Strom und Wärme aus Mikro-KWK mit Brennstoffzellen interessiert 120 Experten

Im Bereich der Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sind Brennstoffzellen bereits weit entwickelt. Sie erreichen schon heute Lebensdauern und Verfügbarkeiten ähnlich der motorbasierten Alternativen und stehen kurz vor dem Markteintritt. Im Rahmen von Demonstrationsprojekten, wie dem nationalen Projekt Callux (www.callux.net), werden umfangreiche Felderfahrungen mit mehreren hundert Systemen gesammelt, um die Technik weiter zu verbessern und die Kosten zu reduzieren. Die gewährten Förderungen unterstützen die Anwender und entlasten sie von Risiken.

Basierend auf dem Callux-Projekt sollen in dem von der EU geförderten Projekt “ene.field” (www.enefield.eu) weitere 1.000 Systeme mit öffentlicher Unterstützung eingesetzt und erprobt werden. Potenzielle Anwender sind dazu in der Lage, sich mit einem einfachen Konstrukt am Projekt zu beteiligen und von der EU-Förderung zu profitieren.

Im Rahmen eines Workshops hatte die EnergieAgentur.NRW in Verbindung mit den NRW-Partnern des ene.field-Projekts, Vaillant und GWI, über die technologischen Entwicklungen, die Kostenstruktur und die bisherigen Erfahrungen zu Mikro-KWK mit Brennstoffzellen informiert und das Projekt ene.field erläutert. Zudem präsentierten die Hersteller Baxi Innotech, Elcore, Hexis, RBZ und Vaillant ihre Anlagen vor Ort. Rund 120 Teilnehmer sorgten für einen ausverkauften Saal im Hilton Hotel Düsseldorf.

Dr. Thomas Kattenstein, Leiter des Netzwerks Brennstoffzelle und Wasserstoff der EnergieAgentur.NRW, führte dort aus: “Das Thema Kraft-Wärme-Kopplung spielt im Rahmen der Energiewende eine wichtige Rolle. Von Bedeutung ist dabei neben dem hohen Wirkungsgrad der KWK vor allem die mögliche Flexibilität zum Ausgleich von Fluktuationen im Stromnetz, hervorgerufen durch die zunehmende Einspeisung von Wind- und Solarenergie. Auch kleinere sogenannte Mikro-KWK-Systeme können hier einen Beitrag leisten; selbst dann, wenn sie zunächst vor allem Aufgaben der Wärmeversorgung übernehmen.”

Dr. Kattenstein weiter: “Im Rahmen des Demonstrationsprojekts ene.field können Anwender direkt von der 40-prozentigen Förderung der EU profitieren und ohne Beantragungsaufwand individuelle Liefer- und Serviceverträge mit den Herstellern abschließen. Hierdurch werden für die innovativen Nutzer die noch bestehenden Mehrkosten der neuen Technologie aufgefangen und für die Hersteller wichtige Erfahrungen für die Markteinführung ermöglicht.”

Weitere Informationen: www.brennstoffzelle-nrw.de/regionalworkshop

[subscribe2]