Marktentwicklung bei Stromspeichern

Autorin/Redakteur: Iris Meyer, Pressereferentin der IBC SOLAR AG/gg

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Das Jahr 2013 sollte für die Photovoltaikbranche das „Jahr der Stromspeicher“ werden. Hersteller, Händler und Installateure erwarteten sich ein weiterhin wachsendes Interesse an der neuen Technologie. Besonders das schon im Herbst 2012 angekündigte Förderprogramm des Bundesumweltministeriums sollte die Bekanntheit der Speichertechnologie vorantreiben und die Stromspeicher für Privatleute finanziell attraktiv machen.

Aus Sicht des Systemanbieters IBC SOLAR, der mit dem IBC SolStore Pb bereits im Jahr 2011 ein Speichersystem im Angebot hatte, hat der verzögerte Start des Förderprogramms den Markt jedoch eher gebremst als vorangetrieben. Zwischen der Ankündigung des Förderprogramms Ende 2012 und dem tatsächlichen Start im Mai 2013 lag ein gutes halbes Jahr, in dem der Markt fast gelähmt war. Die Fachpartner konnten bei den Endkunden ein hohes, wachsendes Interesse an Speichersystemen feststellen, die Kaufentscheidung wurde aber hinausgezögert. Durch diese Startschwierigkeiten sind auch die Erwartungen an die Absatzzahlen nicht in dem Maße eingetroffen, wie sie noch Ende 2012 eingeschätzt wurden.

Auch die Umsetzung des Förderprogramms wirft in der Praxis Probleme auf. Hier hakt es vor allem bei den Hausbanken, die für die Kreditvergabe zuständig sind. Grundsätzlich geht es um keine Kritik am Förderprogramm selbst, sondern an der Praxis der Darlehensvergabe über die Hausbanken. So ist es theoretisch möglich, ein kleines Darlehen nur in Höhe des Tilgungszuschusses aufzunehmen. Viele Interessenten möchten diesen Weg gehen, das heißt, sie haben an den Fördermitteln, nicht jedoch an einem umfangreichen Darlehen Interesse. Die KfW wickelt ihr Geschäft über die normalen Geschäftsbanken und Sparkassen ab. Diese haben allerdings kein Interesse daran, nur kleine Darlehen in Höhe der Fördermittel zu gewähren, die durch den Tilgungszuschuss sofort wieder ausgeglichen werden. Da mauern viele Banken. Dadurch hat ein Großteil der Speicherinteressenten nicht den gewünschten Zugang zu den Fördermitteln und investiert nicht in Speicher. Besonders betroffen ist der Bereich der Kleinanlagen auf Einfamilienhäusern. Die Interessenten haben häufig das Darlehen fürs Eigenheim abbezahlt, sind froh schuldenfrei zu sein und wollen nun liquide Mittel in eine zukunftsfähige Stromversorgung mit Photovoltaikanlage und Speichersystem investieren. Eine Lösung könnte hier sein, die Förderung zukünftig als Barzuschuss auszugeben, wie es auch bei anderen Marktanreizprogrammen üblich ist.

Da Jahr 2013 hat jedoch auch gezeigt, wo Wachstumspotentiale liegen. Die Komplettsysteme von IBC SOLAR waren mit einer Nennkapazität von fünf beziehungsweise acht Kilowattstunden bisher auf den Einfamilienhausbereich ausgerichtet. Da zunehmend auch kleinere Gewerbebetriebe mit einem Stromverbrauch von über 4.000 Kilowattstunden im Jahr an Speicherlösungen interessiert sind, erweitert IBC SOLAR seine Produktpalette um den IBC SolStore 16.2 Pb Home. Mit einer Nennkapazität von 16 Kilowattstunden ist das System für den Einsatz im Gewerbe und in Mehrfamilienhäusern optimiert und entspricht den Richtlinien des Förderprogramms.

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