren und Betreiber, Planer und ausführende Firmen, Aufsichts- und Überwachungsorgane sowie Prüfinstitutionen und Behörden. Nicht Gegenstand dieser Richtlinie sind Anlagen, die sich ausschließlich mit der Erzeugung von Biogas, der Konditionierung von aufbereiteten Gasen oder der Einspeisung von aufbereitetem Biogas beschäftigen. Mit der Erzeugung von Biogas befassen sich die Richtlinien VDI 3475 Blatt 4 „Emissionsminderung – Biogasanlagen in der Landwirtschaft – Vergärung von Energiepflanzen und Wirtschaftsdünger“ und VDI 3475 Blatt 5 „Emissionsminderung – Biologische Abfallbehandlungsanlagen – Vergärung und Nachbehandlung“.

Herausgeber der Richtlinie VDI 3896 „Emissionsminderung – Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität“ ist die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN. Die Richtlinie ist ab sofort als Entwurf in deutscher Fassung zum Preis von EUR 73,30 beim Beuth Verlag (Telefon +49 30 2601-2260) bestellbar. Einsprüche können bis zum 30. September 2014 unter www.vdi.de/einspruchsportal eingereicht werden.

Weitere Informationen: www.vdi.de/3896 und www.beuth.de

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