Energie vom Land lohnt sich

Die Energiewende spielt sich vor allem im ländlichen Raum ab. Denn dort sind die Ressourcen für die Versorgung Deutschlands mit Strom, Wärme und Kraftstoffen aus nachhaltiger Produktion im Überfluss vorhanden. Mit mehr als 22.000 Windrädern, rund 7.000 Biogasanlagen und weit über einer Million Solarstromanlagen wird schon heute ein Großteil des Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen. Wie sich Investitionen in erneuerbare Energien auch künftig rentieren, wenn das wirtschaftliche und politische Umfeld stimmt, haben Finanzexperten und Bankvorstände bei einem von der Agentur für erneuerbare Energien ausgerichteten Pressegespräch in der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Frankfurt/M. erörtert.

Eine wichtige Institution für Finanzierungen rund um erneuerbare Energien im ländlichen Raum ist die Landwirtschaftliche Rentenbank. Rund 16 Milliarden Euro haben allein die Landwirte laut Schätzungen des Deutschen Bauernverbandes in den vergangenen drei Jahren in erneuerbare Energien investiert. Der ländliche Raum als Schauplatz der Energiewende nimmt für die dezentrale Versorgung Deutschlands mit umweltfreundlicher Energie schon heute eine Schlüsselrolle ein. Allein im ersten Halbjahr 2012 belief sich das Neugeschäft mit Programmkrediten im Bereich erneuerbare Energien bei der Rentenbank auf rund 853 Millionen Euro – das entsprach knapp 30 Prozent des Gesamtvolumens.

Im Zuge der Veränderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit seinen Einspeisevergütungen haben es Investoren bei der Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien in diesem Jahr mit vielen Anpassungen zu tun gehabt, die auch das Investitionsklima beeinflussen. Schätzungen veranschlagen indes das für die Energiewende notwendige Investitionsvolumen auf jährlich etwa 25 Milliarden Euro für erneuerbare Energien. Bei der Finanzierung spielen Institute wie die Deutsche Kreditbank AG (DKB) eine wichtige Rolle. Die Erzeugung von Strom, Kraftstoffen und Wärme aus regenerativen Quellen wird für immer mehr Landwirte zu einem zweiten Standbein, das angesichts volatiler Agrarmärkte für eine zweite Einkommensquelle sorgt. Gemeinschaftsprojekte zum Ausbau erneuerbarer Energien schaffen darüber hinaus Partnerschaften zwischen Landwirten und ihren Nachbarn im ländlichen Raum.

Die Umsetzung der Energiewende erfordert den Zubau zahlreicher kleiner dezentraler Kraftwerke für erneuerbare Energie. Beteiligungsmodelle steigern die Akzeptanz dieser Anlagen bei den betroffenen Bürgern, nicht zuletzt weil sie die Wertschöpfung in der Region halten. Als erfolgreiches Beteiligungsmodell erweisen sich Energiegenossenschaften. Seit 2008 sind in Deutschland rund 600 neue Energiegenossenschaften gegründet worden.

Eine wichtige Rolle bei den Investment-Möglichkeiten spielen die geschlossenen Fonds. Diese investieren schon seit mehr als zehn Jahren in erneuerbare Energien. Ein Comeback erleben derzeit Windkraftfonds. Ein weiterer aktueller Trend ist die Investition in Wasserkraftwerke. Aber auch Solarenergiefonds sind trotz Förderkürzungen weiter am Markt. Die Voraussetzungen für erfolgreiche Investitionen auf dem Markt für erneuerbare Energien sind prinzipiell weiterhin gut.

Weitere Informationen: www.unendlich-viel-energie.de

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